Laufende Promotionsvorhaben

Wer promoviert an der Hochschule Merseburg?

Kooperativ Promovieren an der Hochschule Merseburg

Die Hochschule Merseburg kann eine Vielzahl an motivierten und engagierten Doktoranden*innen verzeichnen. Doch wer sind diese Nachwuchswissenschaftler*innen, mit welchen Themen beschäftigen sie sich, wie gehen sie an ihre Forschung heran und was heißt es, kooperativ zu promovieren? Lernen Sie unsere Promovierenden kennen: Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl unserer aktuellen Doktoranden*innen.


Graduiertennetzwerk (GradNet)

Möchten Sie sich auch für das Graduiertennetzwerk anmelden und sich mit anderen Promovierenden vernetzten? Dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail (gradnet@hs-merseburg.de) oder nutzen das Online-Formular zur Anmeldung.

Franziska Müller
Projektmitarbeiterin Transfergutschein-Beauftragte
Raum: RZ/32

    

Aktuelle Promotionsvorhaben

Marvin Däumichen | SMK

"Cannabis & Social Media: subjektkonstitutive Herausforderungen habitueller Praxis in mediatisierten Erfahrungsräumen""

Betreuer*in an der HoMe: Prof. Dr. habil. Gundula Barsch

Zuständiger Fachbereich an der HoMe: SMK

Kooperierende Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Promotionsbeginn: Juli 2019

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den Herausforderungen, Potenzialen und Realitäten im Informationszeitalter am Gegenstand digitaler, sozialer Medien und deren Rolle als informelle Orientierungsangebote in Prozessen der Medienbildung. Weiterhin differenziert sich der Untersuchungsgegenstand in Social Media Inhalte zum Thema Cannabis und deren Habitus im Zuge zunehmender gesellschaftlicher Verbreitung zunächst in Nordamerika und perspektivisch in Deutschland.

Während der zunehmende gesellschaftliche Einfluss von Social Media unumstritten ist, zeigt sich im Cannabis-Boom in Nordamerika und dessen Ablegern im deutschsprachigen Raum ein Forschungsvakuum hinsichtlich verbundener Bildungs- und Subjektivierungsprozesse.

Um eine positive Akkulturation im der öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten liefert dieser das Projekte wertvolle Einsichten in die Alltagspraxis unterschiedlicher Cannabis-Diskurse.

Analyse populärer Werte und Normen im Feld Social Media und Cannabis; Entwicklung von Strategien für Harm Reduction & Prävention.

Qualitativ-rekonstruktive Sozialforschung, Datenerhebung durch Social Media Inhalte (Artefakte), Auswertung per dokumentarischer Methode

Lebendige Wissenschaft bedeutet eine gelungene Verbindung von Theorie und Praxis, welche sich in den Möglichkeiten der kooperativen Promotion spiegelt.



Tina Fuhrmann | INW

"Charakterisierung von Blut mit Ultraschall"

Betreuer*in an der HoMe: Professor Klaus-V. Jenderka

Zuständiger Fachbereich an der HoMe: INW

Kooperierende Hochschule: Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg

Betreuer*in der kooperierenden Hochschule: Prof. Dr. Detlef Reichert

Promotionsbeginn: 01.10.2014

 

Die nicht-invasive und stetige Überwachung der Blutgerinnung in externen Kreisläufen würde für Therapien wie z.B. die Dialyse oder Operationen mit Einsatz von Herz-Lungen-Maschinen eine deutliche Verbesserung darstellen. Der Fluss durch die extrakorporalen Kreisläufe führt zu einer erhöhten Gerinnungsneigung des Blutes, weshalb Gerinnungshemmer eingesetzt werden müssen. Eine Überdosierung dieser kann leicht zu inneren und äußeren, auch lebensbedrohlichen, Blutungen führen, eine Unterdosierung einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder schleichende Gefäßverstopfungen nach sich ziehen. In meiner Doktorarbeit möchte ich eine Möglichkeit finden, Blut mit Hilfe von Ultraschall sicher zu charakterisieren und damit Rückschlüsse auf Änderungen des Hämatokrits (Gesamtvolumen der roten Blutkörperchen), der Temperatur, der Gerinnselbildung und Gerinnungsneigung zu ziehen. Betrachten werde ich dazu aus Ultraschallmessungen abgeleitete Größen und deren Änderungen.

Die Messung wird nicht-invasiv sein, also keine Blutprobe benötigen und keine radioaktive Strahlung nutzen.

