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CTC und Hochschule Merseburg schaffen Basis für gemeinsame Forschung und Innovation

5 Personen schauen sich das CTC-Campusmodell an
BU: Blick auf das Merseburger CTC-Campusmodell (v.l.n.r.): Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr, CTC-Geschäftsführer Christian Harringa, Minister Prof. Dr. Armin Willingmann, kommissarischer Rektor der Hochschule Merseburg Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß sowie Kanzlerin der Hochschule Merseburg Dr. Angela Kunow. © Jens Schlueter
5 Personen freuen sich über die Kooperationsvereinbarung
BU: Der kommissarische Rektor der Hochschule Merseburg Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Mitte) und der administrative Geschäftsführer des CTC Christian Harringa (rechts) präsentieren die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung.
3 Personen unterhalten sich
BU: Minister Prof. Dr. Armin Willingmann (Mitte) und kommissarischer Rektor der Hochschule Merseburg Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (rechts) lassen sich das Campusbauvorhaben vom CTC-Geschäftsführer Christian Harringa erläutern. Bis 2031 soll ein neues Forschungsgebäude für bis zu 300 Forschende und Mitarbeitende entstehen. © Jens Schlueter
25.08.2026

Das Center for the Transformation of Chemistry (CTC) und die Hochschule Merseburg gehen in ihrer Zusammenarbeit einen weiteren Schritt: Eine Kooperationsvereinbarung schafft den Rahmen für gemeinsame Aktivitäten in Forschung, Lehre, Technologietransfer und Nachwuchsförderung. Gleichzeitig schafft das CTC mit bis zu zehn Arbeitsplätzen erstmals eine dauerhafte Präsenz auf dem Hochschulcampus in Merseburg.

Vorgesehen sind gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die Einwerbung von Drittmitteln, der wissenschaftliche Austausch von Forschenden und Lehrenden sowie gemeinsame Veranstaltungen und Qualifizierungsangebote. Studierende können über Praktika, Projekt- und Abschlussarbeiten sowie Promotionen frühzeitig in aktuelle Forschungsaktivitäten eingebunden werden.

Darüber hinaus soll der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt werden. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten zur Förderung von Innovationen und wissenschaftsbasierten Gründungen sowie eine engere Vernetzung mit Unternehmen und weiteren regionalen Partnern. Zudem sind Maßnahmen zur Förderung naturwissenschaftlich-technischer Bildung und wissenschaftlicher Karrierewege vorgesehen. Die Kooperation soll zugleich dazu beitragen, Fachkräfte auszubilden und die Attraktivität des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Merseburg für Studierende, Forschende und Beschäftigte weiter zu erhöhen.
 

Erste dauerhafte CTC-Arbeitsplätze auf dem Campus

Das CTC bezieht erstmals dauerhaft Büroräume auf dem Campus der Hochschule Merseburg. Insgesamt drei Büros mit bis zu zehn Arbeitsplätzen stehen den Mitarbeitenden künftig zur Verfügung. Gemeinsam mit Delitzsch bildet Merseburg einen der beiden dauerhaften Standorte des CTC

Mit der räumlichen Präsenz schafft das CTC einen weiteren wichtigen Baustein für den langfristigen Aufbau seines Standorts in Merseburg. Kurze Wege und der direkte Austausch auf dem Campus sollen den Wissens- und Technologietransfer erleichtern, gemeinsame Forschungsaktivitäten fördern und die Entwicklung eines leistungsfähigen Forschungs- und Transferstandorts in der Region unterstützen. Bis 2031 soll am Campus ein modernes Forschungsgebäude entstehen, das Platz für etwa 300 Forschende und Mitarbeitende bietet.

Die Hochschule Merseburg gewinnt mit dem CTC einen strategisch bedeutenden Partner, der neue Impulse für Forschung, Lehre, Transfer und die weitere Entwicklung des Hochschulstandortes setzt.
 

Zusammenarbeit in Merseburg bereits erlebbar

Der Austausch mit Hochschule, Stadt und Region ist für das CTC bereits gelebte Praxis: Beim ersten Campus Merseburg Stakeholder-Treffen im Juli 2026 wurden gemeinsame Perspektiven für das Areal diskutiert. Zwei gemeinsam durchgeführte Schülerlabore an der Hochschule Merseburg im Juli 2025 und Februar 2026 ermöglichten Schülerinnen und Schülern bereits erste Einblicke in aktuelle Forschungsfragen der Chemie. Beim Bürgerdialog im März 2026 informierte das CTC mehr als 70 Gäste über seine Pläne. Beim Merseburger Schlossfest im Juni konnten Besucherinnen und Besucher Chemie bei Experimenten und Mitmachaktionen selbst erleben. Die Kooperationsvereinbarung baut auf diesen bereits etablierten Austausch auf und gibt der Zusammenarbeit einen langfristigen institutionellen Rahmen.
 

Stimmen zur Kooperation 

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont: „CTC steht für Zukunft. Von Merseburg werden künftig starke Impulse für den Umbau der fossil geprägten Chemieindustrie zur nachhaltigen, ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft ausgehen. Ein Katalysator dafür ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem zukunftsweisenden Großforschungszentrum und der seit jeher sehr praxisorientierten Hochschule. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung und der Bezug der ersten CTC-Büros auf dem Merseburger Campus geben diesem Zukunftsprojekt deutlich Rückenwind! 

