Initiative Trau dich!

Initiative „Trau dich! – Gemeinsam gegen sexuellen Kindesmissbrauch“

„Selbstbestimmung, Aufwachsen ohne Gewalt sowie Hilfe und Unterstützung“ – diese Rechte hat jedes Kind in Deutschland. Um Kinder besser vor Übergriffen zu schützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die bundesweite Initiative „Trau dich!“ zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs gestartet. Sie ist Teil des Aktionsplans 2011 der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung.

 

„Trau dich!“ Die bundesweite Initiative, die in enger Kooperation mit den Bundesländern und den Fachstellen zur Prävention des sexuellen Missbrauchs umgesetzt wird,

  • ermutigt Kinder, ihren Gefühlen zu vertrauen,
  • stärkt Kinder darin, Grenzen zu setzen,
  • motiviert Kinder, sich jemandem anzuvertrauen,
  • informiert Eltern und schulische Fachkräfte,
  • wie sie Kinder schützen und stärken können,
  • bietet Anregungen für Präventions- und Schutzkonzepte

 

Die Initiative umfasst mehrere Bausteine, die konzeptionell eng miteinander verknüpft sind:

  • Das Theaterstück „Trau dich! Ein starkes Stück über Gefühle, Grenzen und Vertrauen“
  • Fortbildungsangebote (Onlinekurs, Präsenz-Workshop) für schulische Fachkräfte und vorbereitende Elternabende
  • Medien für Kinder, Eltern und Fachkräfte
  • Online-Portal für Kinder www.trau-dich.de
  • Kooperation mit der „Nummer gegen Kummer“


Das interaktive Theaterstück richtet sich an Kinder von 8 bis 12 Jahren der Klassen 3 bis 6. Es erzählt Geschichten von Verliebtheit und ersten zögerlichen Annäherungen, dem Vergleich mit Gleichaltrigen, von unangenehmen Situationen und Grenzüberschreitungen. Es geht darum herauszufinden, wem sich die Kinder anvertrauen können, wenn sie Fragen oder Sorgen haben. Und sie erfahren, dass sie als Kinder Rechte haben, z. B. das Recht auf Privatsphäre, das Recht auf körperliche Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt sowie ein Recht auf Aufklärung und Hilfe. Die Themen und Geschichten wurden im Vorfeld mit Schulklassen erarbeitet und mit Fachstellen zur Prävention des sexuellen Missbrauchs abgestimmt. Über interaktive Elemente sind die Kinder am Geschehen auf der Bühne beteiligt. Nach der Aufführung präsentieren sich die Beratungsstellen im Foyer des Theaters und stehen Kindern und Lehrkräften bei Fragen zur Verfügung.

 

Trau Dich! In Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hat sich im Frühjahr der Bundesinitiative „Trau dich!“ angeschlossen und wird hier durch den Fachbereich Soziale Arbeit. Medien.Kultur. der Hochschule Merseburg unterstützt. Die Initiative startet mit den Theateraufführungen in Magdeburg am 30.09.2020. Eine Vorbereitung ist für alle Lehrkräfte verpflichtend, die mit Ihrer Schulklasse das Theaterprojekt besuchen und es im Schulunterricht nachbereiten wollen. Die Vorbereitung besteht aus einer zweiteiligen Fortbildung, die aus einem flexiblen Onlinekurs und einem Präsenz-Workshop besteht.

 

Anmeldung und Kontakt

Kontaktperson
Sandra Commichau
Projektmitarbeiterin Beratung zu Fördermitteln und Anrechnung
Raum: Ga/0/008

Online-Kurs:

(Ab Mitte/Ende August)
Fortbildungsnummer Online-Kurs: 20L054009.
Bei dem Onlinekurs handelt es sich um einführende Veranstaltung zum Thema sexualisierte Gewalt und Prävention. Neben fachlichem Input zu sexuellem Kindesmissbrauch und dessen Prävention als Basis für den folgenden Workshop erhalten die Teilnehmenden eine kleine Aufgabenstellung zur Vertiefung, die Sie im Anschluss an die Dozentinnen zurücksenden. Für alle die an der Präsenzveranstaltung teilnehmen wollen ist eine Rücksendung der Aufgaben verbindlich. Für den Onlinekurs inklusive der Erfüllung der Aufgaben sollten 90 bis 120 Minuten eingeplant werden. Der Kurs  ist asynchron gestaltet und kann individuell geplant werden, ohne auf eine feste Zeit festgelegt zu sein.

Diese Einheit ist auch für alle Interessierten offen, die nicht am Theaterstück teilnehmen wollen. Melden Sie sich gern an!

 

Präsenz-Workshop:

Die Präsenzveranstaltung ist als Workshop angelegt und dauert von 14:00 bis 17:30 Uhr und enthält eine Pause von 30 Minuten. Wir befassen uns hier ausführlicher mit dem Theaterprojekt „Trau dich!“ und dem Themenfeld Prävention von sexualisierter Gewalt. Dabei tauschen wir uns auch über Erfahrungen in der beruflichen Praxis und Best pratice aus. Die Teilnehmerzahl an der Präsenz-Veranstaltung ist auf 25 Personen pro Termin begrenzt.

Vorrang haben die Teilnehmenden, die mit ihrer Schulklasse am Theaterstück „Trau dich!“ besuchen. Für die dann noch freien Plätze können sich Interessierte gern anmelden.

Termine Präsenz-Workshop:
Diese Termine stehen für die Präsenzveranstaltung zu Auswahl:
Magdeburg

  • 9.9., 14:00 – 17:30 Uhr Lehrkräfte (durch die Hochschule Merseburg) - Fortbildungsnummer: 20L054009005
  • 15.9., 14:00 – 17:30 Uhr Lehrkräfte (durch die Hochschule Merseburg) - Fortbildungsnummer: 20L054009006
  • 15.9., 18:30 – 20:00 Uhr Elternabend (durch die Hochschule Merseburg)


Dessau

  • 14.10., 14:00 – 17:30 Uhr, Lehrkräfte (durch die Hochschule Merseburg) - Fortbildungsnummer: 20L054009007
  • 27.10., 14:00 – 17:30 Uhr Lehrkräfte (durch die Hochschule Merseburg) - Fortbildungsnummer: 20L054009008
  • 27.10., 18:30 – 20:00 Uhr Elternabend (durch die Hochschule Merseburg)


Anmeldung

Interessierte Lehrkräfte/pädagogisches Personal können sich unter Angabe der jeweils aufgeführten Fortbildungsnummer über elTIS https://eltis-online.de/ anmelden und erhalten dann alle notwendigen Informationen.

Interessierte Lehrkräfte/pädagogisches Personal, die das Theaterprojekt nicht besuchen, jedoch an dem Präsenz-Workshop oder dem Onlinekurs interessiert sind, können sich ebenfalls über elTIS anmelden und werden zunächst auf eine Warteliste gesetzt, da die an der Initiative teilnehmenden Schulen Vorrang haben. Bleiben Plätze frei, werden diese freigegeben. Die Teilnahme am Workshop ist auch ohne eine Teilnahme an der projektbezogenen Präsenzveranstaltung möglich. Für alle anderen ist die Zurücksendung der Aufgabenstellung nicht zwingend erforderlich.

 

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