Wie solidarisch ist der Osten? Fragen stellen, Positionen zeigen, Handeln erproben
Wie solidarisch ist der Osten? Diese Frage zu beantworten scheint schwierig. Wer im Osten lebt, macht ganz unterschiedliche Ost-Erfahrungen. Daher laden Studierende der Kultur- und Medienpädagogik zum gemeinsamen Austausch ein. An mehreren Ausstellungsstationen werden vielfältige, vergessene oder unterrepräsentierte Stimmen versammelt. Dabei werden auch gegenwärtige Sorgen und Möglichkeiten für solidarisches Handeln aufgezeigt. Theater- und Aktionskunstprojekte gehen raus auf die Straße und übersetzen gesellschaftliche Anliegen in konkrete Handlungen. Und schließlich werden in künstlerischen Workshops Themen wie Diversität und Demokratie ausgelotet – und anhand individueller Orte und Geschichten sichtbar und erfahrbar gemacht. Die Studierenden vertiefen unter diesem Dachthema wahlweise die Schwerpunkte Ausstellungspraxis, Kunst und Kultur oder Diversität in der Vermittlung.
Veranstaltungen:
Do 11.6.2026, 15 Uhr, Ausstellungeröffnung Maker- & Education LAB, Bahnhofstraße 13, 06217 Merseburg
Do 11.6.2026, 16 Uhr, Ausstellungseröffnung Mehrgenerationenhaus, Roßmarkt 2, 06217 Merseburg
Ausstellungpraxis: Solidarisiert Euch! Ausstellung, Archiv und Aktion
Ob Soliparty, Petitionen oder Bezahlkarte – die Formen solidarischen Handelns sind vielfältig und allgegenwärtig. Sie schaffen unterstützende Strukturen, dort wo sie fehlen und sind heute mehr denn je nötig. Im Format der Ausstellung wird ein Raum eröffnet, in dem wir miteinander darüber diskutieren, welche Sorgen, aber auch welche Vorbilder es in Merseburg gibt und wie und unter welchen Bedingungen Solidarität möglich ist. Die Ausstellungen finden im Mehrgenerationenhaus und im Maker- & Education LAB in Merseburg statt. Zusätzlich wird ein mobiles Team mit Bewohner:innen und Passant:innen auf der Straße ins Gespräch gehen.
Laufzeit der Ausstellungen:
12.6.2026 bis 1.7.2026
Orte und Öffnungszeiten:
Mehrgenerationenhaus Mo-Fr 8-17 Uhr; Maker- & Education LAB Di-Mi 12-16 Uhr
Kunst und Kultur: Raus aus der Ohnmacht – rein in die Aktionskunst
Inspiriert vom Kollektiv Radikale Töchter entwickeln Studierende über zwei Semester eigene Aktionskunstformate zu gesellschaftlich relevanten Themen – von der Idee bis zur Umsetzung. Im Sommer 2026 gehen die Projekte in den öffentlichen und digitalen Raum: In fünf künstlerischen Interventionen wird Haltung sichtbar, Diskurs angestoßen und kollektives Handeln erprobt.
Die Aktionen werden in Halle und Leipzig zu folgenden Themen stattfinden:
- Bundeswehr – Dass Bootcamp
- Kotzende Katzen
- Der moderne Mann – Wer sind unsere Männer und wenn ja, wie viel?
- Kampf um die Lebensgrundlage
- Do It Yourself! – Guillotinen Dekorationsworkshop
Diversität in der Vermittlung: „Stadtgeschichten“ – Künstlerische Workshops zu öffentlichen Orten und individuellen Geschichten
Das Projekt „Stadtgeschichten“ sammelt individuelle Erfahrungen an Orten des öffentlichen Raums und nutzt künstlerische Medien wie Fotografie, Siebdruck, Sound/Rhythmus und Performance – um sichtbar zu machen, was allzu oft unsichtbar bleibt: verschiedene Lebensrealitäten, Geschichten und Perspektiven. Der Stadtraum wird dabei als sozialer Bedeutungsraum verstanden, geprägt durch Erinnerungen, Beziehungen und gesellschaftliche Bedingungen. So werden generationsübergreifende Begegnungen und individueller Austausch möglich – als ein Beitrag zu mehr Solidarität! Im Juni 2026 finden verschiedene Workshops unter dem Titel „Unsere Stadt, unsere Geschichten“ und „queer & hier – Stadtgeschichten aus Merseburg“ im Mehrgenerationenhaus in Merseburg statt.