„Mit der Kooperationsvereinbarung schaffen wir eine wichtige Grundlage für die gemeinsame Weiterentwicklung anwendungsorientierter Forschung und des Wissenstransfers. Die Zusammenarbeit ermöglicht es, Kompetenzen, Forschungsinfrastrukturen und Netzwerke gezielt zu verbinden – von der gemeinsamen Beantragung und Durchführung von Forschungsprojekten über den wissenschaftlichen Austausch bis hin zur Förderung von Innovationen und Gründungsideen. Dabei knüpfen wir an zentrale Zukunftsthemen wie nachhaltige Prozesse und die Transformation der chemischen Industrie an. Dass das CTC bereits vor Fertigstellung des Großforschungszentrums Räumlichkeiten an der Hochschule Merseburg beziehen wird, ist ein wichtiger Schritt für die praktische Umsetzung unserer Partnerschaft“, so Prof. Dr. Doreen Pick, Prorektorin für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung.

„Das CTC als Chemie-Großforschungszentrum wird die Chemieregion Merseburg und Leuna prägen und wesentliche Impulse für die Zukunft setzen. Als Hochschule Merseburg bringen wir unsere bisherigen Forschungsaktivitäten und unsere innovative Lehre in die strategische Partnerschaft ein: Der Zeitpunkt jetzt ist goldrichtig, um ein Studium der Chemie zu starten! Wir profitieren von der Partnerschaft durch neue Möglichkeiten, die sich in Forschung und forschungsnaher Lehre, aber auch im Transfer in die Unternehmen der Region ergeben werden. Gemeinsam werden wir einen wichtigen Beitrag leisten, dass die Transformation der chemischen Industrie hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft gelingt, mit Zukunftsperspektiven für die Region und attraktiven Arbeits- und Lebensperspektiven für Beschäftigte und unsere Absolvent*innen“, erklärt Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, kommissarischer Rektor der Hochschule Merseburg.

„Die Transformation der Chemie braucht nicht nur neue wissenschaftliche Ansätze, sondern auch starke Partnerschaften mit Menschen, die diese Veränderungen gestalten können. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit der Hochschule Merseburg an: Wir verbinden Forschung, Ausbildung und Transfer auf besondere Weise. Gleichzeitig schaffen wir neue Möglichkeiten, Studierende und wissenschaftlichen Nachwuchs frühzeitig an aktuellen Forschungsfragen zu beteiligen. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung des CTC und für die Region“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Peter H. Seeberger, wissenschaftlicher Geschäftsführer des CTC.

„Dass unsere ersten dauerhaften Arbeitsplätze jetzt direkt auf dem Campus der Hochschule entstehen, ist für uns ein wichtiger Schritt im Aufbau des CTC in Merseburg. Die räumliche Nähe zu Forschenden und Studierenden schafft kurze Wege und erleichtert den direkten Austausch. Für mich ist das ein sehr konkreter Schritt zum weiteren Ausbau unserer langfristigen Präsenz in Merseburg und Ausdruck unseres Commitments für Campusentwicklung am Standort Merseburg“, betont Christian Harringa, administrativer Geschäftsführer des CTC.

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Über das Center for the Transformation of Chemistry (CTC)

Chemie neu denken – Das Center for the Transformation of Chemistry (CTC) ist das erste Großforschungszentrum in Deutschland, das sich der Kreislaufwirtschaft in der Chemie widmet. Seine Mission ist es, die Transformation der chemischen Industrie voranzutreiben – für eine nachhaltigere Zukunft. Das CTC wurde Ende 2025 als gemeinnützige GmbH gegründet und soll bis 2038 auf bis zu 1.000 Mitarbeitende wachsen. 

Gemeinsam wird das Team an zwei visionären Moonshots für die Chemie arbeiten: dem vollständig recycelbaren Auto und dem autonomen Labor. Mit dauerhaften Standorten in Delitzsch (Sachsen) und Merseburg (Sachsen-Anhalt) wird das CTC den Strukturwandel in Mitteldeutschland voranbringen. Das CTC wird finanziert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, dem Freistaat Sachsen sowie dem Land Sachsen-Anhalt.

 

Über die Hochschule Merseburg

Die Hochschule Merseburg ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften im Süden Sachsen-Anhalts und ein zentraler Akteur für die Entwicklung der Region.

Mit rund 3.150 Studierenden in 30 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie einem internationalen Anteil von rund 800 Studierenden leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für zentrale Zukunftsbereiche. Die Studienangebote in den Bereichen Technik, Chemie, Wirtschaft, Soziales sowie Medien und Kultur sind konsequent praxisorientiert ausgerichtet und eng mit den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft verzahnt.

Darüber hinaus fungiert die Hochschule als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Sie bringt relevante Akteure zusammen, initiiert Kooperationen und schafft Räume für Innovation und gemeinsame Lösungsentwicklung.

Vor dem Hintergrund von Strukturwandel, demografischer Entwicklung und zunehmendem Fachkräftebedarf kommt der Hochschule eine Schlüsselrolle zu. Sie sichert nicht nur den wissenschaftlichen Nachwuchs, sondern stärkt die Innovationsfähigkeit der Region und trägt dazu bei, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Entwicklung langfristig zu gewährleisten.

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