Das Uckermärkische Volkskundemuseum Templin
    


Innenraum des Museums

 

Das heutige „Uckermärkische Volkskundemuseum Templin“ wurde 1953 als Kreisheimatmuseum gegründet und am 31.03.1957 eröffnet. Das Museum ist seit seiner Eröffnung im Prenzlauer Tor in der Altstadt Templins angesiedelt. Das Museum wollte schwerpunktmäßig die Volkskunde erforschen, also die Lebensweise und Alltagskultur der „kleinen Leute“. Die GründerInnen des Museums waren Fritz Röhnisch und seine Frau Erna Taege-Röhnisch, eine bedeutende uckermärkische Mundartdichterin. Im Jahr 1962 wird das Museum offiziell in „Volkskundemuseum des Bezirkes Neubrandenburg“ umbenannt. Die ersten Sammlungsschwerpunkte des Museums waren und sind immer noch die Waldarbeit (z.B. Harzen, Köhlerei, Waldglasherstellung, Pantinenmacherei), die Wasserbewirtschaftung (z.B. Schifffahrt, Flößerei, Fischerei), Landwirtschaft, das Handwerk und das soziale und kulturelle Leben in der Uckermark.

Seit 1978 stellte die Klostermühle Boitzenburg eine Außenstelle des Museums dar. Museumsmühle wurde am 7. Oktober 1979 der Öffentlichkeit als technisches Denkmal und Produktionsmuseum übergeben. 1986 wird das Landeskulturkabinett Templin zur weiteren Außenstelle des Volkskundemuseums.

Seit 1991 ist die Kunsthistorikerin Konstanze Rätsch die Leiterin des Museums. 1993 wurde das Museum in „Volkskundemuseum der Uckermark“ umbenannt. Zum 01.01.1994 erfolgt die Trennung von der Klostermühle. Sie wurde an die Gemeinde Boitzenburg übergeben. Ebenfalls im Jahr 1994 wechselte die Trägerschaft des Museums zur Stadtverwaltung Templin. Das Museum finanziert sich seit dem über Zuschüsse aus dem Haushalt der Stadt Templin. 1995 folgte eine weitere Umbenennung in „Uckermärkisches Volkskundemuseum Templin“.

1998 wurde die ständige Ausstellung „Holz und Heide, Forst und Tanger – Der kulturelle Wald“ eingerichtet. Die Schwerpunkte der musealen Arbeit sind: Sammlung und Bewahrung von historischen Sachzeugnissen und Sammlung von Informationen zu den Sachzeugnissen sowie die wissenschaftliche Auswertung der Sachzeugen und Dokumente.

Die Sammlungsschwerpunkte des Uckermärkischen Volkskundemuseums bilden die Volkskunde der Uckermark (Arbeits- und Alltagsgegenstände des 19. und 20. Jahrhunderts) und die Stadtgeschichte Templins. Weitere Schwerpunkte sind Spielzeug ab Ende des 19. Jahrhunderts sowie eine Röhren-Radio Sammlung (ab 1923 bis Ende der 50er Jahre).

Die Ausstellungsschwerpunkte (ständige Ausstellungen) zur Volkskunde der Uckermark sind die vorindustrielle Waldnutzung, das Forstwesen und die Waldarbeit im 19. und 20. Jahrhundert, die Schiffahrt und die Flößerei, die Geschichte des Uckermärker Platt, die Stadtgeschichte Templins, die Geschichte des Rundfunks und der Rundfunktechnik. Dazu kommen noch 2-3 Sonderausstellungen jährlich.

Die Entwicklung des Uckermärkischen Volkskundemuseum Templin hängt nach Konstanze Rätsch in der Zukunft maßgeblich mit der weiteren finanziellen Unterstützung der Stadt Templin ab. Weiterhin sollten sich, um die wesentlichen Arbeiten des Museums, also das Sammeln, Bewahren und Erforschen des Alltags der uckermärkischen Bevölkerung, mehr Fachpersonal als momentan in der musealen Arbeit engagieren können. Der eigens zum Zweck der Unterstützung des Museums gegründete Förderverein hat sich im November 2003 aufgelöst.

Das Museum verfügt über keine Internetseite

Berichterstatter: Steffen Gabel    


 
Uckermärkisches Volkskundemuseum Templin
Prenzlauer Tor
17268 Templin
Tel: 03987-27 25
Fax: 03987-20 30 105
   


Die Studenten der FH Merseburg im Gespräch mit Frau Konstanze Rätsch

 

 

 

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Museum Templin, Öl auf Leinwand