Fachtagung 07.12.2021

Tagungen
Wissenstransfer - Erfahrungsaustausch - Diskussion

Bundesweite Online-Fachtagung: Vielfalt säen - Akzeptanz ernten!

Kinder wachsen in einer Gesellschaft auf, die auch heute noch stark von klaren und vor allem binären Geschlechtervorstellungen durchzogen ist. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus und unsere Gesellschaft ist deutlich vielfältiger als es uns beispielsweise Medien suggerieren. Viele Kinder werden direkt nach der Geburt in ein rosa oder blaues „Korsett“ geschnürt, welches ihnen die Luft nimmt, ihre geschlechtliche Identität, frei von Stereotypen, selbstbestimmt zu entdecken. Damit dies doch gelingt, stehen Fachkräfte vor der Herausforderung, geschlechtliche Vielfalt (an)zu(er)kennen, sich festigende und bereits existierende Geschlechtervorstellungen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen zu hinterfragen und die geschlechtliche Identitätsfindung eines*einer jeden zu unterstützen.

Genau hier möchten wir mit dieser Veranstaltung ansetzen.

Ziel der Fachtagung ist es, geschlechtervielfaltsbewusste Impulse für die pädagogische und soziale Arbeit, in den unterschiedlichen Alterskategorien der Kinder- und Jugendhilfe und Schule zu geben.

Neben theoretischen Impulsen zu geschlechtlicher Vielfalt am Vormittag, besticht die Veranstaltung durch praxisnahe Workshops am Nachmittag.

Eingeladen sind sehr herzlich alle Fachkräfte im pädagogischen und sozialarbeiterischen Kontext, Lehrende, Studierende, Auszubildende und interessierte Menschen.

Melden Sie sich gerne für die ganze Fachtagung an oder besuchen Sie einzelne Veranstaltungen.

Die Fachtagung wird ausgerichtet vom Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V., im Rahmen des Projektes Medienkoffer „Geschlechtervielfalt in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, in Grundschulen und Horten“, gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hochschule Merseburg und der Akademie Waldschlösschen im Rahmen des „Kompetenznetzwerks zum Abbau von Homosexuellen- und Trans*feindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des BMFSFJ statt.

Die Fachtagung wird unterstützt durch das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt.

 

Programm*:

9:15 Uhr  Go-together

9:30 Uhr  Begrüßung durch Moderation & Erklärung technischer Details

9:45 Uhr  Begrüßung durch den Kinder- und Jugendbeauftragten des Landes Sachsen-Anhalt Holger Paech

10:00 Uhr  Vorstellung des Projektes Medienkoffer „Geschlechtervielfalt in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, in Grundschulen und Horten“ (Judith Linde-Kleiner)

10:30 Uhr  Grundlagen der Geschlechtlichen Vielfalt (Daria Kinga Majewski/TIAM e.V.)

In dem 20-minütigen Input werden die Grundlagen der geschlechtlichen Vielfalt erläutert, Begriffe erklärt und geschärft sowie ein Einblick in die aktuellen Debatten der geschlechtlichen Vielfalt gegeben.

11:00 Uhr  Geschlecht – aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen (Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß/Hochschule Merseburg)

11:30 Uhr  Geschlechtervielfaltsbewusste Pädagogik realisieren: Das professionelle Selbstverständnis von pädagogischen Fachkräften im Fokus (Prof.in Dr.in Melanie Kubandt/Universität Vechta)

Die Verwirklichung einer geschlechtervielfaltsbewussten Pädagogik hängt unter anderem deutlich vom professionellen Selbstverständnis, der Selbstreflexion und der professionellen Haltung von Pädagog*innen ab. Am Beispiel der Institution der Kindertageseinrichtung und mit Fokus auf pädagogische Fachkräfte wird im Vortrag zunächst für blinde Flecke und Fallstricke sensibilisiert, aber es werden auch Potenziale und Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Auseinandersetzung mit der professionellen Haltung von Pädagog*innen zu einer gelebten geschlechtervielfaltsbewussten Pädagogik beitragen kann.

12:00 Uhr Pause & Spazierengehen im „Markt der Möglichkeiten“

13:00 Uhr  Workshop-Phase 1 (siehe unten)

14:00 Uhr  kurze Pause

14:15 Uhr  Workshop-Phase 2 (siehe unten)

15:15 Uhr  Literarischer Ausklang

*Änderungen/Ergänzungen vorbehalten

Anmeldung und Kontakt

Kontaktperson
Anja Bergner
Projektmitarbeiterin
Raum: Ga/0/06
Telefon: +49 3461 46-2700

 

ZIELGRUPPE: Fachkräfte im pädagogischen und sozialarbeiterischen Kontext; Studierende und Auszubildende; Lehrkräfte; Interessierte

TERMIN: 07.12.2021, 9:30 – 15:30 Uhr

ORT: Digital (Zoom) - Zugangsdaten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

ENTGELT: Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos.

 

ANMELDUNG

Bitte melden Sie sich per E-Mail an: weiterbildung@hs-merseburg.de oder nutzen Sie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung (siehe Link zum Kontaktformular auf der rechten Seite)

Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren vollständigen Namen, Institution/Funktion und je Workshop-Slot die Nummer des Workshops an, an dem Sie teilnehmen möchten. Geben Sie zu den Workshops bitte Ihren Erst- und Zweitwunsch an.

Informieren Sie uns bitte auch, wenn Sie etwas zum "Markt der Möglichkeiten" beitragen möchten.

 

Workshopübersicht Slot 1 (13.00-14.00 Uhr)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Wir alle kennen die Aussage: „Puppen sind für Mädchen und Autos für Jungen“. Und vielleicht denken Sie, dass dies längst überholte Geschlechterklischees sind. Doch da muss ich Sie leider enttäuschen, den noch immer dominieren solche Bilder unter anderem Werbung und Medien. Dadurch bleibt kaum Raum für Lebenswirklichkeiten jenseits von „typischen“ Mädchen und Jungen oder der tradierten Familie. Dem wollen wir mit unseren Medienkoffern zu Geschlechterrollen, Geschlechtervielfalt und Familienvielfalt, die wir kostenfrei an Einrichtungen in Sachsen-Anhalt verleihen, entgegenwirken. In diesem Workshop stellen wir Ihnen Materialien und Methoden aus unserem Koffer, für die praktische Arbeit in Kindertageseinrichtungen vor, die die vorhandene geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft sichtbar machen und so der Entwicklung von Vorurteilen gegensteuern sollen.

Workshopleitung: Jonathan Franke (Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Ob Klemens die ,Männerwurst' für sich und seine Freunde reklamiert, Nasrin Lenya widerspricht und meint, dass Billy durchaus einen Schleier tragen kann oder Chris Wunsch, eine Mamakatze zu spielen auf Claudias Widerstand stößt - Kinder handeln in ihrem Alltag die Bedeutung von Geschlecht aus. Dabei geht es weniger darum, wer sich hier als Junge oder Mädchen versteht oder so gesehen wird als vielmehr darum, was daraus folgt. Wer darf, kann, soll womit (nicht) spielen? Wer gilt als mehr oder weniger kompetent oder stark? Neben den Kindern bringen aber auch die Fachkräfte ihre Vorstellungen zum Umgang mit Geschlechtszugehörigkeiten ein - in Bezug auf die Kinder und die Kolleg*innen - etwa dann, wenn die Frage aufkommt, welche Aufgaben männliche Kollegen (nicht) übernehmen können oder sollen. In diesem Workshop steigen wir in Kleingruppen oder gemeinsam (je nach Gruppengröße) in Szenen ein, die in fast jeder Kita vorkommen könnten und überlegen gemeinsam, mit welchen Aspekten von Geschlecht sie zu tun haben, ob geschlechtsbezogene Machtverhältnisse eine Rolle spielen und wie ein guter Umgang mit problematischen Situationen aussehen könnte.

Workshopleitung: Katrin Reimer-Gordinskaya (Kompetenzzentrum Frühe Bildung an der Hochschule Magdeburg-Stendal)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Kinder werden in ihrem sozialen Umfeld, in den Medien und in der Werbung früh mit einengenden Geschlechterklischees konfrontiert. Diese verfestigen sich im Lebensverlauf und können sich später auf die Berufs- und Studienwahl auswirken. Bereits im Grundschulalter nehmen geschlechtliche Zuschreibungen in Bezug auf Berufe deutlich zu, viele Berufe werden somit von Vornherein ausgeschlossen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Initiative Klischeefrei das Methodenset "Klischeefrei durch die Grundschule" entwickelt, das im gleichnamigen Workshop ausführlich vorgestellt wird. Die Teilnehmenden lernen die Angebote der Initiative Klischeefrei kennen und erproben ausgewählte Methoden im interaktiven Austausch.

Workshopleitung: Juliana Groß (Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. | Fachstelle der Initiative Klischeefrei)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Nach einem kurzen sachlichen Input zum Thema Variationen von Geschlecht werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie anhand von Kinderbüchern im Unterricht von Grundschulen und weiterführenden Schulen in allen Altersstufen und vielen Fächern geschlechtliche Vielfalt thematisiert werden kann. Zusätzlich werden wir uns darüber austauschen, wie im außerunterrichtlichen Bereich (Mediothek, Projekttage, AGs …) mit Kinderbüchern zum Thema geschlechtliche Vielfalt gearbeitet werden kann.

Die vorgestellten pädagogischen Materialien sind z.T. binnendifferenziert und daher auch für Kinder mit Unterstützungsbedarf geeignet.

Workshopleitung: Ursula Rosen (Intergeschlechtliche Menschen e.V.)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

In diesem Workshop stellen wir das SchLAu Projekt Hildesheim vor, welches eines von vielen Antidiskriminierungs- und Aufklärungsprojekten zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Niedersachsen wie auch Deutschlandweit in vielen anderen Bundesländern ist.

Zunächst werden wir die Arbeit von SchLAu vorstellen, deren Kernstück die Peer-to-Peer Arbeit ist, und anschließend einen kleinen methodischen Einblick in die Arbeit geben. Die SchLAu Projekte richten sich mit dem vom Bundesverband zusammengestellten SchLAu-Methodenkoffer an Schulen und sensibilisieren Schüler*innen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Hierbei ist der biografische Teil der Workshops besonders wertvoll, bei dem die Schüler*innen anonyme, auch persönliche Fragen direkt an die Teamenden stellen und so einen ganz persönlichen Einblick in queere* Lebensrealitäten erhalten können.

Workshopleitung:

  • Samuel Bereuther (SchLAu Hildesheim)
  • Megan Schlicht (SchLAu Hildesheim)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

„Schwul“ ist eines der beliebtesten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen, um andere abzuwerten – unabhängig von der tatsächlichen sexuellen Orientierung. In dieser Atmosphäre fällt es vielen Jugendlichen nicht leicht, ein Coming-out zu haben. Outen sie sich doch, machen sie sich mitunter zur Zielscheibe für Ausgrenzung und Mobbing. Auch transgeschlechtliche junge Menschen werden zunehmend sichtbar an Bildungseinrichtungen und stellen die pädagogischen Fachkräfte vor entsprechende Herausforderungen. Häufig wissen diese nicht, wie sie Themen rund um sexuelle Orientierungen und Geschlechtlichkeiten in den Schulalltag integrieren können.

Im Workshop soll es darum gehen, Vorstellungen davon zu entwickeln, wie eine queerfreundliche Schule aussehen kann. Der Workshop ist einführend angelegt und kann ohne thematische Vorkenntnisse besucht werden.

Workshopleitung: Stefanie Krüger (RosaLinde Leipzig e.V.)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Nicht immer liegen die Worte gleich bereit. Gelegentlich gibt es eine Ahnung aber Begriffe auszusprechen und die Reaktion zu fühlen, kann ganz anders sein. Zu selten gibt es die Chance, sich seinen eigenen Befindlichkeiten zu stellen.

Die Gendermethode „GeVi - Geschlechtliche Vielfalt neu erleben!“ ist im Rahmen eines Projektes mit Studierenden der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelt worden. Es ist ein Würfelspiel, welches in unterschiedlichsten Gruppenkonstellationen einfach einzusetzen ist. Im Zentrum stehen das Erleben und die Reflexion rund um das Thema Gender, Vielfalt und Identität. Anliegen des partizipativen Spiels ist es, Menschen ab 14 Jahren mit theoretischen Inputs, praxisnahen Aktionen und einfachen Fragen diese Themen nahezubringen. Weiter kann für die unterschiedlichsten Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sensibilisiert und Diskriminierungen vorgebeugt werden. Während der Spielzeit wird zum gemeinsamen Austausch und zur Reflexion angeregt, es können Ideen für Empowerment aufgriffen und diskutiert werden.

Das KgKJH Sachsen-Anhalt e.V. möchte das Spiel im Rahmen dieses Workshops vorstellen, für die Themen Gender, Vielfalt von Identitäten sensibilisieren, Wissen vermitteln sowie mit den Teilnehmenden ausprobieren und nachsinnen. Dabei ist es uns wichtig, Anregungen aufzugreifen und für die Arbeit mit Fachkräften und Multiplikator*innen sowie die Weiterentwicklung des Spiels zu nutzen.

Workshopleitung: Sebastian Scholz (Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*- und Inter*menschen (LSBT*I*) sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen - das denken zumindest viele.

Aber mit Gesetzesänderungen wie z.B. der „Ehe für alle“ verschwinden Beleidigungen nicht automatisch aus dem Lebensumfeld junger Menschen. Junge LSBT*I* haben weiterhin Angst sich zu outen, sind vor Abwertungen und Diskriminierungen nicht sicher und häufig nicht geschützt.

Selbst wenn Schimpfworte nur als Synonym für etwas „Schlechtes“ genutzt werden, hat es auf Jugendliche eine massive Wirkung. Kein Wunder, dass junge LSBT*I* ihr so-sein häufig verbergen oder Orte meiden, an denen sich junge Menschen treffen.

Wie kann (offene) Jugendarbeit jungen LSBT*I* signalisieren, dass sie Willkommen sind?

Wir stellen Material & Methoden vor, die mit der richtigen Haltung eingesetzt werden können.

Workshopleitung: Wibke Korten (NRW-Fachberatungsstelle "gerne anders!" sexuelle / geschlechtliche Vielfalt und Jugendarbeit)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

In diesem Workshop wollen wir mit Ihnen praxisnah besprechen, wie Angebote der Kinder- und Jugendhilfe queersensibel gestaltet werden können, um einen sicheren Raum für queere Kinder und Jugendliche zu schaffen. Hierbei wollen wir das Feld der Theorie verlassen und in die Anwendung übergehen. Neben der Vorstellung von Methoden wird es auch den Raum geben, über konkrete Fragen und Beispiele zu sprechen.

Workshopleitung: Hanns Krenzer (Jugendnetzwerk Lambda Mitteldeutschland e.V.)

