FEMPOWER

FEM Power
Förderung der Chancengleichheit in der Wissenschaft

Förderung der Herstellung von Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung

... unterstützt die wissenschaftliche Karriere von Frauen

... stärkt die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie

... erhöht den Anteil weiblicher Promovendinnen

... stärkt Chancengerechtigkeit an der Hochschule

Neues von FEM Power...

Ständig wi(e)der Widerstände: Studieren, Forschen & Lehren auf dem Gendercampus

Forum für (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen, Studierende und an Geschlechterforschung Interessierte                        14. November 2019 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

In diesem Jahr widmet sich der Landesweite Tag der Genderforschung dem Themenfeld "Widerstände in der Geschlechterforschung." Nachwuchswissenschaftler*innen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten und laufenden Projekte zur Genderforschung vorzustellen und mit den Teilnehmer*innen entlang des Tagungsthemas "Ständig wi(e)der Widerstände: Studieren, Forschen & Lehren auf dem Gendercampus“ zu diskutieren.

Im Rahmen des 9. Landesweiten Tages der Genderforschung in Sachsen-Anhalt soll gefragt werden, wie es Forschenden der Gender Studies trotz und entgegen alter, neuer und disziplin-interner Widerstände gelingen kann, das Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse und gesellschaftsverändernder Praxis aufrecht zu erhalten. Diese Fragestellung wird entlang der Beiträge übergreifend diskutiert werden, wobei die eigenen Themengebiete, Forschungsarbeiten oder Arbeitsfelder innerhalb der Gender Studies vorgestellt werden und der Blick auf eigene widerständige Standpunkte und Forschungsperspektiven innerhalb der eigenen Fachdisziplin gerichtet wird:
Mit welchen Widerständen sehe ich mich in der eigenen Forschung, in den eigenen Institutionen oder in der Gesellschaft konfrontiert? Gegen welche Widerstände arbeite ich mit meiner Forschungsperspektive, mit meinem Erkenntnisinteresse an?

Den vollständigen Call for Papers "Ständig wi(e)der Widerstände: Studieren, Forschen & Lehren auf dem Gendercampus" finden Sie hier

Der 9. Landesweite Tag ist eine gemeinsame Veranstaltung der KGC, FEM POWER und gender*bildet.

Wie objektiv ist eine KI der Zukunft? 1. Convention „KI & Wir*“ zu Künstlicher Intelligenz & Gender vom 22. -24.11.2019 in der Festung Mark in Magdeburg

„Wo kommen wir denn dahin, wenn….? #ChanceKI“ - Unter dieser Leitfrage ist das aktuelle Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema „Künstliche Intelligenz“ gestartet. Auch das Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich dabei hochschulübergreifend mit einer mehrtägigen Convention „KI & WIR*“: 
Forscher*innen unterschiedlicher Disziplinen der KI und der Genderforschung experimentieren und diskutieren vom 22. bis 24. November in Magdeburg gemeinsam mit der breiten Öffentlichkeit, wie objektiv eine KI der Zukunft ist. Die Plattform wird entwickelt unter der Federführung der Otto-von-Guericke-Universität, unterstützt durch das landesweite FEM POWER-Netzwerk, gemeinsam im Verbund mit der Hallenser Organisation science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation.

Die Convention wird eröffnet für Menschen, die sich Gedanken dazu machen, wie unsere Gesellschaft fair und gerecht miteinander umgeht. Auch mit neuesten Technologien und Systemen wie der Künstlichen Intelligenz. Hier geht es zur Webseite der Convention: https://ki-convention.com. Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz finden Sie unter www.wissenschaftsjahr.de.

Zum Stand der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung im Land Sachsen-Anhalt. Das Gleichstellungsprojekt FEM POWER zieht Bilanz.

Unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann lädt das FEM POWER-Netzwerk am 23. Oktober 2019 zur Tagung (F)EMPOWERing Sachsen-Anhalt! 3 Jahre FEM POWER in Wissenschaft & Forschung: Zwischenbilanz und Zukunftsperspektiven in die Festung Mark nach Magdeburg ein. 