Die Vermessung von Blut mit Ultraschall ist besonders schwierig. Die rückgestreuten Signale sind sehr schwach und die Zellen bzw. Gerinnsel können nicht direkt beobachtet werden.

Die Nebenwirkungen könnten bei diesen Therapien (z.B. Dialyse, Operationen mit Herz-Lungen-Maschinen) deutlich verringert werden.

Ich möchte Wissen u.a. aus den Bereichen Medizin und Physik verknüpfen um zu einem geeigneten Messverfahren zu gelangen. Des Weiteren muss eine fundierte statistische Auswertung in die Messungen eingebettet werden.



Katja Labow | SMK

"Interesse und Desinteresse für Naturwissenschaften und Technik Einflüsse und Impulse in Mädchenbiografien"

Betreuer*in an der HoMe: Prof. Dr. Alfred Frei

Zuständiger Fachbereich an der HoMe: SMK

Kooperierende Hochschule: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Betreuer*in der kooperierenden Hochschule: Prof. Dr. Johannes Fromme

Promotionsbeginn: 2010 (mit berufsbedingten Unterbrechungen)

 

Ausgehend von einem geringen Interesse von Mädchen und jungen Frauen für Naturwissenschaften und Technik (vgl. u.a. Milberg 2009) und dem damit verbundenen Nachwuchsdefizit, trotz ebenso guter Leistungen und Kompetenzen in diesem Bereich (vgl. u.a. Prenzel et al. 2013; PISA-Konsortium 2015; von Wensierski 2015), wurden zahlreiche Initiativen und Ansätze zur MINT-Nachwuchsförderung, u.a. an Hochschulen (z.B. Schülerlabore) entwickelt und etabliert.

Als Weiterentwicklung zu bisherigen Studien, die vor allem kurzzeitige Impulse von außerschulischen Lernorten mit Modellen der Psychologie (quantitative Studien) untersucht haben (vgl. u.a. Engeln 2004; Guderian 2007), werden im Kontext von ausgewählten Theorien der Sozialisations- und Genderforschung (vgl. u.a. Bordieu 1992; Engler 2004; Grundmann 1999; Hurrelmann 1983) folgende Forschungsfragen bearbeitet:

Zentrale Forschungsfrage:
Wie verlaufen (Des-) Interessenentwicklungen für Naturwissenschaften und Technik bei Mädchen und jungen Frauen?

Weiterführende Fragestellungen:
1. Wie fördern oder hemmen verschiedene Sozialisationsinstanzen und -kontexte die naturwissenschaftlich-technische Interessenentwicklung?
2. Wie artikulieren sich naturwissenschaftlich-technische (Des-) Interessen?
3. Welche Rolle spielt die eigene Geschlechtsidentität bei der (Des-) Interessenentwicklung sowie bei der Studien- und Berufsorientierung?

In einer qualitativ angelegten empirischen Studie werden themenzentrierte Leitfaden-Interviews (ergänzt durch einen Kurzfragebogen zur Erfassung der soziodemographischen Daten) durchgeführt und in Anlehnung an die dokumentarische Interpretation ausgewertet.

Dabei werden die Prozesse der (Des-) Interessenentwicklungen sowie der Studien- und Berufsorientierung im Verlauf der Biographie rekonstruiert.
Die bisherigen Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass individuelle Interessenentwicklungen durch vielfältige Impulse geprägt werden.

Neben der Förderung durch verschiedene Sozialisationsinstanzen und -kontexte (z.B. positive Rollenvorbilder im sozialen Umfeld und alltagsorientierter Schulunterricht) scheinen außerschulische Lernorte nur dann das Potenzial zu besitzen, positive Schlüsselerlebnisse zu generieren und Interessen zu fördern, sofern diese mehrmalig besucht und mit anderen Sozialisationsinstanzen und -kontexten positiv verknüpft werden.

Als besonders bedeutsam für die Interessenentwicklung lässt sich die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsidentität und dem individuellen Rollenverständnis erkennen, da das 'klassische' Bild von Naturwissenschaften und Technik nach wie vor vorrangig männlich geprägt ist.

Die generierten Gesamtergebnisse werden für einen theoretisches Modell zur Erklärung von Interessenentwicklungen sowie Studien- und Berufsorientierungen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich genutzt

Entwicklung eines theoretischen Modells zur Erklärung von Interessenentwicklungen sowie zur Studien-/Berufsorientierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich vor dem Hintergrund von Sozialisationsinstanzen und -kontexten als Weiterentwicklung zu bestehenden Erklärungsmodellen.

