Projektpräsentationen KMP

Kulturpädagogische und Künstlerische Projektarbeiten

In dem Kellergewölbe der Hochschule Merseburg. Langsam, mit versteinertem Gesicht rollen Freya und Laura einen roten Teppich aus. Das rote Licht ihrer Stirnlampen verwandelt die Umgebung in eine schemenhafte Kulisse. Dann schreiten sie auf dem roten Teppich nach vorn und schreien aus voller Kehle los. Bei der Performance handelt sich um eine der kulturpädagogischen und künstlerischen Projektarbeiten des Bachelorstudiengangs Kultur- und Medienpädagogik (KMP), die von Skadi Konietzka, Lehrkraft für besondere Aufgaben im Bereich Theaterpraxis/Theatervermittlung, betreut wurde. Wir stellen stellvertretend drei Projekte der Studierenden vor.

 

Laura Köckritz und Freya Gemeiner zeigen einen Teil ihrer Performance. Skadi Konietzka hat die Betreuung der Arbeit übernommen.

"WUTMÜTIG"

Nach 6 intensiven Wochen Vorbereitungszeit im Tiefkeller der Hochschule Merseburg fand die Aufführung von „WUTMÜTIG“ statt. Das Projekt von Laura Köckritz und Freya Gemeiner thematisiert das Empfinden und Ausdrücken von Wut in persönlichen sowie gesellschaftlichen Kontexten. „Wir wollen einen gleichberechtigten Wutausdruck für alle Menschen, unabhängig von ihren Identitätsmerkmalen, erkämpfen“. Ausschlaggebend für das Projekt waren eigene Erfahrung sowieso feministische Diskurse. Während des Studiums Kultur- und Medienpädagogik konnten sie individuell in unterschiedliche Bereiche hineinschnuppern. Nach ihrem Abschluss will Freya direkt einen Master im kulturwissenschaftlichen/künstlerischem Bereich anschließen, während Laura sich zunächst praktisch im Berufsalltag ausprobieren möchte, bevor sie einen geeigneten Master anstrebt. Beide engagieren sich für pädagogische und künstlerischen Projekte wie dem Buchkinder Leipzig e.V. und theaterpädagogische Projekte in Schulen.

 

 

"InMotion"

Eine Vorlesung der Medienphilosophie stellte für Laura Trinks genannt Beck die Zündung dar, sich intensiv mit wissenschaftlichen Betrachtungen von Emotionen auseinanderzusetzen. Mit ihrem Projekt „InMotion“ will sie das Thema Emotionen und Gefühle sichtbar werden lassen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen (Nicht-)Handeln sieht sie vor allem für Pädagog*innen als Gewinn. „Gefühle können als bewusst erlebte Emotionen verstanden werden und geben uns einen Moment der Kontemplation zur Antwort, anstatt auf die Reaktivität zurückzugreifen“, so Laura.

Ihr Bachelorstudium war für Laura „eine Reise zur Erkenntnis der eigenen Vorlieben“, bei der ihr das vielseitige Lehrangebot und die Auswahlmöglichkeiten besonders gefallen haben. Sie hat auch ein klares Ziel, wie es nach dem Bachelor weitergehen soll: Mit dem entsprechenden Masterstudiengang.

 

 

Laura Trinks genannt Beck während ihrer Präsentation. Die Projektarbeit wurde von Christian Siegel betreut.

Theresa Messing, Luisa Moser und Angelika Semenow. Betreut wurde die Arbeit von Christian Siegel.

"Dein Journal für mehr Empowerment“

Illustrieren, Schreiben und dabei auf gesellschaftliche Themen wie Catcalling, Bodyshaming und Overthinking aufmerksam machen. Das war das Ziel der Studentinnen Theresa Messing, Luisa Moser und Angelika Semenow mit dem Projekt "Dein Journal für mehr Empowerment“. Damit die Leser*innen eigene Gedanken und Erfahrungen einbringen können, entwickelten sie ein Journal, dessen freie Notizseiten dazu einladen, selbst zu reflektieren. „Das Journal soll Mut machen, zeigen, dass man mit vielen Problemen nicht allein ist und auch Wege aufzeigen, wie man mit gewissen Erfahrungen und Erlebnissen umgehen kann.“ Die drei Studentinnen schätzen an ihrem Bachelorstudiengang die vielseitigen Projektarbeiten und die Freiheit, einen persönlichen Schwerpunkt zu entwickeln. Nach dem Abschluss will sich Angelika für ein Masterstudium bewerben, für Luisa stehen die Möglichkeiten noch offen und Theresa könnt sich vorstellen, kreative Kunstvermittlungsformate für Kinder zu entwickeln.

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