Mit standortgerechten Maßnahmen stärkt und erweitert das Projekt die Gleichstellungsarbeit in den Wissenschaftseinrichtungen in Sachsen-Anhalt. So auch an der Hochschule Merseburg, hier konnten erfolgreich zwei MINT-Promotionsstellen über FEM Power gefordert, eine jährliche Ringvorlesung zu Themen der Geschlechterforschung etabliert und unter der Mitarbeit der FEM Power Mitarbeiterin Constanze Stutz das erste Gleichstellungskonzept der Hochschule veröffentlicht werden, das im Rahmen des Professorinnen-Programms III positiv bewertet wurde. Durch die landesweite Vernetzung sensibilisiert FEM POWER an den unterschiedlichen Wissenschaftsstandorten für gleichstellungspolitische Themen und fördert durch personelle Expertise die Akteur*innen und Strukturen vor Ort. Zugleich können so auch nachhaltige Strukturen für Chancengleichheit an den Institutionen implementiert werden. Das Projekt bietet damit die Chance, nicht nur lokal für eine faire, moderne und chancengerechte Arbeits- und Studienkultur zu sorgen, sondern auch den Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt attraktiver zu machen. Mit der Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt setzt FEM POWER somit auch in politisch angespannten Zeiten ein wichtiges Zeichen für eine vielfältige und chancengerechte Zukunft – in der Wissenschaft und darüber hinaus.

Mehr Informationen zum Programm der Tagung und zur Anmeldung finden Sie hier

Das Geschlecht der Digitalisierung – Gesellschaftliche Transformationsprozesse zwischen Empowerment und Verletzbarkeit

FEM Power Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2019

Lunch Lecture: Wenn Toleranz sich selbst abschafft ? Zu den Grenzen reiner Toleranz in demokratischen Gesellschaften 08.05.2019 | 12.30 - 13.30 Uhr | Gartenhaus | Constanze Stutz, Projekt FEM Power

Müssen Demokratien jede Meinung, Haltung und Handlung gleichermaßen tolerieren oder ist es gerade in Krisenzeiten für demokratische Gesellschaften notwendig die Grenzen ihrer Toleranz aushandeln? Im Gespräch mit Herbert Marcuses klassischen Text der Sozialtheorie zur "repressiven Toleranz" wird die Lunch Lecture einen Blick auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Konfliktlinien und Spannungsfelder um den Begriff der Toleranz am Beispiel der aktuellen Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt werfen.

Workshop: Code for Beginners mit den Code Girls Leipzig                                                                                       13.05.19 | 13:00 - 17:00 Uhr | Seminarraum Gartenhaus

Du willst deine eigene Website bauen? Aber Du weißt nicht wie? Du traust dich nicht deine Programmiererfreunde nach Rat zu fragen, aus Angst dich zu blamieren? Dann komm und code mit uns! Frauen* sind in Feld Informatik leider immer noch in der Minderheit. Das liegt nicht daran, dass Frauen* nicht programmieren können, sondern das Rollenvorbilder fehlen und der status quo des Geschlechteranteils in der IT zu wenig hinterfragt wird. Das möchten die Code Girls ändern. In diesem Workshop bringen wir dir Grundlagenin HTML und CSS bei und setzen diese auch gleich praktisch ein: Beim Bau deiner ersten Webseite. Damit ist der Grundstein für deine Partizipation der digitalen Welt gelegt! Darüber hinaus möchten wir begleitend zum Workshop mit dir Facetten von Empowerment im Kontext von Code und Digitalisierung diskutieren: Wie lässt sich die digitale Welt diverser gestalten? Und können Netzwerke wie z.B. die Code Girls dabei helfen? https://codegirls.de/

Anmeldungen für den Workshop bitte unter fempower@hs-merseburg.de.

