Geschlechtergerechte Sprache

Geschlechtergerechte Sprache

Faire Sprache für alle!

Sprache ist eine Ausdrucksform unser Wirklichkeit, an ihr wird unser gesellschaftliches Zusammenleben sichtbar – Unsere Worte spiegeln unsere Realität.

Gesellschaft und Sprache stehen in Wechselwirkung zueinander. Durch bestimmte Formulierungen, die wir verwenden, entstehen Bilder in unseren Köpfen. Bewegen und verändern wir die Bilder, die wir uns von der Wirklichkeit machen, haben wir die Möglichkeit diese besser wiederzugeben und neue Formen zu finden sie adäquat zu beschreiben.

Um sich zum Beispiel an der Gleichstellung der Geschlechter zu beteiligen, kann allen Menschen mit Hilfe von geschlechtergerechter Sprache, Wertschätzung entgegengebracht werden.

Warum geschlechtergerechte Sprache?

In Sprache und Text wird häufig ausschließlich das generische Maskulinum (männliche Personenbezeichnung) verwendet, wenn beispielsweise von „Dozenten“ und „Studenten“ gesprochen wird. In diesen Formulierungen werden Frauen mitgemeint, aber nicht mitgenannt. Es wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass bei diesen Bezeichnungen insgesamt seltener an Frauen gedacht wird und sie sich selbst weniger angesprochen fühlen. Mit Blick auf gesellschaftliche Teilhabe hat dies in verschiedensten Kontexten, z.B Berufswahl oder Selbstwahrnehmung, benachteiligende Auswirkungen.

Geschlechtergerechte Sprache spricht alle Geschlechter an und macht sie sichtbar.

Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens und eine Lust Hierfür bedarf es die Bereitwilligkeit das eigene Sprachverhalten bewusst zu machen und sich von gewohnten Formulierungen zu lösen.

Wie funktioniert geschlechtergerechte Sprache?

Grundlegend geht es darum alle Geschlechter sichtbar zu machen. Hierfür bieten sich zwei Strategien an:

•         Sichtbarmachung

Bei diesen Varianten werden sowohl Männer als auch Frauen angesprochen

- Paarform   z.B. Studenten → Studentinnen und Studenten

- Schrägstrich   z.B. Studenten → Studenten/-innen

- Binnen-I   z.B. Studenten → StudentInnen

- Gender Gap (Unterstrich)   z.B.: Studenten → Student_innen

- Gender Stern (Sternchen)   z.B.: Studenten → Student*innen

•         Neutralisierung

Viele Menschen möchten/können sich nicht dem einen oder anderen Geschlecht zuordnen, woraufhin eine geschlechtsneutrale Formulierung eine hohe Relevanz hat. Hinzu kommt, dass durch den Beschluss vom Bundesverfassungsgerichts das sogenannte 'dritten Geschlecht' eingeführt wird. Auch Menschen, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlen, haben ein Recht darauf sichtbar zu sein.

- Geschlechtsneutrale (Personen)Bezeichnung   z.B.: Studenten → Studierende

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Unterstützung für eine geschlechtergerechte Wortwahl ist auf folgender Homepage zu finden: https://geschicktgendern.de

Habt ihr oder Sie Fragen zum Einsatz von geschlechtergerechter Sprache in Haus- oder Abschlussarbeiten, für das nächste Projekt oder im alltäglichen Sprachgebrauch? Dann wendet euch sehr gern an FEM Power.

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weitere Informationen finden sich hier:

Uni Kassel: Geschlechtergerecht in Sprache und Bild – Ein Leitfaden

Hochschule Bremen: Orientierungshilfe für gendergerechte Sprache

Videos

FUMA – Fachstelle Gender und Diversity

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