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Vorlesung: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt unter Beschuss

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt unter Beschuss?

Im laufenden Sommersemester und dem kommenden Wintersemester 2026/27 findet in Kooperation von FEMPOWER und den Sexualwissenschaften eine vielfältige und spannende Vorlesungsreihe statt. 

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt unter Beschuss? Aktuelle Forschungen und Strategien gegen Bedrohungen von rechts.

Vorlesungsreihe im Sommer- und Wintersemester 2026/27

Veranstaltungen

Zwischen Selbstverständlichkeit und Verbesonderung. Einblicke in die Sexualberatung mit trans und nicht-binären Menschen

4. Juni, Beginn 18:00 Uhr

Der im letzten Jahr erschiene Sammelband “Sexual- und Paarberatung mit trans und nicht-binären Menschen“ gibt Sexualberater*innen und interessierten Einzelpersonen, intersektionale Einblicke in die Lebenswelt von trans und nicht-binären Menschen. Dabei stehen die gelebte Sexualität und Beziehungsdimensionen im Vordergrund. In der Veranstaltung zeigt der Sexualpädagoge, Sexological Bodyworker und Systemische Sexualtherapeut Alexander Hahne Perspektiven von gelebter Sexualität und praxisbezogene Körperwahrnehmung auf und diskutiert Methodenvielfalt und Haltungen für Sexualberater*innen. Moderiert von Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg).

Ort: Fernsehstudio im Hauptgebäude, Raum F/3/14

Online: https://youtube.com/live/cYmrahaTvD8?feature=share

Skill-Sharing-Werkstatt für mehr Handlungssicherheit mit Queerfeindlichkeit

09. Juni, 16:00-18:30 Uhr

Skill-Sharing-Werkstatt für mehr Handlungssicherheit mit Queerfeindlichkeit 

 Wir kennen sie alle, die wiederkehrenden queerfeindlichen Parolen und andauernden Pseudo-Argumente. Höchste Zeit einige von ihnen klar als das zu benennen, was sie sind, was sie tun und gemeinsam Gegen-Statements zu finden. Vom schlagenden Argument, über entwaffnenden Humor bis hin zur abwehrenden Haltung – dieser Workshop ist eine Skill-Sharing-Werkstatt für mehr Handlungssicherheit und gemeinsame Bestärkung, gerade jetzt im Wahlkampf.

Bildungsinstitut für inkl. Vielfalt (mit Julika Prantner-Weber (sie/ihr) und Pauline Seuß (sie/ihr)

Ort: Mehrgenerationshaus Merseburg
Ab 18 Jahre, für alle Queers und Allys

Lesung „Queer. Eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute“ mit Benno Gammerl

10. Juni, 18:30 Uhr Beginn, Einlass 18 Uhr

Queere Geschichte begann nicht mit Netflix, Instagram oder dem ersten CSD in deiner Stadt. Sie war schon immer da. Laut, mutig, widersprüchlich, gefährlich, wunderschön und manchmal ziemlich wild.

Am 10. Juni kommt der Historiker Benno Gammerl mit seinem Buch „Queer. Eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute“ nach Merseburg.
Und ehrlich? Dieses Buch ist genau das Gegenteil von trockenem Geschichtsunterricht.

Es geht um queeres Leben seit über 150 Jahren. Um heimliche Bars, politische Kämpfe, Freundschaften, Angst, Befreiung, Wut, Liebe und Menschen, die sich nicht in die Vorstellungen ihrer Zeit pressen lassen wollten. Um all das, was verdrängt, vergessen oder kaputtgemacht werden sollte und trotzdem geblieben ist.

Benno Gammerl erzählt deutsche Geschichte aus queerer Perspektive. Verständlich, klug und ohne so zu tun, als wäre alles jemals einfach gewesen. Denn queeres Leben war nie nur Fortschritt und Regenbogenflagge. Es ging immer auch um Streit, Mut, Rückschläge und die Frage, wie Menschen eigentlich frei leben können. Und genau deshalb fühlt sich das Buch leider ziemlich aktuell an.

Bei gutem Wetter wollen wir gemeinsam die laue Abendluft im Garten genießen.

Der Eintritt ist frei.
 Die Veranstaltung ist barrierearm.
 Getränke und Snacks stehen bereit.