Vortrag Krise der Geschlechterverhältnisse? Anti-Feminismus als Krisenphänomenmit gesellschaftsspaltendem Potential                                                                                                                                                                     21.05.19 | 17:00 - 18.30 Uhr | Theater am Campus (TaC) | Juliane Lang, Philipps-Universität Marburg

In Debatten rund um die Sichtbarkeit vielfältiger geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen tun sich aktuell Grabenkämpfe auf: Kritiker*innen sprechen von einer Bedrohung für Ehe, Familie und die "natürliche Ordnung" der Geschlechter. Befürworter*innen hingegen verteidigen z.B. die jüngst verabschiedete Ehe für alle im Sommer 2017 als Schritt hin zu einer gleichberechtigteren Gesellschaft, und stellen weitere Forderungen. Der Vortrag skizziert das Kräfteringen im Kampf um die Ehe für alle als exemplarisch für gesellschaftliche Liberalisierungs- und ihre Gegenbewegungen und fragt nach den Anknüpfungspunkten antifeministischer, gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt gerichteter Argumentationen an aktuelle Krisennarrative.

Digitale Gewalt decodieren. Strategien feministischer Netzpolitik
11.06.2019 | 17:00 - 18.30 Uhr | Theater am Campus (TaC) | Francesca Schmidt, Gunda-Werner-Institut

Antifeminismus, Sexismus, Rassismus, Homo- und Transphobie bestimmen für einige Menschen die alltägliche Kommunikation im Internet. Im Vortrag wird diskutiert wie Gegenstrategien und kommunikativ sichere Räume aussehen können.

Francesca Schmidt hat sich auf Netzpolitik, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Online-Redaktionen spezialisiert. Sie ist Referentin im Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie und verantwortet den Bereich feministische Netzpolitik, mit dem aktuellen Schwerpunkt digitale Gewalt.

Eine gemeinsame Veranstaltung von FEM Power und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt an der Hochschule Merseburg, Eberhard-Leibnitz-Str. 2 06217 Merseburg.

Plakat der Veranstaltungsreihe

Zweite FEM Power-Promotionsstelle an der Hochschule Merseburg vergeben

Die Chemikerin Ivana Predarska hat die zweite Promotionsstelle im Rahmen des Projekts FEMPOWER an der Hochschule Merseburg erhalten. In ihrem Promotionsvorhaben beschäftigt sich Ivana Predarska mit "Development of novel dual-acting antitumor agents". Die Betreuung des kooperativen Promotionsvorhabens wird durch Prof. Kaluderovic von der Hochschule Merseburg und Prof.in Hey-Hawkins von der Universität Leipzig übernommen.

Mehr Informationen zur Promotionsförderung von FEM Power und den FEM Power Promovendinnen finden Sie hier.

FEM Power Ringvorlesung crisis. crisis. crisis – Krisendynamiken der Demokratie, des Geschlechterverhältnisses und der Nachhaltigkeit

Dienstags | 17.00 – 18.30 Uhr | Theater am Campus (TaC)

4.12.18 | Juliane Lang

Krise der Geschlechterverhältnisse? Anti-Feminismus als Krisenphänomen mit gesellschaftsspaltendem Potential

11.12.18 | Kim Posster

The Anti-feminist Sex Wars - Der Kampf um sexuelle Bildung und die Krise der Demokratie

8.01.19 | Andreas Kemper

Kritik des Maskulismus

15.01.19 | 17 Uhr | Dr. Daniela Gottschlich

Nicht mehr auf Kosten anderer leben (müssen): Nachhaltigkeit aus kritisch-emanzipatorischer Perspektive

22.01.19 | Dr. Sarah Speck

Liebe, Autonomie und Arbeitsteilung – Zur politischen Ökonomie der Paarbeziehung

Weitere Informationen

Veranstaltungsreihe "Der Körper in der Revolte - Kulturgeschichte des weiblichen Körpers"

Clit Night

mit Louisa Lorenz

"Klitoris" ist kein völlig unbekannter Begriff, doch was sich dahinter tatsächlich verbirgt, wissen die meisten trotzdem nicht, denn die Klitoris wird in der Sexualaufklärung - wenn überhaupt - nur oberflächlich behandelt.

