Fotowerkstatt
Die Fotowerkstatt entwickelte sich aus der ehemaligen Bildstelle der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg. Prof. Dr. Johann Bischoff etablierte die Fotowerkstatt ab 1996 als einen Bestandteil der Künstlerischen Werkstätten im Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur. Zuerst nur als rein analoges Schwarz-Weiß-Fotolabor, wurde ab 2005 der analoge um den digitalen Bereich mit Bildbearbeitungscomputern, Fotodruckbereich und einem Fotostudio erweitert.
Fotowerkstatt
Als ein Bestandteil der Künstlerischen Werkstätten versteht sich die Fotowerkstatt als praxisorientierter, künstlerischer, pädagogischer sowie akademischer Arbeitsund Lernort. Hier werden kultur- und medienpädagogische Inhalte für die persönliche, berufliche und soziale Kompetenz durch die didaktische Heranführung an das Medium Fotografie vermittelt.
Der Fokus der Lehre und Ausbildung richtet sich nicht nur auf die Befähigung zum souveränen Umgang mit den Geräten und Programmen selbst, sondern zielt auch darauf ab, den Studierenden einen realistischen Einblick für die Möglichkeiten des künstlerischen und fotopädagogischen Umgangs mit der Technik zu ermöglichen, indem sie Konzepte zur Kulturvermittlung entwickeln und erproben.
Ziel der Fotowerkstatt ist es, die Auseinandersetzung mit dem Thema Fotografie / Fotopädagogik zu fördern. Dabei sollen traditionelle oder moderne Verfahren sowie aktuelle Themen die Studierenden in ihrer technischen und visuellen Entwicklung fördern und das Medium Fotografie als ein hilfreiches Instrumentarium für die pädagogische Arbeit verdeutlichen.
Zielsetzung
Zielsetzung der Seminare und Übungen in der Fotowerkstatt sind:
- Erlernen der Technik sowie der technischen Prozesse
- Fördern des visuellen Lernprozesses
- Förderung der sinnlich-ästhetischen Wahrnehmung
- Fördern des taktilen Lernprozesses
- Stärkung des Verantwortungsbewusstseins
- Befähigung zur objektiven Medienkritik und Konsumkritik
- Förderung von Handlungsfähigkeit, der Selbstidentifikation und eines positiven Konflikt- und Sozialverhaltens
Systemisch betrachtet müssen zunächst technische und ästhetische Perspektiven als Grundlagen erarbeitet werden, um eine fotografische Idee umsetzen zu können. Technische und fotografische Grundlagen, analoge und digitale Kleinbild- und Mittelformatfotografie, Studiofotografie, Produktfotografie, