Wie entsteht eigentlich das tägliche Angebot in unserer Mensa? Dieser Frage sind Studierende des Green Office Labs an der Hochschule Merseburg gemeinsam in einem Interview mit Steffen Lehmann-Weiske vom Studierendenwerk Halle nachgegangen - denn die Mensa in Merseburg ist eine von 12 Mensen, die durch das Studentenwerk Halle betrieben werden. Vor Ort erhielten sie Einblicke in Abläufe, Entscheidungsprozesse und Herausforderungen rund um das Mensaangebot auf unserem Campus.
Von der Idee bis auf den Teller
Wie kommt ein Gericht eigentlich auf den Speiseplan?
Die Rezepte entstehen aus eigenen Ideen und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei gelten klare Leitlinien:
- möglichst saisonale Zutaten
- täglich mindestens ein veganes Gericht
- mindestens ein günstiges „Sprintmenü“ (unter 2 €)
Unterstützt wird die Planung durch eine umfangreiche Rezeptdatenbank mit rund 1.200 Gerichten. Welche und wie viele Gerichte angeboten werden, hängt auch von der Größe der jeweiligen Mensa ab.
Woher kommen die Lebensmittel?
Die Herkunft der Zutaten ist vielfältig organisiert:
- Einige Produkte wie Reis werden international bezogen
- Fleisch stammt teilweise aus regionalen Betrieben
- Gemüse liefert u. a. ein Anbieter aus Leipzig
- Im Sommer ergänzt auch Eis aus Halle (Saale) das Angebot
Dabei wird deutlich: Regionalität ist ein wichtiges Ziel, muss jedoch immer auch wirtschaftlich gedacht werden.
„Ich bin manchmal ganz froh, wenn regional Europa ist. Weil die Lebensmittel, die wir beziehen, auch teilweise aus Asien kommen – aber das ist einfach auch dem Preis geschuldet.“ – Steffen Lehmann-Weiske, Studentenwerk Halle
Warum ist das Essen so günstig?
Die Preise in der Mensa basieren auf einer festen Kalkulationsrichtlinie:
- Je nach Kategorie eines Gerichts fällt die Bezuschussung durch das Land unterschiedlich hoch aus
- Besonders stark gefördert wird das Sprintmenü, das dadurch sehr günstig angeboten werden kann
So entsteht ein ausgewogenes Angebot, das für Studierende bezahlbar bleibt.
Was passiert mit Essensresten?
Ein sensibles Thema ist der Umgang mit nicht verzehrten Lebensmitteln. In der Mensa wird sehr präzise geplant. Durch Erfahrungswerte, sogenannte „Stocklisten“, und sogar den Blick auf den Wetterbericht kann die benötigte Menge sehr genau kalkuliert werden.
„Wir arbeiten mit Stocklisten. Also wir gucken: Was gab’s letztes Jahr an diesem Tag für ein Essen, ab und zu noch den Wetterbericht – und dann ist das fast eine Punktlandung.“ – Steffen Lehmann-Weiske
In der Praxis bedeutet das: Am Ende des Tages bleibt meist kaum etwas übrig.
Und jetzt ihr: Was ist euer Favorit? Was geht gar nicht? Feedback erwünscht!
Ob weniger Ananas, mehr Salatdressings oder zusätzliche glutenfreie Angebote: Feedback ist wichtig und wird vom Studentwerk Halle ausgewertet. Wer Wünsche oder Kritik hat, kann diese unkompliziert einbringen:
- über QR-Codes auf den Mensatischen direkt Feedback geben
- indirekt über das eigene Essverhalten – Verkaufszahlen zeigen, was gut ankommt
Aktuelle Umfrage des Studentenwerkes Halle zum gastronomischen Angebot - hier deinen Senf dazu geben:
>>> Zufriedenheitsumfrage des Studentenwerkes Halle <<<
Frohes Mensen!