Die Clit Night ist ein Workshop für alle (unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung), die Interesse haben etwas mehr über Genitalanatomie zu lernen und die vermeintlichen Wissenslücken in unserer Gesellschaft diesbezüglich kritisch zu hinterfragen. Wir erarbeiten Basiswissen über die Anatomie und werfen einen kulturhistorischen Blick auf die Position der Klitoris von der Antike bis heute.

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BAM - Become a Menstruator

mit Petra Mattheis

In der Werbung ist Menstruation auch 2018 noch immer unsichtbar und suggeriert Scham. Dieser Gedanke war 2013 der Start des Projekts Become a Menstruator (BAM) der Künstlerin Petra Mattheis. Ein Menstruator ist jeder Mensch, der zur Menstruation neue positive schamfreie Bilder und Worte verbreitet. Das eigene Machen, das eigene Anfassen ermöglicht ein anderes wortwörtliches Vertiefen in diesen Prozess. Durch die gemeinsame Produktion eigener Stempel können dem Thema neue Bilder und Worte aufdrückt werden. „BAM Power” gibt dem Uterus und dem monatlichen Blut wieder seine Besonderheit zurück, weg vom schmutzigen und abstoßenden Image hin zu einer experimentellen und lebendigen Darstellung.

Bringt gern schon eigene Ideen als Skizzen/Entwürfe mitbringen.

Natürlich gesellschaftlich? – Lebenswissenschaft als Herausforderung der Geschlechterforschung

Die zweite FEM Power Ringvorlesung fragt im Wintersemester 2017/2018 danach, wie natürlich Geschlecht tatsächlich ist und wie Lebenswissenschaften und Geschlechterforschung auf die selbe Frage unterschiedliche Antworten finden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

14.11.2017 I 17 - 19 Uhr I Theater am Campus (TaC)

Kirsten Achtelik: Selbstbestimmte Norm - Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung

im Rahmen der Veranstaltungsreihe friendly fire Feministische Aushandlungen zwischen Vereinnahmung und Emanzipation

28.11.2017 I 17 – 19 Uhr I Theater am Campus (TaC)

Eva Sänger: Vergnügen, Angst und Routine – Ultraschall in der pränatalen Diagnostik

12.12.2017 I 17 – 19 Uhr I Theater am Campus (TaC)

Heiko Stoff: Die kommenden Geschlechter - Experimentelle und utopische Vermännlichungen und Verweiblichungen um 1900

09.01.2018 I 17 – 19 Uhr I Theater am Campus (TaC)

Lisa Krall: Gender in Naturwissenschaften? Natur(-wissenschaften) in Gender Studies!

Weitere Informationen

Vortrag von Mithu M. Sanyal: Rape revisited - Warum wir über sexualisierte Gewalt sprechen, wie wir darüber sprechen

Die Silvesternacht 2015/2016 in Köln. Pussy-Grabbing-Kommentare des amerikanischen Präsidenten. Date rape … Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten, manifestieren sich die Haltungen der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit. Doch trotz breiter medialer Berichterstattung gibt es bis jetzt keine umfassende, sachliche Auseinandersetzung mit diesen Zusammenhängen.

Die kulturwissenschaftlerin Mithu M. Sanyal schließt diese Lücke. Sie zeichnet nach, wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sonder auch Gewalt gegendert wurde und betrachtet in diesem Zusammenhang auch die Rolle, die Rassismus spielt. Von Augustinus bis #ichhabenichtangezeigt, über Foucault und feministische Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung bis hin zu Trans*rechten geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann. Was heißt „Nein heißt nein“? Was heißt „ja heißt ja“? Und was bedeutet Konsens wirklich?