Workshopübersicht Slot 2 (14.15-15.15 Uhr)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Geschlecht beziehungsweise die Vielfalt von Geschlechtern sind Themen mit denen Fachkräfte heutzutage zwangsläufig in ihrer pädagogischen Arbeit konfrontiert sind. Viele sind dabei auf der Suche nach fachlichen Informationen und praktischen Impulsen für ihre Arbeit. Genau hier möchten wir mit unserem Informationsportal zum Projekt Medienkoffer „Geschlechtervielfalt in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, in Grundschulen und Horten“ ansetzen. In diesem Workshop möchten wir Ihnen einen Einblick in die unterschiedlichen Angebote unserer Webseite geben. Neben Wissenskarten, Argumentationshilfen und Fragen aus der Praxis geben wir Ihnen Impulse für die praktischen Arbeit mit Kindern, dem Team und Eltern. Das Angebot der Webseite richtet sich sowohl an Fachkräfte die mit Kindern und Jugendlichen von 2 bis 10 Jahren arbeiten, als auch an interessierte Eltern. 

Workshopleitung: Jonathan Franke (Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Kinder werden schon früh mit Geschlechterklischees konfrontiert. Damit diese nicht unhinterfragt übernommen werden und sich im Laufe des Lebens verfestigen, müssen sie thematisiert werden - in einer spielerischen und altersgerechten Art und Weise.

Für den Bereich der frühkindlichen Bildung hat die Servicestelle der Initiative Klischeefrei das Methodenset "Klischeefrei fängt früh an" entwickelt. im gleichnamigen Workshop lernen die Teilnehmenden die Angebote der Initiative Klischeefrei kennen und erproben ausgewählte Methoden für die eigene Entwicklung und für Praxisarbeit mit Kindern ab 3 Jahren.

Workshopleitung: Sascha Meinert (Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. | Fachstelle der Initiative Klischeefrei)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Wir starten mit einer kurzweiligen Präsentation einiger diversitätsbewusster Bücher aus dem Medienkoffer für die Grundschule des Rat&Tat Zenrums e.V. in Bremen. Er beinhaltet Kinder- und Erstlesebücher sowie Fachliteratur und Handreichungen für Lehrkräfte zu Themen wie Diskriminierung, Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten, Regenbogenfamilien und geschlechtergerechter Bildung.

Im zweiten Teil des Workshops gebe ich rund um die Medienkofferbücher Einblicke in Techniken und Methoden, die es ermöglichen, Bücher und Geschichten dialogisch, phantasievoll und philosophierend mit Kindern zu lesen.

Workshopleitung: Petra Maurer (EeneMeeneKiste-Interkulturelles Kinderbuchprojekt)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Nach einem kurzen sachlichen Input zum Thema Variationen von Geschlecht werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie anhand von Kinderbüchern im Unterricht von Grundschulen und weiterführenden Schulen in allen Altersstufen und vielen Fächern geschlechtliche Vielfalt thematisiert werden kann. Zusätzlich werden wir uns darüber austauschen, wie im außerunterrichtlichen Bereich (Mediothek, Projekttage, AGs …) mit Kinderbüchern zum Thema geschlechtliche Vielfalt gearbeitet werden kann.

Die vorgestellten pädagogischen Materialien sind z.T. binnendifferenziert und daher auch für Kinder mit Unterstützungsbedarf geeignet.

Workshopleitung: Ursula Rosen (Intergeschlechtliche Menschen e.V.)

In diesem Workshop stellen wir das SchLAu Projekt Hildesheim vor, welches eines von vielen Antidiskriminierungs- und Aufklärungsprojekten zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Niedersachsen wie auch Deutschlandweit in vielen anderen Bundesländern ist.

Zunächst werden wir die Arbeit von SchLAu vorstellen, deren Kernstück die Peer-to-Peer Arbeit ist, und anschließend einen kleinen methodischen Einblick in die Arbeit geben. Die SchLAu Projekte richten sich mit dem vom Bundesverband zusammengestellten SchLAu-Methodenkoffer an Schulen und sensibilisieren Schüler*innen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Hierbei ist der biografische Teil der Workshops besonders wertvoll, bei dem die Schüler*innen anonyme, auch persönliche Fragen direkt an die Teamenden stellen und so einen ganz persönlichen Einblick in queere* Lebensrealitäten erhalten können.

