Fachtag TIN Medizin 22.11.21

Tagungen
Wissenstransfer - Erfahrungsaustausch - Diskussion

Online-Fachtag Geschlechtersensible und leitliniengerechte medizinische Versorgung und Pflege von trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Personen

Während binäre Transgeschlechtlichkeit und Intergeschlechtlichkeit in vielen Bereichen des Gesundheitssystems, trotz aktueller Veränderungen, oft noch immer als krankhaft betrachtet werden, wird geschlechtliche Nicht-Binarität meist gar nicht wahrgenommen. Allen drei Ausprägungen des Geschlechtlichen ist gemein, dass ihre geschlechtliche Selbstbestimmung im medizinischen und pflegerischen Setting keine oder kaum Aufmerksamkeit erfährt. Teils finden erhebliche Eingriffe in die physische oder/und psychische Integrität der trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Menschen – im Folgenden kurz TIN – statt.

Der Fachtag Geschlechtersensible und leitliniengerechte medizinische Versorgung und Pflege von trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Personen zeigt Wege auf, die Bedarfe dieser Zielgruppen im gesundheitlichen Kontext besser wahrzunehmen. Er liefert darüber hinaus Anregungen für die Fortentwicklung von Curricula der Aus-, Fort- und Weiterbildung für eine dem aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Sachstand entsprechende Thematisierung von Trans- und Intergeschlechtlichkeit sowie Non-Binarität.

Eingeladen sind sehr herzlich alle Fachkräfte aus dem gesundheitlichen Bereich (u.a. Hebammen/Geburtshelfende, Ärzt_innen, Psycholog_innen, Pfleger_innen, Krankenhausverwaltung, Berufsverbände, Gesundheitsämter); Studierende und Auszubildende aus den entsprechenden Berufen; Entscheidungsträger_innen in Universitäten, (Fach-)Hochschulen, Fachschulen, der Fort- und Weiterbildungseinrichtungen sowie aus der Politik – den Sozial-, Kultus- und Gesundheitsministerien.

Der Fachtag wird von der Hochschule Merseburg veranstaltet und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

Programm*:

13:30 Uhr Go-together

13:45 Uhr Erklärung technischer Details

14:00 Uhr Begrüßung durch Alexandra Schiltz, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

14:05 Uhr Vorstellung der Ergebnisse der CuFoTi-Studie, Fokus: Verankerung der Themen Trans- und Intergeschlechtlichkeit in den Bildungslehrplänen und Curricula von Ausbildungs- und Studiengängen ausgewählter Gesundheitsberufe (Heinz-Jürgen Voß, Hochschule Merseburg)

14:15 Uhr Zur Differenzierung zwischen Trans- und Intergeschlechtlichkeit sowie Non-Binarität (Erik Schneider, Trans-Kinder-Netz e.V.)

14:25 Uhr Intergeschlechtlichkeit/Variationen der Geschlechtsmerkmale: Biologische Grundlagen, Lebenswirklichkeiten, Bedürfnisse (Olaf Hiort, Pädiater, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitatsklinikum Schlewig-Holstein, Campus Lübeck)

14:50 Uhr Binäre Transgeschlechtlichkeit und geschlechtlicher Non-Binarität: Psychosoziale Grundlagen und Realitäten, Bedürfnisse (Birgit Möller, Diplom-Psychologin, Klinische Psychologie in der sozialen Arbeit, Hochschule Münster)

15:20 Uhr Fragemöglichkeit

15:30 Uhr Pause

16:00 Uhr  Workshop-Phase: parallele praxisnah ausgerichtete Workshops --> Eine Übersicht und Informationen zu den Workshops finden Sie unten.

17:10 Uhr Vorstellung der Ergebnissicherung aus allen Workshops in digitalen Pads

17:30 Uhr Markt der Möglichkeiten und informeller Austausch

*Änderungen/Ergänzungen vorbehalten

 

ZIELGRUPPE: Fachkräfte aus dem gesundheitlichen Bereich; Studierende und Auszubildende aus den entsprechenden Berufen; Entscheidungsträger_innen in Universitäten, (Fach-)Hochschulen, Fachschulen, der Fort- und Weiterbildungseinrichtungen sowie aus der Politik – den Sozial-, Kultus- und Gesundheitsministerien

TERMIN: 22.11.2021, 14:00-19:00 Uhr

ORT: Digital (Zoom) - Zugangsdaten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

ENTGELT: Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos.

FORTBILDUNGSPUNKTE: Der Fachtag wurde von der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt mit 5 Punkten als Fortbildung anerkannt.

 

ANMELDUNG

Bitte melden Sie sich per E-Mail an: weiterbildung@hs-merseburg.de oder nutzen Sie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung (siehe Link zum Kontaktformular auf der rechten Seite)

Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren vollständigen Namen, Institution/Funktion und die Nummer des Workshops an, an dem Sie teilnehmen möchten. Geben Sie zu den folgenden Workshops bitte Ihren Erst- und Zweitwunsch an.