Donnerstag 21.09.2017 17 Uhr

Hochschule Merseburg TAC-Theater am Campus

Eberhard-Leibnitz-Str.2 06217 Merseburg

Eintritt frei

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Friendly fire – Feministische Aushandlungen zwischen Vereinnahmung und Emanzipation

 

Interdisziplinäre Nachwuchstagung "Wie forsche ich in meinem Fach mit Geschlechterperspektive?" am 10.11.2017 in an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Halle (Saale)

Call for Exposés und Ankündigung

Unmittelbar anschließend an den 7. Landesweiten Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt  sollen im Rahmen der interdisziplinären Nachwuchstagung „Wie forsche ich in meinem Fach mit Geschlechterperspektive?“ aktuelle Geschlechterfragen in unterschiedlichen Disziplinen aufgezeigt und Forschungsperspektiven diskutiert werden.

Mit der Nachwuchstagung sollen junge Wissenschaftler*innen motiviert werden, in ihrer Disziplin genderwissenschaftlich zu forschen und sie sollen gezielt in der Anfangsphase einer Forschungsarbeit (Masterarbeit und/oder Promotion) dabei unterstützt werden.

Nach einem einführenden Vortrag soll in fachlich angeleiteten Arbeitsgruppen gemeinsam an 1-2 Exposés von Nachwuchswissenschaftler*innen gearbeitet werden, um die Fragestellung und das methodische Vorgehen zu reflektieren und ggf. anhand von ergänzenden Geschlechterbezügen und -leerstellen zu spezifizieren. Ziel ist es, die eigenen Wissensbestände und Annahmen konstruktiv zu erweitern und damit das Genderforschungsvorgehen zu konkretisieren. Darüber kann es für alle anderen Teilnehmenden der Arbeitsgruppen erfahrbar werden, wie Gender- und Diversityaspekte forschungsbasiert jeweils in ihrem Fachgebiet zu integrieren sind. Die Arbeitsgruppen werden von Genderforscher*innen aus verschiedenen Disziplinen geleitet, die bei gemeinsamen theoretischen Grundlagen und vielfältigen Überschneidungen divergierende Zugänge der eigenen Fachwissenschaft kennen und zu Forschungsfragen und -strategien mit Genderperspektive beraten können.

Anmeldungmit Exposé unter Nennung der gewünschten Arbeitsgruppe bis zum 10.09.

Anmeldung ohne Exposé unter Nennung der gewünschten Arbeitsgruppe bis zum 31.10.

Alle Informationen zur Tagung, den Arbeitsgruppen und der Anmeldung finden Sie hier:

http://www.kgc-sachsen-anhalt.de/Landesweiter+Tag/Nachwuchstagung.html

Eine Kooperationsveranstaltung der Koordinierungsstelle Genderforschung und Chancengleichheit Sachsen-Anhalt, den Büros für Gleichstellungsfragen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit Unterstützung des Zentrums für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung (ZSM)

 

Vortrag von Antje Schrupp über "Schwangerwerdenkönnen"

Es gibt Menschen, die können schwanger werden, und Menschen, die können nicht schwanger werden. Und es lässt sich schon bei der Geburt eines Kindes mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, ob es einmal zu der einen oder der anderen Sorte gehören wird.

Die Entstehung patriarchaler Geschlechterhierarchien steht in Zusammenhang damit, den nicht gebärfähigen Menschen Zugang und Kontrolle über Kinder zu gewähren und Versorgungspflichten über Kinder sozial herzustellen.

Was bedeutet es für eine Gesellschaft, dass einige Menschen schwanger werden können und andere nicht? Welche Herausforderungen entstehen, wenn Debatten rund um Geschlecht nicht mehr entlang binärer Geschlechterlogik von Mann/Frau verlaufen? Über diese und weitere Fragen sprechen wir mit der Journalistin und Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp und dem Publikum.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Friendly fire – Feministische Aushandlungen zwischen Vereinnahmung und Emanzipation

Donnerstag 27.07.2017 um 17 Uhr im TAC - Theater am Campus

„Wissenschaftlerinnen an der Hochschule Merseburg – Karriere an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft“

