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Veranstaltungen

CzA: CJD Droyßig

22.05.18
Hauptgebäude/ C / 1 / 015


CzA: Herdergymnasium Merseburg

22.05.18
Hauptgebäude/ C / 1 / 015


Diskussion: „Objekte der Begierde“ Über die Möglichkeiten der Kunst, unterschiedliche Positionen und die Frage der Sprachwahl in der Auseinandersetzung um künstlerische Exponate

22.05.18 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Hochschule Merseburg, Foyer im Gartenhaus, Eberhard-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg

Silas Schmidt von Wymeringhausen trägt aktuell mit seinen*ihren Beiträgen zur Ausstellung „generell frisch“ im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg zu einer offenen und toleranten Stadt Merseburg bei. Fokussiert auf schwule Inhalte - insbesondere Cruising - eröffnet der*die Künstler*in Reflexionsräume für schwule Kultur. Einige Reaktionen aus dem Museum sorgten für Aufmerksamkeit. Entrüstet über die als vulgär empfundene Sprachwahl in den Exponaten und die Darstellung auch erigierter Penisse verwendete eine Mitarbeiter*in des Museums mehrfach den Begriff „abartig“ in Bezug auf die gezeigten Exponate. Medial hat sich darauf hin eine Diskussion entfacht, die überregional und regional wirkte.

Aber worum geht es eigentlich? Und was können wir als produktiven Ertrag für unseren Landkreis und unsere Stadt Merseburg aus der Debatte ziehen? Dazu findet an der Hochschule Merseburg eine Diskussionsveranstaltung statt, die sich mit der Debatte um die Exponate „Cruising“ von Schmidt von Wymeringhausen befasst. Eingeladen hat Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung an der Hochschule, alle Beteiligten – und darüber hinaus weitere Personen, die zur Debatte beitragen können.

Als Diskussionspartner*innen sind eingeladen bzw. haben bereits zugesagt:

  • Der Künstler Silas Schmidt von Wymeringhausen (zugesagt)
  • Heiner Schulze vom Schwulen Museum* in Berlin (zugesagt)
  • ein*e Vertreter*in des Kulturhistorischen Museums Schloss Merseburg bzw. des Landkreises (angefragt)
  • ein*e Vertreter*in des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt (angefragt)

Bei der Veranstaltung soll es darum gehen, (a) unterschiedliche Positionen zu Kunstwerken auszuhalten und (wertschätzend) miteinander ins Gespräch zu bringen, (b) Freiheiten und Möglichkeiten der Kunst zu diskutieren und (c) auch auf die Sprachwahl in einer auch einmal „derb“ geführten Auseinandersetzung zu schauen. Auch in der Ablehnung von Werken und Positionen können einmal Begriffe fallen, wie „scheußlich“, „unangemessen“, „vulgär“ o.ä. – hingegen sind in Deutschland noch immer allzu rasch nazistische Begriffe wie „abartig“ bei der Hand, deren nazistische Prägung der Dresdner Romanist Victor Klemperer in seinem Band LTI („Lingua tertii imperii“, dt. „Die Sprache des Dritten Reiches“) aufgezeigt hat, ein Band der immerhin zu DDR-Zeiten Pflichtlektüre an Schulen war.

Bei der Veranstaltung wird es um gewinnenden Austausch gehen. Nach einer Diskussion auf dem Podium haben auch Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich in die Diskussion einzubringen. Ziel ist, dass wir alle etwas mit der Debatte gewinnen können.

In gewissem Maße als „Warm-up“ findet bereits eine Woche zuvor, am 16. Mai um 12:40 Uhr (bis 13:20 Uhr), die bereits seit längerem von der Hochschule Merseburg angekündigte Lunch lecture mit dem Titel "'Auf der Suche nach einer verrufenen Klappe...' Von Klappen (Klappensex) und heutigem queeren Widerstand" statt, bei der Heinz-Jürgen Voß über neuste Erkenntnisse zur schwulen Klappenkultur referiert.


CzA: Herdergymnasium Merseburg

23.05.18
Hauptgebäude/ C / 1 / 015


Projektstart: Publikums- und Pressegespräch zum vom BMBF geförderten Projekt: Bildungsangebote zu Themen der Sexualität und sexueller Selbstbestimmung als Querschnittsaufgabe der Lehrerbildung

23.05.18 12:30 Uhr bis 13:15 Uhr
Hochschule Merseburg, Gartenhaus Foyer, Eberhard-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg

Gemeinsam mit der Universität Leipzig (Prof. Dr. Barbara Drinck) hat die Hochschule Merseburg den Zuschlag für das Verbundprojekt „SeBiLe: Sexuelle Bildung für das Lehramt“ erhalten.

Es zielt darauf, Themen zur
(a) Prävention vor sexualisierter Gewalt und
(b) Förderung sexueller Selbstbestimmung
stärker in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern sowie von Fachkräften in den Bereichen der Heil- und Sonderpädagogik zu verankern.

Das Projekt ist als Pilotprojekt angelegt und soll auf Hochschulen im gesamten Bundesgebiet ausstrahlen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einem Gesamtvolumen von rund 560.000 Euro in der Förderlinie „Forschung zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten“ gefördert; drei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen arbeiten im Projekt. Im Anschluss an eine Bedarfserhebung sollen vorhandene Curricula überarbeitet, mit einem inklusiven Fokus um zusätzliche Inhalte zur Sexuellen Bildung ergänzt und in das Lehramtsstudium implementiert werden. Gemeinsam mit Partnereinrichtungen in Sachsen-Anhalt und Sachsen werden zudem bestehende Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich Sexuelle Bildung für schulische Lehr- und Führungskräfte erweitert und neu erarbeitet. Eine Ethikkommission und ein Projektbeirat begleiten den Projektverlauf. Mit dem Projekt solle eine „Kultur der aktiven Prävention und des Kindesschutzes“ an pädagogischen Einrichtungen gefördert werden, betonen die Leiter_innen des Projekts Prof. Dr. Barbara Drinck von der Universität Leipzig und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß von der Hochschule Merseburg.

Am 23. Mai (Mittwoch) wird das Projekt an der Hochschule Merseburg vorgestellt.

Für Fragen stehen Ihnen im Vorfeld gern Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß
(heinz-juergen.voss(at)hs-merseburg.de)
und die wissenschaftliche Mitarbeiterin im SeBiLe-Projekt Maria Urban
(maria.urban(at)hs-merseburg.de)
zur Verfügung.


CzA: Domgymnasium Merseburg/ Einstiegskurs

24.05.18
Hauptgebäude/ C / 1 / 015


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