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Chemie zum Anfassen

Die Erfolgsgeschichte des Schülerlabors "Chemie zum Anfassen" begann im Jahr 1996 auf Initiative des Vereins Sachzeugen der Chemischen Industrie e.V. Die Akteure bewegten solche Fragen: Wie macht man Naturwissenschaften und Technik als Zukunftswissenschaften wieder attraktiv? Was kann man gegen die Defizite in der naturwissenschaftlichen Bildung tun?

So entstand "Chemie zum Anfassen", dessen Ziel es ist, Kindern und Jugendlichen eine lebendige, an ihren Alltagserfahrungen und den Lehrplänen anknüpfende Vermittlung der Chemie durch selbständiges Experimentieren zu ermöglichen. Es soll frühzeitig eine positive Grundeinstellung zu naturwissenschaftlichen und technischen Fächern gefördert und in der Oberstufe das Interesse an der Chemie geweckt bzw. bewahrt werden.

Zur Geschichte des Schülerprojekts:

Im Jahr 1997 besuchten etwa 500 Kinder, die überwiegend aus Schulen des Landkreises Merseburg-Querfurt kamen, das mit 12 Arbeitsplätzen ausgestattete Labor. Im Jahr 1998 konnte dank der Förderung durch die DOW Chemical Company Foundation mit dem Aufbau eines modernen Labors mit 30 Arbeitsplätzen und eines weiteren Labors, in dem alte Labormöbel rekonstruiert wurden, begonnen werden.

Inzwischen ist das Schülerlabor ein fester Bestandteil der Hochschule Merseburg. Zwei moderne Labore bieten den jährlich mehr als 10.000 Besuchern beste Voraussetzungen zum Staunen, Experimentieren und Entdecken. Die Veranstaltungen sind für Grund-, Sekundar- und Gymnasialschüler sowie Lehrerinnen und Lehrer deutschlandweit zu einem beliebten Anlaufpunkt geworden. Die Angebote ergänzen sowohl die schulische Ausbildung, schaffen aber auch einen idealen Ort für die Förderung von besonders begabten und interessierten Schülern. Derzeit bietet das Schülerlabor ca. 50 Themenkomplexe mit über 600 Einzelversuchen, spezielle Förderprogramme für Mädchen und Begabte, Betriebspraktika und vieles mehr.

Die Arbeit des Schülerlabors war von Anfang an durch die enge Zusammenarbeit von Hochschule, Schulen und Industrie geprägt, um eine enge Verknüpfung der fachlichen Kenntnisse der Wissenschaft, der Anforderungen der Industrie und der Hochschule sowie die Nutzung der Kenntnisse und Erfahrungen der Lehrenden aus der Schulpraxis zu erreichen.