Vorstellung der Broschüre und Podiumsgespräch mit Wissenschaftlerinnen der HOME über Karrierewege, Vorbilder und Herausforderungen     

Die neu erscheinende Broschüre „Wissenschaftlerinnen an der Hochschule Merseburg“ ermöglicht einen Einblick in die Motivationen und Herausforderungen von Wissenschaftlerinnen an der Hochschule Merseburg. Zur Vorstellung der Broschüre geben Professorinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen in einem gemeinsamen Podiumsgespräch Einblicke in individuelle Entscheidungsprozesse auf ihrem Lebensweg sowie in ihren beruflichen Alltag und ihre Forschungsergebnisse. So kann eine lebendige Diskussion über die Faszination des Forschungsprozesses, der Wissenschaft und dem Reiz einer wissenschaftlichen Karriere entstehen. Begleitet wird die Veranstaltung von einer Ausstellung, die ab dem 20. Juni im Foyer zu sehen ist und die spannenden Wissenschafterinnen-Porträts an der Hochschule sichtbar macht.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Tag: 20.06.2017

Zeit: 14 – 16 Uhr

Ort: TaC (Theater am Campus)

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des MINT-Tages

 

Medienpädagogische Projektarbeit im Kontext der Gender/Queer Studies und Sexualwissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Online Nachschlagewerk GENDER GLOSSAR

Seit dem Sommer-semester 2017 existiert das inter-disziplinäre Projekt der HS Merseburg welches in Kooperation mit dem Online Nachschlagewerk Gender Glossar entstanden ist.

Ziel des Gender Glossars ist es, ein kostenfreies, fundiertes und zitierfähiges Nachschlagewerk aufzubauen. Wissenschaftliche zitierfähige Artikel, Beiträge, Themen, Personen und Organisationen aus den Gender Studies werden online frei zur Verfügung gestellt.

Die Frage, wie Wissen aus der Geschlechterforschung zugänglich gemacht werden kann, soll in diesem Projekt näher betrachtet werden. Damit Schüler_innen, Studierenden und Multiplikator_innen, etc. Themen aus der Geschlechterforschung leichter vermittelt werden können, fokussiert das Projekt die Schnittstelle zwischen Medien und Bildung. E- Learning bzw. E-Teaching-Tools sollen auf Basis und in stetiger Zusammenarbeit mit dem Gender Glossar verwirklicht und zur Verfügung gestellt werden. Speziell handelt es sich um das Erstellen von Podcasts, Videos, Fotos, etc .

Dabei wird das Konzept der Open Educational Resources und des Open Access verfolgt. Wissenschaftliche Inhalte und deren medienpädagogische Aufbereitung sollen gebündelt, frei und uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden.

Dafür werden noch Interessierte gesucht. Erste Erfahrungen im Erstellen von Medienproduktionen und Interesse an den Themen sind relevant. Teilnehmende bekommen einen ersten Einblick in aktuelle Diskussionen der Gender/Queer Studies und Sexualwissenschaft. Sie sind maßgeblich im Produktionsprozess eingebunden und können Ihre eigenen Ideen für die weiterführende Bildungsarbeit verwirklichen.

 

Bei Interesse meldet euch bei:

susanne.lechner(at)stud.hs-merseburg.de

Vortrag: Ulrike Heider spricht über „Die sexuelle Konterrevolution“

24.04.2017, 17.30 Uhr

Senatssaal, Raum G/2/26

Kreuze schwingende Abtreibungsgegner, die „Demo für Alle“ gegen „Frühsexualisierung“, Antifeminismus in der Rede vom „Genderwahn“ und Homophobie in den Debatten um das Adoptionsrecht -- All das findet sich im Repertoire von Vertreter*innen der CDU/CSU, der AfD und Neonazis. Der neue Sexualkonservatismus aber kommt nicht nur von rechts. Vielmehr zeigt sich eine verdächtige Einigkeit von Konservativen über die Mitte bis hin ins linke Spektrum bei Themen wie Pornographie, Prostitution und Vergewaltigung.

