Fördern

FEM Power
Chancengleichheit in der Wissenschaft

Chancengleichheit in der Wissenschaft

Über das Projekt FEM Power konnten zwei kooperative MINT-Promotionen an der Hochschule Merseburg für jeweils drei Jahre finanziert werden.

Die FEM POWER Promovendinnen im Porträt...

Ivana Predarska, MSc., MPharm

Ivana Predarska comes from Republic of Macedonia where she studied pharmacy at the “Ss. Cyril and Methodius” University in Skopje. She graduated in 2015 obtaining a Master of Pharmacy degree at the Department of Pharmaceutical Technology. Following her studies, she was honored with two scholarships awarded by the Macedonian Ministry of Education and the pharmaceutical company “Alkaloid”. During the last year of her faculty education, she took part of the ERAWEB mobility program which allowed her to spent ten months at the Health and Life Sciences University – UMIT in Hall in Tirol, Austria. There, she conducted research in the field of Public Health.

She gained first working experience as an Expert Analyst in the Quality Control Division of Regular Industrial Manufacturing Production in the generic pharmaceutical company Replek Farm in Skopje.

In 2016, Ivana enrolled in the European Joint Master Degree Program “Advanced Spectroscopy in Chemistry” supported by an Erasmus Mundus scholarship. She completed the first year of the master at the University of Lille in Lille, France. The second year of the master she studied at the Leipzig University in Leipzig where she graduated in September 2018 (Department of Inorganic Chemistry, group of Prof. Hey-Hawkins) with a thesis entitled “Synthesis of carborane analogues of ketoprofen and tolmetin”.  

Anja Berthold, Dipl. Wirt.-Ing.

Mein Name ist Anja Berthold, ich bin am 02.04.1985 geboren und lebe mit meinem Ehemann und meinen beiden Kindern in Halle an der Saale.

Nach meinem Abitur 2004 studierte ich an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg Wirtschaftsingenieurwesen, mit den Schwerpunkten Werkstofftechnik / Qualitätssicherung und Produktion / Logistik. Mein Interesse im Bereich Kunststoff­prüfung und technischer Bruchmechanik kristallisierte sich während dieser Zeit immer mehr heraus und ich schrieb in diesem Bereich meine Diplomarbeit mit dem Thema „Deformations- und Schädigungsmechanismen beim langsamen Risswachstum an PE-Rohwerkstoffen“. Ich untersuchte das langsame Risswachstum als entscheidenden Schädigungsmechanismus für die Beurteilung des Langzeit­verhaltens und somit die Nutzungsdauer von Rohran­wendungen.

Nach meinem Studium habe ich den Weg in die Industrie gewählt und mehrere Jahre bei der Bertrandt AG, ein Ingenieurdienstleister für die Automobil- und Luftfahrt­industrie, gearbeitet. Dadurch konnte ich Berufserfahrung in den Bereichen Projektmanagement und Qualitätssicherung sammeln.

Nach der Elternzeit meines zweiten Kindes habe ich mich für einen anderen beruflichen Lebensweg entschieden. Ich wollte den Fokus meiner beruflichen Karriere auf das wissenschaftliche Arbeiten legen und mich beruflich mit Kunststoffprüfung und technischer Bruchmechanik auseinandersetzen. Deshalb habe ich mich zu dem Schritt in die Wissenschaft und einer kooperativen Promotion zwischen der Hochschule Merseburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg entschlossen. Dies wurde mir aber erst durch meine beiden betreuenden Professoren Frau Prof. Dr. Langer und Herr Prof. Dr. Grellmann sowie durch die Förderung einer halben Promotionsstelle im Rahmen des Projektes FEMPOWER der Hochschule Merseburg ermöglicht und dafür bin ich sehr dankbar.

Jetzt stehe ich noch am Anfang dieses wissenschaftlichen Weges und habe mit meiner Promotion erst begonnen. Mein Promotionsvorhaben knüpft an meine Diplomarbeit an und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Prüfmethoden, die zur zeitraffenden Ermittlung des Langzeitkriechverhaltens von Kunststoffen dienen. Dazu steht mir im Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften bei der Professur von Frau Prof. Dr. Langer Kunststoff­technik/Polymerwerkstoffe eine Zeitstandprüfanlage zur Verfügung. Dieses Großgerät wurde durch die DFG gefördert und speziell für die Hochschule Merseburg entwickelt. Mit Hilfe der Zeitstandprüfanlage sollen Verfahren neu und weiter entwickelt werden, die eine schnelle Erfassung des Langzeitkriech- und kriechbruch­mech­anischen Verhaltens von Kunststoffen ermöglichen. Es werden unteranderem experimentelle Versuche bei gleichzeitiger medial-thermischer Beanspruchung durchgeführt.

Jetzt freue ich mich auf die neuen Herausforderungen, die Laborarbeit, die Analyse und Auswertung der experimentellen Ergebnisse sowie auf die Diskussionen und den fachkundige Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsgruppe.

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