Prof. Dr. Katja Rudolph und Prof. Dr. Valentin Cepus übernehmen die Leitung der Ombudsstelle an der Hochschule Merseburg von ihren Vorgängern Prof. Dr. Johannes Herwig-Lempp und Prof. Dr. Eckhard Liebscher.
Warum bedeutsam?
Gute wissenschaftliche Praxis ist die Grundlage dafür, dass Forschung, Lehre und Transfer glaubwürdig, nachvollziehbar und fair bleiben. Die Ombudsstelle der Hochschule Merseburg ist dafür eine wichtige Anlaufstelle: Sie soll gute wissenschaftliche Praxis sichern und wissenschaftlichem Fehlverhalten vorbeugen. Ihre Arbeit orientiert sich an der entsprechenden Satzung der Hochschule sowie an den Leitlinien der DFG.
Aus unserer Sicht ist Ombudsarbeit vor allem deshalb bedeutsam, weil Unsicherheiten und Konflikte im wissenschaftlichen Alltag oft frühzeitig geklärt werden können, bevor sie eskalieren. Das betrifft beispielsweise Fragen zu Autor*innenschaft, Forschungsdaten, Datensicherheit, Plagiaten, Forschungsbehinderung, Betreuungssituationen, Befangenheit in Begutachtungen oder andere Anliegen im Zusammenhang mit guter wissenschaftlicher Praxis.
Dabei ist die Ombudsstelle nicht nur für Professor*innen oder Forschende da: Alle Angehörigen der Hochschule sowie externe Personen können sich mit Fragen, Beobachtungen oder Beschwerden zur guten wissenschaftlichen Praxis an die Ombudsstelle wenden.
Wie wir arbeiten?
Wir verstehen uns als niedrigschwellige, neutrale Ansprechpersonen für Fragen guter wissenschaftlicher Praxis. Unser Ziel ist es, zuzuhören, Anliegen einzuordnen, mögliche nächste Schritte transparent zu machen und — wo möglich — vermittelnd zu unterstützen. Konkret bedeutet das für uns: Wer sich an die Ombudsstelle wendet, muss nicht bereits eine fertige Bewertung oder einen formalen Vorwurf formulieren. Auch Unsicherheiten, Irritationen oder erste Beobachtungen können Anlass für ein Gespräch sein. Wir klären gemeinsam, worum es geht, welche Regeln oder Standards berührt sein könnten und welche Wege der Klärung angemessen sind.
Wichtig ist uns eine Haltung der Fairness gegenüber allen Beteiligten. Ombudsarbeit ersetzt keine formalen Verfahren, kann aber Orientierung geben, deeskalieren, Missverständnisse auflösen und dabei helfen, gute wissenschaftliche Praxis im Alltag der Hochschule lebendig zu halten.
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Zitate
Katja Rudolph: „Wir möchten eine vertrauensvolle Anlaufstelle für alle sein, die Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis haben — frühzeitig, fair und lösungsorientiert.“
Valentin Cepus: "Wir hören zu und vermitteln, sind neutral und können nicht über den Sachverhalt entscheiden, sondern wir wollen Brücken bauen für sachliche Gespräche."