Informieren Sie uns bitte auch, ob Sie sich am "Markt der Möglichkeiten" beteiligen möchten.

 

Workshops

In diesem Workshop soll es um die Frage gehen, wie die Inhalte der AWMF-Leitlinie „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ in die Praxis umgesetzt werden können. Wir werden uns darüber austauschen, wie eine leitliniengerechte Beratung aussehen kann, welche Aspekte in Bezug auf eine angemessene Diagnostik zu beachten sind und welche Fragen im Zusammenhang mit Hormonersatztherapien diskutiert werden müssen. Auch werden aktuelle Themen im Zusammenhang mit Operationen an äußeren und inneren Genitalien sowie Gonadektomien angesprochen.

Workshopleitung:

Ulla Döhnert, Dr. med., ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Zusatzbezeichnung Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie. Sie arbeitet seit 2008 mit einem Schwerpunkt in der interdisziplinären Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung (DSD) und promovierte zu „Charakteristika von Hormonprofilen bei Adoleszenten und Erwachsenen mit kompletter Androgenresistenz”. Ferner war sie u.a. am Projekt „Euro-DSD“ und an der Koordination der Bewerbung des europäischen Referenznetzwerkes für seltene endokrinologische Erkrankungen (Endo-ERN) beteiligt. Seit April 2020 koordiniert sie das BMG-geförderte Projekt “DSDCare” (Standardisierte Zentren-zentrierte Versorgung von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung über die Lebensspanne) unter Leitung des UKSH in Lübeck.

In diesem Workshop wollen wir uns darüber austauschen, wie die Geburt eines intergeschlechtlichen Kindes durch das Geburtsteam so begleitet werden kann, dass die Eltern sich über die Geburt ihres Kindes freuen, zuversichtlich in die Zukunft schauen und wissen, dass sie bei Fragen kompetente Antworten bekommen und in ihren Gefühlen wahrgenommen werden. Dies betrifft unter anderem die Bedarfe der Eltern in Bezug auf eine wertschätzende Sprache und den Umgang mit medizinischen Fragen sowie den psychologischen Unterstützungsbedarf der Eltern. Die Sichtweise der Eltern wird durch Ursula Rosen vertreten, die der psychologischen Berater*in durch Caroline Pull.

Workshopleitung:

Caroline Pull ist psychologische Psychotherapeutin mit den Schwerpunkten Familien (therapie) und Trauma.

Ursula Rosen (Intergeschlechtliche Menschen e.V./Eltern) ist Zweite Vorsitzende und Bildungsbeauftragte von Intergeschlechtliche Menschen e.V., freiberufliche Referentin für geschlechtliche Vielfalt und Autorin von pädagogischer Literatur zum Thema Vielfalt. Als Gymnasiallehrerin i. R., als Mutter und als ausgebildete Peerberaterin für Eltern intergeschlechtlicher Kinder hat sie vielfältige Erfahrungen mit der Thematik Intergeschlechtlichkeit.

DSD-Care – DSD-Zentren – Erfahrungen mit multidisziplinären Teams (z.B. Lübecker Modell), Zusammenarbeit mit Kliniken (Wie können die für Zentren erarbeiteten Standards auch auf die Fläche übertragen werden?)

Workshopleitung:

Olaf Hiort ist Professor für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität zu Lübeck und am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Er hat zunächst Volkswirtschaft und dann Medizin an der Universität Hamburg und an der Tufts Universität in Boston, USA studiert. Seine Ausbildung in Kinder- und Jugendmedizin mit den Subspezialitäten Neonatologie, Kinderendokrinologie und -diabetologie, sowie spezielle Labormedizin hat er in Lübeck absolviert. Er habilitierte 1999 und wurde 2001 zum Professor an der Universität zu Lübeck ernannt, wo er zurzeit die Sektion für Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie leitet. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und Versorgung seltener endokriner Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters, speziell der Geschlechtsentwicklung und des Kalzium- und Knochenstoffwechsels.  Er hat mehrere europäische Konsortialprojekte geleitet, unter anderem EuroDSD und DSDnet, die unter dem 7. Rahmenprogramm und Horizon 2020 der EU gefördert wurden. Zurzeit leitet er das Versorgungsforschungsprojekt DSDCare, das die Zentren-zentrierte und leitliniengerechte Versorgung von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung in Deutschland strukturieren soll.

