Internationaler Drogentotengedenktag in Merseburg - Aufklärung statt Kriminalisierung!
Der 21. Juli ist der jährliche Internationalen Gedenktag für verstorbene drogengebrauchende Menschen. Diesem Jahr steht er unter dem Motto "Konsumsicherheit für Alle(s)". Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit (B. A.) wollen im Rahmen ihres Seminars zur Sozialpolitik (Dozent: Erik Theuerkauf) dieses Gedenken öffentlich machen. Ziel ist, über die Ursachen von Tod im Zusammenhang mit Substanzmittelkonsum und repressiver Drogenpolitik sowie Methoden sicheren Konsums aufzuklären.
Das Gedenken an die Opfer der Drogenpolitik darf nicht im Verborgenen bleiben - deshalb tragen wir es in Merseburg in die Öffentlichkeit. Bringt gern Familie und Freund*innen mit! Es gibt einen Snackstand und Safer Use Materialien. Darum trägt die Veranstaltung den Titel Aufklärung statt Kriminalisierung.
Warum der 21. Juli? "Am 21. Juli 1994 starb in Gladbeck der junge Drogengebraucher Ingo Marten. Seiner Mutter gelang es unter Mithilfe der Stadt, eine Gedenkstätte für Ingo und andere verstorbene Drogengebrauchende zu installieren, den in den nächsten Jahren weitere Orte der Erinnerung und Mahnung folgten. Der erste Gedenktag für verstorbene Drogengenbrauchende wurde 1998 begangen. [...] Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 39.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und der Überlebenshilfe." (https://www.gedenktag21juli.de/warum-der-21-juli/)
Mit dabei sind das Streetwork Merseburg (https://www.merseburg.de/de/streetwork/streetwork.html) und die Drobs Drogenberatungsstelle (https://drobs-halle.de/).
Veranstaltung speichern (iCal)
