Zum 55. Mal traf sich die europäische Marketing-Community zur zentralen Konferenz EMAC (European Marketing Academy), die in diesem Jahr im britischen Bath stattfand. Über 1.300 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten die renommierte Plattform, um aktuelle Forschungsarbeiten zu präsentieren und zu diskutieren. Trotz des typisch britischen Wetters bot die Konferenz – auch in den Abendstunden – exzellente Gelegenheiten für den intensiven fachlichen Austausch.
Der Fachbereich der Hochschule Merseburg wurde durch Prof. Dr. Doreén Pick vertreten, die zwei ihrer aktuellen Forschungsprojekte einem internationalen Publikum vorstellte:
- Datenteilung im E-Commerce: Im Vortrag „The Role of Retailer Trust and Cookie Transparency in Consumers’ Intentions to Withhold Personal Data“ präsentierte Prof. Pick Ergebnisse aus zwei empirischen Studien, die in Kooperation mit Prof. Alisara Charinsarn (Thammasat University, Thailand) entstanden sind. Die Datenanalyse zeigt deutlich: Das bestehende Vertrauen in ein Einzelhandelsunternehmen ist der entscheidende Faktor dafür, ob Konsumierende bereit sind, persönliche Daten auf einer Webseite preiszugeben.
- Nachhaltigkeit im Handel („True Pricing“): Als Teil einer Special Session zum Thema „Responsible Retailing“ widmete sich der zweite Vortrag der Frage „Ready for real-life? Consumer acceptance and intentions of True price campaigns – a cross-country study“. Das Projekt untersucht, wie sich Wahrnehmungen und Kaufabsichten bei umweltfreundlichen Produkten zwischen polnischen und deutschen Konsumentinnen und Konsumenten unterscheiden. Die zugrundeliegenden Daten wurden in Kooperation mit Prof. Marcin Komor (Wirtschaftsuniversität Katowice) erhoben und von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung (DPWS) gefördert.
Die erfolgreiche Teilnahme unterstreicht die starke internationale Vernetzung und die hohe Relevanz der Marketingforschung an unserem Fachbereich.
Foto: EMAC Conference, Vortragende der Special Session zu „Responsible Retailing“
