Die Geschichte der Luftbefeuchtung und ihre Bedeutung für die gegenwärtige Corona-Debatte

Kategorie: Weiterbildung , Seminare und Vorträge , Seniorenkolleg | Art: Öffentliche Veranstaltung
15:00 bis 16:30 Uhr
  
Hörsaal 8, Hörsaalgebäude (Hö)

Leonardo da Vinci erkannte die Bedeutung von befeuchteter Raumluft für die Gesunderhaltung in den Ballungsräumen des Spätmittelalters. Er entwarf einen Luftbefeuchter und wusste um die Bedeutung der Wasserstrukturen für die Luftbefeuchtung. Hiervon ausgehend empfahl er Salzwasser für die Luftbefeuchtung, vermutlich um Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Im 17. Und 18. Jahrhundert wurden aus Prestigegründen große Fontänen gebaut. Der Nebeneffekt war eine Verbesserung der Luftqualität. Später kam mit dem Bau immer größerer Gebäude und dem Zwang zu immer mehr Energieeinsparung das Bedürfnis nach einer angemessenen Luftbefeuchtung hoch.

Ein Verzicht auf Luftbefeuchtung bedeutet im Winterhalbjahr trockene Luft. Trockene Luft ermöglicht Viren, sich mit Bakterien zusammen zu tun, was ihnen bei relativen Luftfeuchten über 45 % nur noch schwerlich gelingt. Umfangreiche Studien – beginnend in den 60er Jahren – belegen dies eindrucksvoll. Will man sich vor Viren-Attacken schützen, dann ist eine optimale relative Luftfeuchte – neben den üblichen Hygienemaßnahmen – das Mittel der Wahl.

Dozent: Dr. Jürgen Koppe (MOL Katalysatortechnik GmbH)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung zum Vortrag ist nicht erforderlich. 

Kontakt

Kontaktperson
Anja Bergner
Projektmitarbeiterin
Raum: Ga/0/06
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