Workshopleitung:

  • Samuel Bereuther (SchLAu Hildesheim)
  • Megan Schlicht (SchLAu Hildesheim)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Auf der Genderplattform meinTestgelände veröffentlichen wir seit 2013 Texte, Songs und Videos von jungen Menschen aller Geschlechter. Die aktuell fast 900 Beiträge zeigen, was Jugendliche zu Genderfragen beschäftigt. Auf unserer neuen Fachkräfteplattform zeigen wir, wie Fachkräfte geschlechtersensibel methodisch mit diesen Beiträgen arbeiten können. Im Workshop nehmen wir Einblicke in diese methodischen Möglichkeiten.

Workshopleitung: Dr. Claudia Wallner (BAG Jungen*arbeit Projekt meinTestgelände)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Rahmen eines Projektes mit Studierenden der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde ein Spiel entwickelt, welches eine einfach einzusetzende, thematische Methode darstellt, die (nach dem eigenen Erleben und der Reflexion) mit unterschiedlichen Zielgruppe eingesetzt werden kann. Anliegen des partizipativen Projektes war es, Studierenden mit theoretischen Inputs und praxisnahen Methoden das Thema Vielfalt von Identitäten nahezubringen, für die Lebenswelten von LSBTTIQ*-Kindern und -Jugendlichen zu sensibilisieren, Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung, des biologischen Geschlechts oder der Geschlechteridentität aufzudecken, zu diskutieren und zu reflektieren sowie Ideen für Empowerment aufzugreifen und umzusetzen. Das Spiel wurde bereits mit Jugendlichen in Kinder- und Jugendeinrichtungen ausprobiert.

Das KgKJH möchte das Spiel im Rahmen eines Workshops vorstellen, für das Thema Vielfalt von Identitäten sensibilisieren, Wissen vermitteln sowie mit den Teilnehmenden ausprobieren und reflektieren. Dabei ist es uns wichtig, Anregungen aufzugreifen und für die Weiterentwicklung des Spiels zu nutzen.

Workshopleitung: Sebastian Scholz (Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*- und Inter*menschen (LSBT*I*) sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen - das denken zumindest viele.

Aber mit Gesetzesänderungen wie z.B. der „Ehe für alle“ verschwinden Beleidigungen nicht automatisch aus dem Lebensumfeld junger Menschen. Junge LSBT*I* haben weiterhin Angst sich zu outen, sind vor Abwertungen und Diskriminierungen nicht sicher und häufig nicht geschützt.

Selbst wenn Schimpfworte nur als Synonym für etwas „Schlechtes“ genutzt werden, hat es auf Jugendliche eine massive Wirkung. Kein Wunder, dass junge LSBT*I* ihr so-sein häufig verbergen oder Orte meiden, an denen sich junge Menschen treffen.

Wie kann (offene) Jugendarbeit jungen LSBT*I* signalisieren, dass sie Willkommen sind?

Wir stellen Material & Methoden vor, die mit der richtigen Haltung eingesetzt werden können.

Workshopleitung: Wibke Korten (NRW-Fachberatungsstelle "gerne anders!" sexuelle / geschlechtliche Vielfalt und Jugendarbeit)

***Dieser Workshop ist bereits voll belegt!***

In diesem Workshop wollen wir mit Ihnen praxisnah besprechen, wie Angebote der Kinder- und Jugendhilfe queersensibel gestaltet werden können, um einen sicheren Raum für queere Kinder und Jugendliche zu schaffen. Hierbei wollen wir das Feld der Theorie verlassen und in die Anwendung übergehen. Neben der Vorstellung von Methoden wird es auch den Raum geben, über konkrete Fragen und Beispiele zu sprechen.

Workshopleitung: Hanns Krenzer (Jugendnetzwerk Lambda Mitteldeutschland e.V.)

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