Louise Marshall

In diesem Workshop soll auf der Basis des neuen „Gesetzes zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung“ eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Herausforderungen, Bedürfnisse und Lebensrealitäten intergeschlechtlicher Kinder erfolgen. Gemeinsam sollen Strategien und bereits praktizierte Lösungsansätze im Umgang mit dem kindlichen Selbstbestimmungsrecht gesammelt werden. Diskutiert werden sollen mit dem Plenum u.a. Fragen der Beweislastumkehr im Behandlungsvertrag, der Haftung sowie strafrechtlicher Konsequenzen.
Hierauf basierend können Vorschläge für künftige Curricula entwickelt werden.


Workshopleitung:
Simone Emmert, Dr., LL.M.Eur. ist seit Oktober 2021 Professorin für Familienrecht und Kinder- und Jugendhilferecht an der Technischen Hochschule Georg-Simon-Ohm in Nürnberg. Zuvor hatte sie eine Juniorprofessur für Recht in der Sozialen Arbeit an der Theologischen Hochschule Friedensau sowie eine Vertretungsprofessur für Recht in der Sozialen Arbeit an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie hat zu Intergeschlechtlichkeit in Deutschland und Kanada/Québec im Fachbereich Politikwissenschaft an der Uni Marburg promoviert. Sie ist Anti-Bias-Trainerin und hat bis zur Verbeamtung als Rechtsanwältin gearbeitet. Aktuell forscht sie zu LGBTQI*-Rechten, Kinderrechten, Diversität, pluralen Lebensformen und häuslicher Gewalt. Ihre Arbeitssprachen sind neben Deutsch, Französisch und Englisch.

Probleme der Transformation der Kinder- und Jugend- zur Erwachsenenmedizin bei trans*, inter* und nichtbinären Personen.

Heranwachsende trans*, inter*, nichtbinäre Personen werden in der Versorgung nur zögerlich bei ihren Anliegen unterstützt, es wird häufig pauschal eine mangelnde Einwilligungsfähigkeit postuliert, es werden keine Anstrengungen unternommen, eine individuelle Einwilligungsfähigkeit zu stärken. Selbst in "Kompetenz"-Zentren und Spezialambulanzen gibt es keine nachhaltigen Konzepte für einen Übergang in den Bereich der Erwachsenenversorgung. Unreflektierte Unwilligkeit und Kontrollbedürfnisse scheinen versorger_innenseitig prägend zu sein. Gemeinsam wollen wir in dem Workshop die aktuellen Versorgungserfahrungen zusammentragen und Vorschläge für eine zukünftige gelingende Versorgung formulieren.

Workshopleitung:  

Mari Günther ist systemische Therapeutin, war langjährig tätig in der Trans*beratung, ist Fachreferentin im Bundesverband Trans*, Mitautorin der S3 Leitlinie „Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans*-Gesundheit: Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung“.

Charlotte Wunn engagiert sich bei Intergeschlechtliche Menschen e.V. dafür, dass intergeschlechtliche Menschen in Deutschland soziale und rechtliche Anerkennung erfahren. Charlotte gibt Workshops zu verschiedenen Themen und arbeitet in einer Beratungsstelle.

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Dieser Workshop beinhaltet einen Dialog über die Menschenrechte und Bedürfnisse von TIN-Menschen in medizinischen Einrichtungen. Hierzu gehören Institutionen der Krankenpflege und Gesundheitsdienstleistungen genauso wie Einrichtungen der (Alten-) Pflege etc. Wie sollten inklusiv gestaltete Maßnahmen und Prozesse im Gesundheitsbereich und in der Pflege gestaltet sein, um in geeigneter Weise und angemessen auf die Wünsche, Rechte und Bedarfe von TIN-Menschen einzugehen? Diskutiert werden könnten beispielsweise formale Vorgaben (z.B. Anmeldebögen), persönliche Ansprache (z.B. gendersensible Sprache) oder konkrete Maßnahmen (wie die Zimmerwahl). Daraus sollen nach Möglichkeit auch Konsequenzen für die Curricula von Ausbildungs- und Studiengängen abgeleitet werden.

Materialien: Ich empfehle die Materialien des Deutschen Instituts für Menschenrechte; siehe: www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/sexuelle-orientierung-und-geschlechtsidentitaet und der Europäischen Grundrechteagentur (FRA – Fundamental Rights Agency): https://fra.europa.eu/en/themes/sex-sexual-orientation-and-gender

Workshopleitung: 

Prof. Dr. Claudia Lohrenscheit ist seit 2012 Prof.in für Internationale Soziale Arbeit und Menschenrechte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg. Als Erziehungswissenschaftlerin und interkulturelle Pädagogin lehrt und forscht sie zu Themen wie Menschenrechtsbildung, Diskriminierungsschutz, Inklusion, Kinderrechte, sexuelle Selbstbestimmungsrechte, Gender- und Frauenrechte. Von 2003-2012 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Menschenrechte und leitete dort die Abteilung Menschenrechtsbildung.