 

Die Autorin Ulrike Heider vertritt die These, dass politische Reaktionäre, einige Feministinnen und bestimmte Sexualfreunde zusammen in ein Horn stoßen, das uns den Marsch zu einer sexuellen Konterrevolution bläst. Einzug gehalten hat diese längst auch im Mainstream, wo sie im feministischen Gewand für ein negatives Bild von Sexualität sorgt und in popkulturellen Produkten wie „50 Shades of Grey“ mit seiner Kombination aus SM-Pornographie, traditionellen Geschlechterrollen und biedersten Familienwerten Ausdruck für das sexualpolitische Zusammenwirken konservativer, feministischer und libertiner Kräfte ist.

 

Im Rahmen der Vortragsreihe

Friendly Fire – Feministische Aushandlungen zwischen Vereinnahmung und Emanzipation

Die Vortragsreihe greift aktuelle Auseinandersetzungen zu den Themen ‚sexualisierte Gewalt‘ und ‚biologische Reproduktion‘ sowie beobachtbare Vereinnahmungstendenzen von feministischen Argumentationen und Positionen auf.

Die Vortragsreihe Friendly Fire ist eine Kooperation zwischen der "Fördergemeinschaft Sexualpädagogisches Zentrum Merseburg e.V" und dem Projekt FEM-Power an der Hochschule Merseburg.

 

Weitere Veranstaltungen:

27.07.2017 – „Let’s talk about Schwangerwerdenkönnen“ mit Antje Schrupp

21.09.2017 – „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“ mit Mithu Sanyal

 

In Planung:

Kirsten Achtelik zu Reproduktionsmedizin und Selbstbestimmung

Sonja Witte zu kindlicher Sexualität und gesellschaftlicher Bewertung

Vorträge zu Sexarbeit sowie (Anti)Sexismus und (Anti)Rassismus

Erste FEMPOWER-Promotionsstelle an der Hochschule Merseburg vergeben

Die Wirtschafts-ingenieurin Anja Berthold hat die erste Promotionsstelle im Rahmen des Projekts FEMPOWER an der Hochschule Merseburg erhalten. In ihrem Promotionsvorhaben beschäftigt sich Anja Berthold mit der Entwicklung von Prüfmethoden, die zur zeitraffenden Ermittlung des Langzeitkriechverhaltens von Kunststoffen dienen. Die Betreuung des kooperativen Promotionsvorhabens wird durch Prof. Langer von der Hochschule Merseburg und Prof. Grellmann von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg übernommen.

Die nächste Ausschreibung für eine FEMPOWER-Promotionsstelle ist für Frühjahr 2018 geplant.

Weitere Informationen

Erfolgreicher Start des Weiterbildungsangebots zum allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) trat im Jahr 2006 zum Schutz vor Diskriminierung aufgrund verschiedener Merkmale in verschiedenen Bereichen des Lebens in Kraft. Auch die Hochschule Merseburg hat sich mit der "Richtlinie zum fairen und respektvollen Umgang und zum Schutz vor Diskriminierung und Benachteiligung" den Zielen des AGGs verschrieben. Auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten konnte am 2.3.2017 in Zusammenarbeit mit der Netzwerkstelle AGG erfolgreich der erste Workshop zur Weiterbildung, Vernetzung und gemeinsamen Diskussion aller Beratungs- und Beschwerdestellen zum AGG, sowie interessierten Mitarbeiter*innen an der Hochschule stattfinden.

 

 

FEMPOWER: Ringvorlesung „Technik und Geschlecht“ an der Hochschule Merseburg

Um Technik und Geschlechtgeht es ab dem 18. Oktober an der Hochschule Merseburg (Theater am Campus). Dort startet eine Ringvorlesung, die für Studierende aller Fachbereiche und für die interessierte Öffentlichkeit, offen ist. Studierende einiger Fachbereiche können bei der Veranstaltung Creditpoints erhalten und sich im Studium anrechnen lassen.

