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Autoritäre und punitive Einstellungen von Studierenden der Sozialen Arbeit. Empirische Feldzugänge zur Erhebung professionsethisch herausfordernder Haltungen.

15:15 bis 16:15 Uhr
  
Foyer vor der Hochschulbibliothek (Hg/A/1) und online

Soziale Arbeit als Profession und Disziplin in ihrem Selbstverständnis als Menschenrechtsprofession (DBSH 2024) ist im Außen zunehmend mit „rechten Landnahmen“ (Gille, Krüger & Wéber 2022) konfrontiert. Erschwerend gewinnen neokonservative Narrative gesamtgesellschaftlich an Attraktivität und selbst ehemals klassisch rechte Positionen finden Anknüpfungspunkte in der Mehrheitsgesellschaft (Zick et al. 2023). Ergebnisse einer explorativen quantitativen Befragung - unter Verwendung der Kurzskala der Mitte-Studie (Zick et al. 2016) - mit Studierenden der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik (N=482) zeigen, dass die bereits von Leidinger & Radvan (2019) sowie Besche (2023) postulierten abwertenden Einstellungen, insbesondere in den Bereichen Migration und Arbeits- sowie Obdachlosigkeit, auch in der Fläche vorzuliegen scheinen (Jegodtka & Bornemann 2026).

Der Vortrag erläutert, wie diese professionsethisch herausfordernden Positionen empirisch sicht- und damit adressierbar gemacht werden. Im April 2026 startet eine bundesweit angelegte, quantitative Längsschnittstudie zur Erfassung von autoritären und punitiven Einstellungen von Studierenden der Sozialen Arbeit an HAW. Während der Hauptteil der Konstrukte und Items aus der Mitte-Studie zwecks Vergleichbarkeit zur allgemeinen Bevölkerung Eingang in die Erhebung findet, wurden zusätzlich Fallvignetten erstellt, die Abwertung in konkreten, sozialarbeiterisch relevanten Handlungssituationen messen. Die mittels leitfadengestützter Interviews und Fokusgruppendiskussionen identifizierten praxisnahen Ausgrenzungssituationen sowie ihre intersektionalen Besonderheiten erfassen nuancierte oder verdeckte Formen der Abwertung, die durch die reine Fokussierung auf Items der Mitte-Studie unsichtbar blieben. Die Ergebnisse der ersten Erhebungswelle sollen mit den anwesenden Fachwissenschaftler:innen bezüglich der Konsequenzen für Lehre und Profession diskutiert werden.
Link zum Abstract mit Literaturverzeichnis

Vortrag von und Diskussion mit:

Termin: Mittwoch, den 24.06.2026, 15:15 bis ca. 16:15 Uhr
Analoger Veranstaltungsort: Foyer vor der Hochschulbibliothek (Hauptgebäude Hg/A/1, Hochschule Merseburg, Eberhard-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg)
Online: Videokonferenz per ZOOM (Link)

Anmeldung: Zur besseren Planung wären wir für eine vorherige Anmeldung und über Ihre Mitteilung, ob Sie vor Ort oder online teilnehmen möchten, dankbar, entweder per E-Mail an weiterbildungnoSpam@hs-merseburg.de oder über das u. s. Kontaktformular.

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Prof. Dr. Sebastian Bornemann IU Internationale Hochschule, Campus Berlin Prof. Dr. Aljoscha Jegodtka IU Internationale Hochschule, Campus Berlin

Anmeldung

Kontakt

Kontaktperson
Andreas Kröner
Leiter Weiterbildung/HoMe Akademie
Raum: GA/0/008
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