Fortbildungskurs zu Sexualität und sexueller Bildung für Lehr- und Fachkräfte im Bereich der Behindertenhilfe

Kategorie: Weiterbildung , Seminare und Vorträge , Kommunikation / Soziale Kompetenzen | Art: Workshop / Seminar
00:00 Uhr
  
Hochschule Merseburg

Fortbildungskurs zu Sexualität und sexueller Bildung für Lehr- und Fachkräfte im Bereich der Behindertenhilfe sowie für Eltern und Betreuer*innen

Das zweiteilige Fortbildungsangebot orientiert sich am TRASE-Trainingskurs und besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Modulen rund um die Themen Sexualität und sexuelle Bildung für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Im Kurs werden sowohl Basiskenntnisse als auch spezifisches Fachwissen und rechtliche Hintergründe zu Sexualität/sexueller Entwicklung und sexueller Selbstbestimmung vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die sexualpädagogische Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen und bekommen Methoden und Materialien an die Hand, um kulturelle, nationale und institutionelle Hintergründe sowie die individuellen Bedürfnisse von Klient*innen in ihre Arbeit mit einbeziehen zu können.

Durch die aktive Auseinandersetzung mit Themen der sexuellen Bildung und sexuellen Selbstbestimmung werden notwendige Reflexions- und Handlungskompetenzen für die eigene sexualpädagogische Arbeit sowie für die Arbeit im Bereich Prävention sexualisierter Gewalt vermittelt.

Inhalte:

Teil 1 - Grundlagenkurs: Sexualität und sexuelle Bildung

  • Kennenlernen, Einstieg
  • Selbstreflexion, Entwicklung eines eigenen Zugangs zum Themenbereich
  • Grundlagen zu Sexualität und sexueller Entwicklung mit Exkurs zu biologischen und medizinischen Grundlagen von Sexualität
  • Sexualität und sexuelle Bildung in verschiedenen Kontexten
  • Vorstellung und Erprobung sexualpädagogischer Methoden und Materialien (auch in leichter Sprache)

Teil 2 - Aufbaukurs: Sexualität, sexuelle Bildung und sexuelle Selbstbestimmung bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen

  • Sexuelle Entwicklung und sexuelle Bildung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen unter Berücksichtigung individueller Ressourcen
  • Sexuelle und reproduktive Rechte, sexuelle Selbstbestimmung
  • Prävention sexualisierter Gewalt in pädagogisch-therapeutischen Kontexten
  • Vorstellung und Erprobung sexualpädagogischer Methoden und Materialien (auch in leichter Sprache)
  • Reflexion, Feedback

Dozent*innen:

  • Lena Lache (M.A. Angewandte Sexualwissenschaft; Dipl. Heilpädagogin, Universität Leipzig)
  • Dr.in Sabine Wienholz (Sozial - /Sexualwissenschaftlerin, Universität Leipzig)
  • Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Professur für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung, Hochschule Merseburg)

Dauer: Der Kurs umfasst 2 x 2 Blockveranstaltungen (donnerstags und freitags ganztägig) und ist auch als individuelles Inhouse-Seminar buchbar.

Termine:  26.-27.03.2020 (erster Termin) , der zweite Termin wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 durchgeführt und noch bekannt gegeben.

Teilnehmende: max. 20 Teilnehmer*innen

Entgelt:  660,-€ pro Person

Bildungsurlaub: Diese Weiterbildung ist für Bildungsurlaub in Sachsen-Anhalt anerkannt (Aktenzeichen 207-53502-2019-260).

Wir bitten Interessierte um Anmeldung bis spätestens 29. Februar 2020

 

Weitere Informationen:

TRASE- Training in Sexual Education for People with Disabilities - ist ein Projekt im Bereich der sexuellen Bildung, das darauf abzielt, Menschen mit Beeinträchtigungen den Zugang zu sexueller Bildung zu ermöglichen und dadurch die Wahrung ihrer sexuellen Menschenrechte, wie selbstbestimmte Familienplanung, Zugang zu Gesundheitssystemen und reproduktive Gesundheit (vgl. UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen / § 23, 25) sicherzustellen und deren sexuelle Selbstbestimmung zu stärken. Das von Erasmus+ geförderte interdisziplinäre und internationale Projekt baut auf der Expertise sieben unterschiedlicher Einrichtungen aus Deutschland, Luxemburg, Österreich, Großbritannien, Portugal, Belgien und Litauen auf.

Im Rahmen des TRASE-Projektes wurde dieser vielfältige Trainingskurs für Fachkräfte, Eltern und Betreuer*innen entwickelt, um sie in der sexualpädagogischen Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu schulen und ihnen Methoden an die Hand zu geben, um auch kulturelle, nationale und institutionelle Hintergründe sowie die individuellen Bedürfnisse ihrer Klient*innen in ihre Arbeit mit einbeziehen zu können. Hierfür wurden ergänzend und in Zusammenarbeit mit Expert*innen und spezialisierten Institutionen sowie mit Menschen mit Beeinträchtigungen spezifische Tools und Materialien entwickelt, welche im Kurs vorgestellt werden.

Diese Weiterbildung ist auf Anfrage auch als Inhouse-Schulung buchbar.

Anmeldung

Kontakt

Kontaktperson
Anja Bergner
Projektmitarbeiterin
Raum: Ga/0/06
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