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Hochschule Merseburg und DLR bündeln Kompetenzen für die Mobilität der Zukunft

Gruppenfoto
v.l.n.r.: Prof. Dr. Reza Dariani (Professor für Signale und Systeme an der Hochschule Merseburg), Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (kommissarischer Rektor der Hochschule Merseburg), Sten Ruppe (kommissarischer Abteilungsleiter „Kooperative Straßenfahrzeuge und Systeme“ am DLR) und Julian Schindler, Teamleiter „System Automation & Integration“ am DLR) freuen sich über die zukünftige Zusammenarbeit
23.10.2026

Die Hochschule Merseburg und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen künftig enger zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt der am 1. Oktober 2026 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung mit dem DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik stehen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu zukunftsfähigen Mobilitätslösungen sowie die stärkere Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis. 

Die Zusammenarbeit umfasst verschiedene Bereiche der Verkehrsforschung, darunter automatisierte und vernetzte Fahrzeuge mit den Kernbereichen Trajektorienplanung und Entscheidungsfindung, sowie Mikromobilität. Hochschule und Forschungseinrichtung wollen ihre wissenschaftlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Forschungsinfrastrukturen zusammenführen, um gemeinsam an aktuellen Herausforderungen einer nachhaltigen und zunehmend digitalisierten Mobilität zu arbeiten. Dazu gehört beispielsweise der Austausch von Algorithmen und Datensätzen sowie die Nutzung digitaler Werkzeuge in Forschungs- und Lernumgebungen.

„Mit dem Institut für Verkehrssystemtechnik des DLR gewinnen wir einen Partner, der in der Forschung zu automatisierten und vernetzten Fahrzeugen international zu den führenden Einrichtungen gehört. Die Kooperation schafft für unsere Studierenden und Forschenden einen direkten Zugang zu aktuellen Fragestellungen und ermöglicht gemeinsame Projekte und Abschlussarbeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Anwendung“, erklärt Prof. Dr. Reza Dariani, Professor für Signale und Systeme an der Hochschule Merseburg.

Sten Ruppe, kommissarischer Abteilungsleiter am DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik, ergänzt: „Als Forschungseinrichtung profitieren wir von dem engen Austausch mit Studierenden, vor allem mit der Hochschule Merseburg, die sich durch einen Schwerpunkt in Regelungs- und Automatisierungstechnik insbesondere in der Mikromobilität auszeichnet. Wir freuen uns, die Hochschule dafür mit unseren Laboren und Werkzeugen unterstützen zu können sowie den Studierenden Einblicke in den Alltag wissenschaftlichen Arbeitens zu geben.“

Neue Perspektiven für Studierende und wissenschaftlichen Nachwuchs

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der engen Verbindung von Forschung und Lehre. So soll das DLR aktuelle Fragestellungen aus der Verkehrsforschung in studentische Projektarbeiten einbringen und sich durch Gastvorträge und weitere Lehrangebote an der Hochschule beteiligen. Darüber hinaus wollen beide Einrichtungen Praktika und Abschlussarbeiten beim DLR fördern und bei der Qualifizierung und Gewinnung wissenschaftlicher Fachkräfte zusammenarbeiten.

Die Kooperation verbindet die anwendungsorientierte Forschung der Hochschule Merseburg mit der Expertise des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik an den Standorten Braunschweig und Berlin. Während die Hochschule insbesondere ihre ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen und Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern einbringt, verfügt das DLR über umfangreiche Forschungserfahrung bei der Entwicklung automatisierter und vernetzter Verkehrssysteme. Damit soll die Zusammenarbeit auch über die Region hinaus Impulse für die Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätslösungen setzen.

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