Interdisziplinäres Modell zur Erklärung von Interessenentwicklungen sowie zur Studien- und Berufsorientierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich.

Handlungsempfehlungen und Ansätze zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Dazu gehören u.a. Angebote zur Studien- und Berufsorientierung.

Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung.



Torsten Linke | SMK

"Sexuelle Bildung in der Kinder- und Jugendhilfe"

Betreuer*in an der HoMe: Prof. Dr. Heinz Jürgen Voß

Zuständiger Fachbereich an der HoMe: SMK

Kooperierende Hochschule: Universität Kassel

Betreuer*in der kooperierenden Hochschule: Jun. Prof. Dr. Alexandra Retkowski

Promotionsbeginn: 01.04.2015

 

Die Dissertation befasst sich mit den Angeboten zur sexuellen Bildung im Rahmen der Kinder und Jugendhilfe. Sie werden zielgruppenspezifisch für mögliche Adressat_innen sexueller Bildung untersucht. Ausgangspunkt sind die aktuelle Studie zur Jugendsexualität der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (vgl. BZgA 2010) und die PARTNER 4 Studie zur Sexualität ostdeutscher Jugendlicher (vgl. Weller 2013). In beiden Erhebungen wurden für Jugendliche, differenziert nach Bildungseinrichtung und Migrationshintergrund, zum Teil erhebliche Unterschiede zur jeweiligen Gesamtpopulation gezeigt. Bildungsbenachteiligte Jugendliche zeigen gegenüber bildungsbegünstigten Jugendlichen ein deutlich anderes Sexualverhalten. Beispielsweise haben Mädchen, die eine Haupt- oder Sonderschule besuchen, in allen untersuchten Jahrgängen deutlich mehr sexuelle Erfahrungen als Gymnasiastinnen; zugleich verhüten sie beim ‚ersten Mal‘ nur halb so häufig wie Gymnasiastinnen (vgl. BZgA 2010: 110, 149). Ich möchte untersuchen, wie sexuelle Bildung im Rahmen der Angebote der Kinder- und Jugendhilfe gestaltet werden kann. Es ist daher notwendig, die in den quantitativen Studien zu Jugendsexualität erhobenen Daten durch eine qualitative Untersuchung zu ergänzen, um die Lebenswirklichkeit und die gewünschten Themen sexueller Bildung gemeinsam mit den Jugendlichen zu erheben. Dadurch können die bereits vorhandenen Befunde ergänzt und die wissenschaftlichen Leerstellen in diesem Bereich angegangen werden. Aufbauend auf die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung werden Grundlagen für Angebote sexueller Bildung entwickelt. Nur durch die stärkere Einbeziehung der Adressat_innen und ihrer Interessen ist eine sexuelle Bildung möglich, die diese erreicht und ihren Bedürfnissen gerecht werden kann (vgl. dazu Sielert 2014; Voß 2014; Yılmaz-Günay 2009). Durch das Angebot von Workshops an die Jugendlichen im Vorfeld der Interviews soll die Partizipation im Forschungsprozess erhöht werden.      

Die Auseinandersetzung mit Sexueller Bildung ist eine Leerstelle in Praxis und Wissenschaft der Sozialen Arbeit.

Zugänge zu Jugendlichen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit/-hilfe im Bereich der sexuellen Bildung.

Qualitativ, Datenerhebung durch Interviews

Für mich sind hier zur Zeit sehr gute Bedingungen und eine Betreuung gegeben.



Sergei Wittchen | INW

"Lackoptimierung: Vom Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Lack und Umgebungsmedien zu einem besseren Lacksystem"

Betreuer*in an der HoMe: Prof. Dr. Valentin Cepus

Zuständiger Fachbereich an der HoMe: INW

Kooperierende Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Promotionsbeginn: 01.09.2015

 

Aufgrund der vielfältig einstellbaren Verknüpfungsmöglichkeiten in der Polyurethan-Chemie sind die Wechselwirkungsmechanismen zwischen Lacken, Polymersubstraten und Medienflüssigkeiten komplex und nicht-trivial. Durch eine Kombination physikalischer und chemischer Untersuchungsverfahren sollen allgemeingültige Modelle in Abhängigkeit der Lackchemie ermittelt werden. Bei den Lackparametern interessieren dabei vor allem Vernetzungsgrad, Diffusionskoeffizienten und Quellungsgrade, sowie die Haftung des Lackes an dem thermoplastischen Substrat.

    

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