Die Mauer und Berlin: Diskussion zum Buch „Westberlin – ein sexuelles Porträt“

Kategorie: Weiterbildung , Seminare und Vorträge , Kommunikation / Soziale Kompetenzen | Art: Web-Seminar
17:30 bis 19:00 Uhr
  
Online (Zoom)

Anlässlich von 60 Jahre Mauerbau diskutieren wir über die Sondersituation von Westberlin aus sexueller und geschlechtlicher Perspektive.

Grenzen teilen, Mauern spalten. Das wird aktuell mit dem Stacheldraht Litauens gegen Geflüchtete und allgemein der blutigen Abschottungspolitik der Europäischen Union deutlich. Frontex, wie auch der Mauerbau Trumps an der Grenze zu Mexiko, stehen für eines der dunkelsten Kapitel internationaler Teilung, verbunden mit vielen Toten. Wie Mauern, Stacheldraht und Selbstschussanlagen wirken, wurde an der innerdeutschen Grenze deutlich. Und eigentlich sollte internationale Politik gelernt haben!

Immerhin entstand durch die deutsche Teilung mit Westberlin ein Sonderterritorium, in dem sich kaum ein kapitalistisches Unternehmen zu investieren traute und das mit staatlichen Beihilfen attraktiv gehalten wurde. Der neue Sammelband „Westberlin – ein sexuelles Porträt“ ( https://www.psychosozial-verlag.de/3108 ), der von der Merseburger Sexualwissenschaftler*in Heinz-Jürgen Voß herausgegeben wurde, wendet sich der besonderen Situation in Westberlin aus sexueller und geschlechtlicher Perspektive zu. Im Klappentext des Buches heißt es:

„In Westberlin war immer mehr möglich – gerade in Sachen Geschlecht und Sexualität. Auch Sperrstunden und Sperrbezirke, wie in der BRD üblich, gab es hier nicht. Die interkulturell offene Stadt hatte nicht nur für Dienstreisende einen besonderen Reiz, sie war auch geprägt von alliierten Soldat*innen und von Gastarbeiter*innen. Junge Männer, die vor der Bundeswehr flohen, suchten hier Zuflucht – genau wie Menschen, die eine ausgemergelte Großstadt mit einer alternativen Kultur wollten. Die Autor*innen eröffnen Einblicke in den Charakter dieser besonderen Stadt, wobei sie auf das Geschlechtliche und Sexuelle fokussieren. Texte und künstlerische Arbeiten fügen sich zu einem Gesamtbild, in dem individuelle Lebensentscheidungen ebenso Raum finden wie trans*, lesbischer und schwuler Aktivismus.“

Zum Band beigetragen haben zahlreiche renommierte Persönlichkeiten. Am 13. August mit dabei sind Gérôme Castell, Manuela Kay, Nora Eckert, Egmont Fassbinder, Dieter Telge und Cihangir Gümüştürkmen. Sie diskutieren mit dem Herausgeber des Bandes, Heinz-Jürgen Voß, und dem interessierten Publikum ihre Perspektiven auf Westberlin aus sexueller und geschlechtlicher Perspektive.

 

Termin:  13.08.2021, 17:30 – 19:00 Uhr  

Ort:  Online über Zoom - Der Zugangslink wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung

Kontakt

Kontaktperson
Anja Bergner
Projektmitarbeiterin
Raum: Ga/0/06
Nach oben