Fördern

Chancengleichheit in der Wissenschaft

Langfristig angelegte Gleichstellungsmaßnahmen sind u.a.:

  • Erhöhung des Frauenanteils bei den Student*innen, Lehrenden und Mitarbeiter*innen
  • Workshops und Fortbildungen für Studierende und Mitarbeiter*innen zu Gleichstellungs- und Diversitythemen
  • Etablierung der Geschlechterforschung über die Ringvorlesung Geschlecht und Technik
  • Die Finanzierung von zwei kooperativen Promotionsstellen für jeweils drei Jahre
  • Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region zur Akquirierung von attraktiven Praktikumsplätzen für Student*innen an der HOME
  • Netzwerkarbeit mit Alumni der Hochschule
  • Institutionalisierung einer Vortrags- und Workshop-Reihe an der Hochschule Merseburg
  • Verankerung von Lehrinhalten der Geschlechterforschung in den Studieninhalten
  • Gendersensible Schreibweise der hochschulöffentlichen Dokumente und Mitteilungen
  • Entwicklung eines zukunftsorientierten Gleichstellungskonzepts an der Hochschule
  • Vernetzung mit anderen Gleichstellungs-Stellen in Sachsen-Anhalt und Fachhochschulen
     

FEM POWER Ausschreibung

05.09.2018

Zweites FEM Power Promotionsstipendium zu vergeben!

Im Rahmen des Projekts FEM Power zur Förderung der Herstellung von Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung ist zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses die Finanzierung von zwei kooperativen Promotionsstellen für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der Hochschule Merseburg vorgesehen. Die erste Promotionsstelle konnte bereits 2017 erfolgreich mit Anja Berthold (FB WIW) besetzt werden. Zum 01.01.2019 soll auch die zweite kooperative Promotion hier an der Hochschule Merseburg starten.

Die Ausschreibung und Antragsdokumente finden Sie auf der rechten Seite.

Sollten Sie weiterführende Fragen zum Antrag oder der Promotionsstelle haben, bitte wenden Sie sich an:

Constanze Stutz, Projektmitarbeiterin FEM Power - fempower@hs-merseburg.de                                                     

oder die Gleichstellungsbeauftragte Kathrin Stritzel - kathrin.stritzel@hs-merseburg.de                                                                                                                    

FEM POWER Promotionsförderung

Anja Berthold: Die erste FEM Power Promoventin an der Hochschule Merseburg

Mein Name ist Anja Berthold, ich bin am 02.04.1985 geboren und lebe mit meinem Ehemann und meinen beiden Kindern in Halle an der Saale.

Nach meinem Abitur 2004 studierte ich an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg Wirtschafts-ingenieurwesen, mit den Schwerpunkten Werkstofftechnik / Qualitätssicherung und Produktion / Logistik. Mein Interesse im Bereich Kunststoff­prüfung und technischer Bruchmechanik kristallisierte sich während dieser Zeit immer mehr heraus und ich schrieb in diesem Bereich meine Diplomarbeit mit dem Thema „Deformations- und Schädigungsmechanismen beim langsamen Risswachstum an PE-Rohwerkstoffen“. Ich untersuchte das langsame Risswachstum als entscheidenden Schädigungsmechanismus für die Beurteilung des Langzeit­verhaltens und somit die Nutzungsdauer von Rohran­wendungen.

Nach meinem Studium habe ich den Weg in die Industrie gewählt und mehrere Jahre bei der Bertrandt AG, ein Ingenieurdienstleister für die Automobil- und Luftfahrt­industrie, gearbeitet. Dadurch konnte ich Berufserfahrung in den Bereichen Projektmanagement und Qualitätssicherung sammeln.

Nach der Elternzeit meines zweiten Kindes habe ich mich für einen anderen beruflichen Lebensweg entschieden. Ich wollte den Fokus meiner beruflichen Karriere auf das wissenschaftliche Arbeiten legen und mich beruflich mit Kunststoffprüfung und technischer Bruchmechanik auseinandersetzen. Deshalb habe ich mich zu dem Schritt in die Wissenschaft und einer kooperativen Promotion zwischen der Hochschule Merseburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg entschlossen. Dies wurde mir aber erst durch meine beiden betreuenden Professoren Frau Prof. Dr. Langer und Herr Prof. Dr. Grellmann sowie durch die Förderung einer halben Promotionsstelle im Rahmen des Projektes FEMPOWER der Hochschule Merseburg ermöglicht und dafür bin ich sehr dankbar.

Jetzt stehe ich noch am Anfang dieses wissenschaftlichen Weges und habe mit meiner Promotion erst begonnen. Mein Promotionsvorhaben knüpft an meine Diplomarbeit an und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Prüfmethoden, die zur zeitraffenden Ermittlung des Langzeitkriechverhaltens von Kunststoffen dienen. Dazu steht mir im Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften bei der Professur von Frau Prof. Dr. Langer Kunststoff­technik/Polymerwerkstoffe eine Zeitstandprüfanlage zur Verfügung. Dieses Großgerät wurde durch die DFG gefördert und speziell für die Hochschule Merseburg entwickelt. Mit Hilfe der Zeitstandprüfanlage sollen Verfahren neu und weiter entwickelt werden, die eine schnelle Erfassung des Langzeitkriech- und kriechbruch­mech­anischen Verhaltens von Kunststoffen ermöglichen. Es werden unteranderem experimentelle Versuche bei gleichzeitiger medial-thermischer Beanspruchung durchgeführt.

Jetzt freue ich mich auf die neuen Herausforderungen, die Laborarbeit, die Analyse und Auswertung der experimentellen Ergebnisse sowie auf die Diskussionen und den fachkundige Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsgruppe.

Nach oben