Skip to main content

Millionenförderung für innovatives Strukturprojekt am Geiseltalsee – Nachhaltigkeit, Forschung und regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt

Gruppenfoto
Die Verantwortlichen der drei Projektpartner freuen sich über die Übergabe des Förderbescheides
Gruppenfoto
Im Anschluss der Übergabe haben sich die Beteiligten in den Räumlichkeiten der Hanffaser Geiseltal eG umgesehen

Das Informations- und Kompetenzzentrum Hanf bündelt Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommune. Gemeinsam entwickeln die Stadt Mücheln, die Deutsche Hanf-Akademie e. V. und die Hochschule Merseburg neue Ansätze für nachhaltiges Bauen, Wissenstransfer und regionale Wertschöpfung. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des europäischen Just Transition Fund (JTF) im Rahmen der Landesinitiative zum Neuen Europäischen Bauhaus (NEB) Sachsen-Anhalt. Die Fertigstellung des Zentrums ist für September 2028 geplant.

08.07.2026

Rund 3,8 Millionen Euro fließen in den Aufbau des bundesweit einzigartigen Projekts „Informations- und Kompetenzzentrum Hanf“. Der Projektverbund aus der Stadt Mücheln, der Deutschen Hanf-Akademie e. V. und der Hochschule Merseburg will damit nachhaltiges Bauen, anwendungsorientierte Forschung sowie regionale Wertschöpfung stärken und neue Impulse für den Strukturwandel setzen. Den Förderbescheid übergaben am Dienstag, 7. Juli 2026, die Staatssekretäre Gert Zender und Dr. Steffen Eichner. Für die Hochschule Merseburg nahm die Prorektorin für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung, Prof. Dr. Doreen Pick, die Förderung entgegen.
 

Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen

Herzstück des Vorhabens ist die Errichtung eines Informations- und Kompetenzzentrums in Mücheln am Geiseltalsee, das überwiegend aus nachhaltigen Hanfbaustoffen entstehen wird. Das Gebäude soll die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des nachwachsenden Rohstoffs Hanf anschaulich vermitteln und zugleich als zentrale Anlaufstelle für Fachleute, Unternehmen, Wissenschaft sowie interessierte Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet dienen. 
 

Netzwerk für Innovation und regionale Wertschöpfung

Ein zentrales Ziel des Projekts ist der Aufbau eines leistungsfähigen Netzwerks aus Landwirtschaft, Handwerk, Industrie sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen. Durch Qualifizierungsangebote, praxisnahe Forschung und die Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten sollen wirtschaftliche Impulse entstehen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region gestärkt werden.
 

Bildungs-, Kultur- und Tourismusstandort

Neben seiner wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bedeutung wird das Zentrum auch einen wichtigen Beitrag zur kulturellen und touristischen Entwicklung des Geiseltalsees leisten. Geplant sind Workshops, Bildungsangebote sowie Ausstellungen, die den vielseitigen Werkstoff Hanf für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen erlebbar machen. 

„Mit diesem in Deutschland bislang einzigartigen Projekt entsteht am Geiseltalsee ein Ort, an dem Nachhaltigkeit, Innovation, Wissenschaft und regionale Entwicklung zusammenfinden. Das Informations- und Kompetenzzentrum Hanf wird weit über die Region hinaus Strahlkraft entfalten und neue Perspektiven für Wirtschaft, Bildung und Tourismus eröffnen“, erklärt Prof. Dr. Gundula Barsch, Projektleiterin an der Hochschule Merseburg, anlässlich der Fördermittelübergabe.

Dabei entwickelt die Hochschule Merseburg partizipative und inklusive Formate, um unterschiedliche Zielgruppen aktiv in die Regionalentwicklung einzubinden, und konzipiert Bildungs- und Vermittlungsangebote, die Wissen über den Werkstoff Hanf vermitteln sowie Akzeptanz und Mitwirkung fördern. Darüber hinaus entwickelt die Hochschule Demonstrationsformate, erprobt innovative Anwendungen – etwa im 3D-Druck – und begleitet den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und regionalen Partnern. Ein besonderes Anliegen des Projekts ist dabei die enge Zusammenarbeit mit regionalen Vereinen, Institutionen und weiteren Partnern.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt schrittweise in den kommenden Jahren. Ziel ist es, den Geiseltalsee als Modellregion für Innovationen weiter zu etablieren und damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im Strukturwandel zu leisten.

Nach oben