Lehrerfortbildungen

Lehrerfortbildungen

Das Schülerlabor bietet regelmäßig Fortbildungen für alle Jahrgangsstufen an.


Die Kurse werden in Absprache mit dem Chemielehrerfortbildungszentrum Leipzig – Jena; dem Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt (LISA) und dem Verband der Chemischen Industrie/ Nordostchemie durchgeführt.  Die Organisation und Durchführung weiterer Veranstaltungen sind auf Anfrage unter almut.vogt(at)hs-merseburg.de möglich.

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

wir freuen uns, Sie im Schülerlabor zu Fortbildungsveranstaltungen begrüßen zu können. Aufgrund der aktuellen Abstands- und Hygienenbestimmungen der Hochschule Merseburg ist die Teilnehmerzahl an den Fortbildungsveranstaltungen auf 12 begrenzt.

Anmeldung über http://www.uni-leipzig.de/~lfbz/

Veranstaltungsort: Hochschule Merseburg, Eberhard-Leibnitz-Str. 2, Hauptgebäude, Trakt C, 1.Etage, Raum 15

Anfahrt und Campusplan: https://www.hs-merseburg.de/service/kontakt/anfahrt/

 

Veranstaltungen 2020/2021

Rot – die Farbe der Macht

Veranstaltungsort: Hochschule Merseburg, Eberhardt-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg; Gebäude C, 1. Etage, Raum 14

Zielgruppe: Chemielehrer*innen der Sek. II an Gymnasien, BBS, FOS sowie alle interessierten Lehrer*innen

Kursleitung: Dr. Almut Vogt (Tel.: 03461 462161, almut.vogt@hs-merseburg.de)

Mindestteilnehmerzahl: 8

Verfügbare Plätze: 12

Termin:  08.04.2021   09:00 - 16:00 Uhr

Kursziele:

Der Mensch verwendet seit alters her farbigen Substanzen für die Gestaltung seiner Lebensbereiche: Mineralien wie Zinnober wurden für die Höhlenmalerei genutzt, Naturfarbstoffe aus Pflanzen und Tieren wie Purpur oder Cochenille dienten zum Färben von Textilien.  Aufgrund der sehr begrenzten Mengen dieser Farben waren sie sehr kostbar. Insbesondere rot gefärbte Textilien standen nur den höheren Gesellschaftsschichten zur Verfügung. Erst Ende des 19. Jahrhunderts gelangen die ersten   Synthesen künstlicher Farbstoffe und damit die Nutzung für alle Bevölkerungsschichten.  

Die Fortbildung ist für Fachlehrer*innen Chemie konzipiert, die Inhalte eignen sich aber auch für Projekttage und fächerübergreifenden Unterricht. In einem einführenden Vortrag wird die Bedeutung dieser Farbe im Alltag und für biologische Systeme aufgezeigt. Der Fokus der Fortbildung liegt auf der experimentellen Arbeit im Labor. Sie erhalten die zu den erprobten Experimenten gehörenden Versuchsvorschriften, welche Sie direkt in Ihrem Unterricht einsetzen oder auf Ihre Gegebenheiten anpassen können.

Für den Nachmittag ist eine Exkursion zur Kunsthochschule Halle in die Textilwerkstatt geplant.

Kursinhalte:

Vortrag:

Bedeutung der Farbe Rot im Alltag | Rote Farbstoffe in der Geschichte | Ursache der Farbigkeit, Farbtheorie nach Witt | Eignen sich alle farbigen Verbindung zu Färben? | Rote Azo- und Carbonylfarbstoffe | Färbeverfahren wie z.B. Beizen-, Küpen-, Direktfärbung | pH-Abhängigkeit von Farbstoffen und deren Einsatz als Indikatoren

Praktikum:

Schulrelevante und praxisorientierte Versuche zur pH-Abhängigkeit von Farbstoffen, Einfluss von Substituenten auf die Farbigkeit von Verbindungen, Isolierung von Naturfarbstoffen und deren Einsatz, Herstellung von Farbstoffen diverser Farbstoffklassen, Färbeverfahren und dem Einfluss der Faserart auf das Färbeergebnis

Ablauf der Fortbildungsveranstaltung:

09:00 - 10:15 Uhr  -  Vortrag

10:30 - 12:30 Uhr  -  Praktikum

                 Mittagspause

13:15 Uhr  -  Abfahrt zur Kunsthochschule

14:00 - 16:00 Uhr  -  Exkursion nach Halle

Chemie der Hausapotheke

Veranstaltungsort: Hochschule Merseburg, Eberhardt-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg; Gebäude C, 1. Etage, Raum 15

Zielgruppe: Chemielehrer*innen der Sek. I , Sek. II und BBS sowie alle interessierten Fachlehrer

Kursleitung: Christian Kellner (christian.kellner@gym-landsberg.bildung-lsa.de)

Mindestteilnehmerzahl: 8

Verfügbare Plätze: 12

Termin:  21.01.2021   15:00 - 18.00 Uhr

Kursziele und Kursinhalte:

Der Kurs ermöglicht den Einblick in verschiedene chemische Basiskonzepte, die in der Sekundarstufe I etabliert werden. Die Themenauswahl erstreckt sich von einfachen Synthesen und Analysen bzw. Nachweisen über Säure-Base-Reaktionen bis hin zu einer Betrachtung des Chemischen Gleichgewichts.

