Wie sieht eine moderne Chemieanlage aus und wie werden theoretische Studieninhalte in industrielle Prozesse übertragen? Diesen Fragen gingen Studierende der Studiengänge Angewandte Chemie sowie Chemie- und Umwelttechnik der Hochschule Merseburg bei einer Exkursion zum Chemieunternehmen Synthos am Industrie- und Chemiestandort Schkopau nach.
Nach einer Einführung in das Unternehmen und die Kautschukbranche besichtigte die Gruppe eine Anlage zur Herstellung von synthetischem Kautschuk. Dabei erhielten die Studierenden einen Einblick in großtechnische Produktionsprozesse und konnten nachvollziehen, wie chemische Verfahren im industriellen Maßstab umgesetzt werden.
Die Exkursion ergänzte die praktische Ausbildung an der Hochschule um eine Perspektive, die im Labor nicht vermittelt werden kann. Sie machte anschaulich, wie moderne Produktionsanlagen arbeiten, welche Anforderungen die chemische Industrie an Fachkräfte stellt und welche beruflichen Einsatzfelder sich nach dem Studium eröffnen.
Gleichzeitig bot der Besuch Gelegenheit zum Austausch mit einem regionalen Industrieunternehmen. Solche Kooperationen stärken die Verbindung zwischen Hochschule und Praxis: Studierende lernen potenzielle Arbeitgeber kennen, knüpfen erste Kontakte zur Industrie, können ihre theoretischen Studieninhalte in einen praktischen Zusammenhang einordnen und diese Konzepte in konkrete Produktionsabläufe und technische Prozesse überführen.
Unternehmen können durch verschiedene Austauschformate wiederum frühzeitig mit zukünftigen Fachkräften in Kontakt kommen. Gerade in einer von der Chemie geprägten Region schaffen die kurzen Wege dafür gute Voraussetzungen.