Den Auftakt in der Reihe macht am 18. Oktober Dr. Marc Vobker mit dem Vortrag: Automobil und Geschlecht. Explorative Analysen jenseits stereotyper Zuschreibungen. Mit Blick auf sein gleichnamiges Buch, das er im renommierten Springer-Verlag veröffentlicht hat, untersucht Vobker im Vortrag das Auto jenseits seiner Eigenschaft als Transportmittel, insbesondere im Zusammenhang mit Geschlecht.

Dabei versteht er Geschlecht in drei Hinsichten:

1.) als Sozialstrukturkategorie: Ähnlich wie Einkommen und Bildung beeinflusst das Geschlecht die Möglichkeiten und Muster des Handelns.
2.) im Hinblick auf Zuschreibungen: Geschlecht wird als Ansammlung gesellschaftlicher Zuschreibungen verstanden.
Und 3.) in Bezug auf Identitätskonstruktion: Diese Zuschreibungen werden von Individuen herangezogen, um Aussagen darüber zu machen, wie Geschlecht und Automobil bei Ihnen selbst zusammenhängen. Beginn der Veranstaltung ist um 16:30 Uhr, im Theater am Campus (im Hauptgebäude der Hochschule).

An den folgenden Terminen sind

  • Prof. Dr. Helene Götschel (1.11.2016, 16:30 Uhr, Vortrag „Physik queer denken“),
  • Dr. Waltraud Ernst (15.12.2016, 16:30 Uhr, Vortrag: „Geschlecht und maschinelle Interaktion“) und
  • Dipl.-Inf. Göde Both (17.1.2016, 16:30 Uhr, Vortrag: „Mensch-Maschine-Konfigurationen: Ist autonomes Fahren die ‚Entmannung des deutschen Autofahrers‘?“)
    an der Hochschule Merseburg zu Gast. Zwei weitere Termine werden von Studierenden der Hochschule gestaltet.

Das Projekt FEMPOWER, das neben der Ringvorlesung auch Maßnahmen zur Förderung von Promotionen von Frauen beinhaltet, wird aus Fördermitteln der Europäischen Union finanziert. Federführend liegt das Projekt bei der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule Merseburg, der Ingenieurin Kathrin Stritzel; die Ringvorlesung wird inhaltlich und organisatorisch in Kooperation mit Andreas Kröner (HoMe-Akademie) und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur) durchgeführt.

 

Investitionsbank bewilligt halbe Million für FEMPOWER

Eine halbe Million Euro hat die Investitionsbank für das Projekt FEMPOWER der Hochschule Merseburg bewilligt. Mit dem Projekt möchte Gleichstellungsbeauftragte Kathrin Stritzel bis zum Jahr 2022 MINT-Studentinnen auf dem Weg ins Berufs- und Wissenschaftsleben unterstützen.

Geplant sind dabei verschiedene Strategien: zum einen sollen durch einen wissenschaftliche Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin Kontakte zu Firmen und Mentorinnen geknüpft werden, mit dem Ziel, die Absolventinnen in der Region zu etablieren. Weiterhin werden zwei kooperative Promotionsverfahren mit je einer halben Stelle bis zu drei Jahren gefördert. Bewerbungen können bereits jetzt bei der Forschungskommission eingereicht werden.

Außerdem wird es in Zusammenarbeit mit der HoMe-Akademie jeweils im Wintersemester eine Vorlesungsreihe im Rahmen des Studium Generale geben, die sich mit Geschlechterfragen beschäftigt. Den Auftakt zur Reihe macht der Vortrag „Automobil und Geschlecht“, der am 18. Oktober ab 16:30 Uhr im Theater am Campus stattfindet.

 

Sie haben Fragen, Anmerkungen oder Wünsche?

Kontaktperson
Constanze Stutz
Projektmitarbeiterin FEM Power
Raum: Hg/D/3/08
Telefon: +49 3461 46-3708
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