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Durch eine Hormonbehandlung können die als extrem belastend empfundenen pubertären Veränderungen bei Trans*Jugendlichen aufgehalten werden und es kommt nicht zu irreversiblen Veränderungen, wie z.B. Stimmbruch oder Brustentwicklung. Der Einsatz geschlechtsangleichender Hormone (mit Estrogenen bzw. Testosteron) führt dazu, dass Trans*Jugendlichen ihren Körper als stimmiger erleben. Die psychosozialen und ethischen Aspekte dieser schwierigen Entscheidungen müssen stets berücksichtigt werden.

Workshopleitung:

Dr. med. Achim Wüsthof ist pädiatrischer Endokrinologe und Diabetologe, von 1994 bis 2005 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig und seit 2005 am Endokrinologikum in Hamburg. Er betreut Kinder und Jugendliche mit Hormonstörungen und insbesondere Trans*Jugendliche, die er endokrinologisch begleitet.

Bei dem Workshop geht es um Diagnostik, Beratung und Behandlung von Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie in den Leitlinien für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsen sowie Spannungsfelder der Anwendungspraxis.

Workshopleitung:

Birgit Möller ist Professorin für Klinische Psychologie in der Sozialen Arbeit an der FH Münster.

Der Workshop befasst sich mit den Hürden und Problemen, die 'Trans Kinder' und deren Sorgeberechtigte im Zusammenhang mit medizinischen Einrichtungen und bei der medizinischen und psychosozialen Versorgung durch Behandelnde häufig erleben. Häufig besteht die erste Hürde darin, zum Thema erfahrene Behandelnde überhaupt zu identifizieren - oder auch zu erkennen, dass manche Behandelnde zwar bemüht, aber unerfahren sind und in der Folge nicht immer gangbare Wege und Behandlungen anbieten (können). Im Workshop werden neben praktischen Erfahrungen und Einblicken gemeinsam Empfehlungen und Strategien erarbeitet, wie ein geeignetes Behandlungssetting entwickelt werden kann. Beleuchtet wird auch, welche Ableitungen für Curricula von Ausbildungs- und Studiengängen sich daraus ergeben.

Workshopleitung:

Bernhard Breuer ist Dipl.-Psych., Psychotherapeut, Bonn. Schwerpunkt der psychotherapeutischen Arbeit ist die Psychotherapie mit Klient_innen mit Geschlechtsinkongruenz/ -dysphorie/ Transsexualität/ Geschlechtsidentitätsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Zudem ist er Mitglied der Arbeitsgruppe 'Geschlechtsinkongruenz NRW', der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DgfS) sowie im Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Als Sachverständiger nach Transsexuellengesetz (TSG) seit vielen Jahren Begutachtungen, auch von Kindern/ Jugendlichen.

Josephin Maltzahn ist Erzieherin und Mutter einer inzwischen 14-jährigen Tochter Nori, die sie zunächst für einen Jungen gehalten hat. Diesen Irrtum hat Nori bereits in den ersten drei Lebensjahren aufgeklärt. Um Austausch mit anderen Eltern zu erhalten und zu fördern, hat Josephin Maltzahn mit anderen den Verein Trans-Kinder-Netz e.V. gegründet. Daher kennt sie unterschiedliche Perspektiven zur Situation von trans Kindern und ihren Familien wie auch die Situation pädagogischer Fachkräfte.

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Einfluss juristischer Aspekte auf die Gesundheit von trans* Personen - Sozialgesetzbuch, Konversionstherapien, Transsexuellengesetz, „Dritte Option“, Grundgesetz, Umgang mit Polizei, Gericht, Staatsanwaltschaften. Sie alle können eine Vielzahl an Konfliktsituationen bedeuten, die sich auf das Wohlbefinden von trans* Personen auswirken können.

Workshopleitung:

Julia Monro ist Menschenrechtsaktivistin, Referentin und trans Beraterin. Sie war Vorstand im Bundesverband Trans* und unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität in der Öffentlichkeitsarbeit. Beim Gesetz zur sogenannten „Dritten Option“ hat sie mehr als 100 Verfahren begleitet, ist an unterschiedlichen Gesetzgebungsverfahren beteiligt und bietet trans* Personen u.a. auch Unterstützung bei behördlichen Vorgängen.

Petra Weitzel ist verantwortlich für Fortbildung in Unternehmen, Hochschulen und die Trans*beratendenausbildung. Sie ist 1.Vorsitzende der dgti und Trägerin des Verdienstordens des Landes RLP.

Anmeldung und Kontakt

Kontaktperson
Anja Bergner
Projektmitarbeiterin
Raum: Ga/0/06
Telefon: +49 3461 46-2700

Fortbildungspunkte

Der Fachtag wurde von der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt mit 5 Punkten als Fortbildung anerkannt.

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