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Förderbescheid für H2HUB in Sachsen-Anhalt an der Hochschule Merseburg übergeben

Gruppenfoto H2HUB in Sachsen-Anhalt
Wissenschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann übergab an die Projektpartner die Förderbescheide

Infobox: H2HUBin Sachsen-Anhalt

Laufzeit:
01.12.2025 bis 30.11.2029

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der STARK-Richtlinie, betreut durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Gesamtbudget (für Teilprojekt Hochschule Merseburg):
1.550.000 Euro

Projektziel:

  • Weiterentwicklung der Lernallianz für den Wasserstoffhochlauf in Mitteldeutschland, die einen zielgruppengerechten Transfer von Forschung in die berufliche und akademische Aus- und Weiterbildung in Mitteldeutschland fördert
  • Entwicklung innovativer Weiterbildungsangebote im Bereich Wasserstoff-technologien zur Fachkräftesicherung und Unterstützung der Energietransformation
08.06.2026

Am 4. Juni 2026 wurden an der Hochschule Merseburg die Förderbescheide für das Verbundprojekt H2HUB in Sachsen-Anhalt an die beteiligten Projektpartner offiziell übergeben. Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft des Landes Sachsen-Anhalt, überreichte den Bescheid für die Hochschule Merseburg persönlich an Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, kommissarischer Rektor, sowie an Andreas Kröner, Projektleiter des H2 HUB an der Hochschule.

Mit dem Folgeprojekt wird die seit 2022 bestehende Lernallianz für den Wasserstoffhochlauf in Mitteldeutschland gezielt weiterentwickelt. Ziel ist es, ein leistungsfähiges Bildungsnetzwerk aufzubauen, das Fach- und Führungskräfte für die Anforderungen der Wasserstoffwirtschaft qualifiziert und zugleich neue Angebote für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie die breite Öffentlichkeit schafft.
 

Fachkräftesicherung als Schlüssel für die Wasserstoffregion

Mitteldeutschland entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Standort der Wasserstoffwirtschaft. Der Erfolg dieser Entwicklung hängt maßgeblich von qualifizierten Fachkräften sowie einem engen Austausch zwischen Hochschulen und Wirtschaft ab. Hier setzt das Projekt an: Mit innovativen Weiterbildungsformaten, neuen Kooperationen und digitalen Lernangeboten stärkt das H2HUB in Sachsen-Anhalt die Fachkräftesicherung und unterstützt die Transformation der Energieregion.
 

Hochschule Merseburg setzt auf innovative Lernformate

Die Hochschule Merseburg übernimmt dabei eine zentrale Rolle in der Entwicklung moderner Lehr- und Lernformate. Ein besonderer Fokus liegt auf immersiven Lernumgebungen: Mithilfe von Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen werden komplexe Wasserstofftechnologien anschaulich und praxisnah vermittelt. So können auch Prozesse und Anlagen erfahrbar gemacht werden, die in der Realität nur eingeschränkt zugänglich sind. Ergänzt wird das Angebot durch berufsbegleitende Weiterbildungen, Zertifikatskurse sowie Formate wie Microcredentials, praxisnahe Lernangebote durch Demonstratoren, Labore sowie Summer Schools.

Das Projekt wird gemeinsam mit der Hochschule Anhalt, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie den Fraunhofer-Instituten IWES und IMWS umgesetzt. Die Partner bündeln ihre Expertise in Weiterbildung, Forschung und Transfer und schaffen so eine leistungsfähige Struktur für die Qualifizierung im Zukunftsfeld Wasserstoff.

„Mithilfe des Projektes können wir Fachkräfte und Studierende gezielt schulen und weiterqualifizieren. Durch unser Know-how leisten wir einen wichtigen Beitrag, um das Thema grüner Wasserstoff voranzubringen und den Strukturwandel aktiv mitzugestalten. Der Hochschule Merseburg wird mit ihrer Expertise eine zentrale Rolle als Anlaufstelle zu Fragen der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zukommen“, erklärt Andreas Kröner, Leiter Weiterbildung und Projektverantwortlicher an der Hochschule Merseburg.

Mit H2HUB in Sachsen-Anhalt positioniert sich die Hochschule Merseburg als wichtige Akteurin im Bereich der angewandten Forschung und Weiterbildung für Zukunftstechnologien und unterstreicht ihre Rolle im Strukturwandel der Region.

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Der Aufbau einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft bietet Sachsen-Anhalt erhebliche wirtschaftliche Chancen. Nach aktuellen Prognosen könnten bis zum Jahr 2045 rund 27.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig wird eine zusätzliche jährliche Wertschöpfung von etwa 1,5 Milliarden Euro erwartet. Der Wasserstoffbedarf im Land könnte von derzeit rund zehn auf künftig 23 Terawattstunden steigen. Dank des starken Ausbaus erneuerbarer Energien könnte künftig auch ein relevanter Teil des benötigten grünen Wasserstoffs im eigenen Land erzeugt werden. 

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