Die Lesung ist Teil der Prideweek des CSD Merseburg und ein Projekt der Partnerschaft für Demokratie Weltoffener Saalekreis, von Demo Crazy und BBZ Lebensart e.V.. Außerdem findet sie im Rahmen des WIR-Festivals Halle statt.

 Wo: Mehrgenerationenhaus Merseburg, Roßmarkt 2, 06217 Merseburg

Gender Punks Autor*innenlesung

11. Juni, Beginn 18:30 Uhr

In „Gender Punks“ folgt Kuku Schrapnell historischen trans- und intergeschlechtlichen Personen vom 17. bis 20. Jahrhundert. 

Dabei geht es um ganz grundlegende Fragen: Was ist Geschlecht überhaupt? Und wie machen wir diese Welt zu einem besseren Ort?

Klug und unterhaltsam zeichnet Kuku Schrapnell das Leben queerer Ikonen wie Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, Romaine-la-Prophétesse, Lucy Hicks Anderson oder der Danshō Okiyo nach.
Es geht um Widerstand in einer Welt, in der sich Patriarchat und Kapitalismus gegenseitig verstärken. Kuku Schrapnell zeigt, dass es in all dieser Zeit und all den dazugehörigen Verwerfungen immer wieder Menschen gab, die sich erst auf persönlicher und schließlich auf kollektiver Ebene der Herrschaft und Unterdrückung widersetzen. 
Kuku Schrapnell entreißt die Schicksale den Gerichts- und Krankenakten und schreibt sie solidarisch und liebevoll neu. 

Ort: TAC HoMe

Resilienzstrategien gleichstellungspolitischer Akteur*innen - Erfahrungen aus Ostsachsen

18. Juni, Beginn 17:00 Uhr

Antifeminismus wird seit einigen Jahren verstärkt als gesellschaftliches und politisches Phänomen untersucht - etwa mit Blick auf Einstellungen, Mobilisierung und digitale Diskurse. Weniger sichtbar ist bislang, wie sich antifeministische Dynamiken im Arbeitsalltag niederschlagen: als strukturelle Dauerbelastung, die Ressourcen bindet, Handlungsspielräume verengt und Gleichstellungsarbeit zunehmend unter Druck setzt. Die Sozialpädagogin und Sexualwissenschaftlerin Nicole Maziarka hat hierzu gleichstellungsorientierte Akteur*innen in Ostsachsen interviewt und untersucht, wie sie unter diesen Bedingungen handlungsfähig bleiben - und welche individuellen und kollektiven Strategien sie entwickeln. Im Vortrag stellt sie zentrale Ergebnisse ihrer Forschung vor und diskutiert, warum Gleichstellungsarbeit zugleich auch Demokratieschutz ist. Es schließt sich ein Gespräch an, moderiert von Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg). 

Ort: Fernsehstudio im Hauptgebäude, Raum F/3/14

Online:https://youtube.com/live/_vZ_KuU_UCs?feature=share

Diskriminierungssensible Bildung – aber wie? Im Gespräch: Julika Prantner-Weber und Pauline Seuß vom Bildungsinstitut für inklusive Vielfalt

2. Juli, 17:30 Uhr

Sie hören rassistische Beleidigungen auf dem Schulhof – was tun? Eine Person im Hort outet sich als trans – wie reagieren? Das praxisnahe Buch „Diskriminierungssensible Bildung“ unterstützt pädagogische Fach- und Lehrkräfte Bildung diskriminierungssensibler zu gestalten. Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) spricht mit den beiden Autor*innen – der Sozialarbeiterin und Sexualwissenschaftlerin Julika Prantner-Weber und der Kultur- und Sozialanthropologin und Kulturwissenschaftlerin Pauline Seuß über ihr aktuelles Buch, aktuelles inklusives Bildungsmaterial und die weiteren Ziele von dem von ihnen gegründeten Bildungsinstitut für inklusive Vielfalt. Was zeichnet diskriminierungssensible und inklusive Bildungsarbeit heute aus? Und wie mache ich als Fachkraft mich fit dafür? 

Ort: Offener Kanal Merseburg-Querfurt (Geusaer Str. 86b, 06217 Merseburg)

Online: Link zum Livestream im Offenen Kanal Merseburg Querfurt folgt

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