Der Kurs eignet sich besonders gut als Zusammenfassung nach der 8., 9., oder 10. Klasse, wobei er vom Anforderungsniveau zum Teil unter dem einer 10. Gymnasialklasse anzusiedeln ist. Für eine 10. Klasse der Sekundarschule stellt er jedoch ausreichend ansprechende, anschauliche und alltagsrelevante Heraus­forderungen bereit.

Im Rahmen der Kompetenz Fachwissen lernen die Schüler*innen die chemischen Inhaltsstoffe bekannter Haus- und Arzneimittel kennen (Gewürznelken, Sal­beitee, Aspirin und Paracetamol, Tabletteninhaltsstoffe) und wenden das Struktur-Eigenschaft-Konzept zur Erklärung der Beobachtungen an. Nachweise von Stärke, Eiweißen und Ammoniumchlorid werden durchgeführt. Versuche mit dem Schleimlöser ACC und Lefax gegen Blähungen unterstützen mit einer greifbaren Veranschaulichung der Wirkungswiese der Medikamente die Kompetenz Erkenntnisgewinn.

Bewertungskompetenz wird von den Schülern*innen bei der genauen Betrachtung von Packungsanweisungen (Eisenmangel bekämpfen mit ferro-sanol), sowie bei der Einschätzung von Konzentrations- und Inhaltsangaben verlangt.

Abgerundet wird der fachwissenschaftliche Teil des Kurses mit dem Thema Säure-Base-Reaktionen, wobei der Schwerpunkt auf der Behandlung von Sodbrennen liegt. Hier werden verschiedene Medikamente vorgestellt und untersucht. Zur Weiterarbeit im Unterricht für eine 10. Gymnasialklasse bietet sich die vertiefende Betrachtung mit dem Brønsted- und dem Gleichgewichts-Konzept an, um ein ausreichendes Anforderungs­niveau zu gewährleisten. 

Praktikumsteil:

Zinksalbe gegen Pickel | Gewürznelken als Heilmittel | Inhaltsstoffe von Salbeitee | Eisen-mangel bekämpfen | Schleimlöser ACC | Kaisernatron gegen Sodbrennen | Viel hilft viel | Duell der Medikamente | Die Schmerzmittel Aspirin und Paracetamol | Was ist noch drin in einer Tablette? | Kohletabletten | Emser Pastillen | Salmiakpastillen | Hühneraugentinktur | Lefax gegen Blähbauch | Der schnelle Tod für Krankheitserreger – Iod-Lösung | Wärmepads (Thermaplast, ThermaCare und Co) | Kochen bis es kühlt

Veranstaltungsort: Hochschule Merseburg, Eberhardt-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg; Gebäude C, 1. Etage, Raum 14

Zielgruppe: Chemielehrer*innen der Sek. II an Gymnasien, BBS, FOS sowie alle interessierten Lehrer*innen

Kursleitung: Dr. Almut Vogt (Tel.: 03461 462161, almut.vogt@hs-merseburg.de)

Mindestteilnehmerzahl: 8

Verfügbare Plätze: 12

Termin: 08.07.2021   9:00 - 16:00 Uhr

Kursinhalte:

Die Chemie im europäischen Mittelalter existierte zunächst in Form des antiken, tradierten, praktischen Wissens über chemische Fertigkeiten und Techniken („Meister“ der Probierkunst) sowie antiker Naturphilosophien. Zum Ausgang des Mittelalters wurde jedoch aus zielloser Probierkunst zielgerichtetes, methodisches Experimentieren. Neue, naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden wurden zur Naturwissenschaft „Chemie“ vereinigt.

Die Fortbildung ist für Fachlehrer*innen Chemie konzipiert, die Inhalte eignen sich aber auch für Projekttage und fächerübergreifenden Unterricht. Sie können nach einem einführenden Vortrag verschiedene lehrplanrelevante - mittelalterliche, bis heute noch bedeutsame - Experimente aus den Themenbereichen Gasen, Salzen, Säuren, Metallen, Nachweisreaktionen und Trennungsgängen selbst ausprobieren. Der Fokus der Fortbildung liegt auf der experimentellen Arbeit im Labor. Sie erhalten die zu den erprobten Experimenten gehörenden Versuchsvorschriften, welche Sie direkt in Ihrem Unterricht einsetzen oder auf Ihre Gegebenheiten anpassen können.

Am Nachmittag wird eine Exkursion in das „Landesmuseum für Vorgeschichte“ durchgeführt.

Praktikumsteil: Schulrelevante und praxisorientierte Versuche z.B.

Paracelsus‘ aufbrausende Luft  |  Priestley’s Gase  |  Ammoniak-Nachweis nach Libavius (Komplexbildung)  |  Erste qualitative Analysen von Chemikalien und Lösungen nach Boyle  |  „Corpusculartheorie“ von Boyle (Verbrennung von Metallen)  |  Agricola und das Hüttenwesen  |  Daniel Sennert und Angelus Sala erklären die „Transmutation“ von Eisen in Kupfervitriollösung (Redoxreaktion)

Ablauf der Fortbildungsveranstaltung:

09:00 - 10:15 Uhr  -  Einführender Vortrag

10:30 - 12:30 Uhr  -  Praktikum

               Mittagspause

13:15 Uhr  -  Fahrt zum Museum in Halle

14:00 - 16:00 Uhr  -  Führung, Auswertung der Veranstaltung     

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