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Psychotherapie und Pädagogik bei „Heimkindern“ ein „Klinisches Dilemma“?


19.01.17 15:00 Uhr
Hochschule Merseburg Campus Eberhard-Leibnitz-Straße 2 06217 Merseburg Hg / Hörsaal 5

Die beiden Pädagogen und Psychoanalytiker Fritz Redl & David Wineman sprechen im Zusammenhang von Kindern, „die hassen“, also Kindern, denen man in der heutigen Fachterminologie eine ausgeprägte Störung des Sozialverhaltens mit frühem Beginn, oft im Zusammenhang mit komplexen Entwicklungstraumatisierungen infolge von Vernachlässigungen und Misshandlungen, zuerkennen würde, von einem klinischen Dilemma (1951;1990). Dieses ergebe sich dadurch, dass diese Kinder „außerhalb der Reichweite“ der normalen Erziehungsmethoden (Lob; Strafe;Versprechungen; Moralisierungen; Ermutigungen; etc.) und „unterhalb des Wirkungsbereiches“ der klassischen Psychotherapie (1-2 Stunden pro Woche,in einem geschützten Raum) wären. Inwieweit trifft diese These 65 Jahre später immer noch zu? Und wo liegen die Alternativen? Eröffnen die moderne Traumapsychologie und - pädagogik neue Perspektiven?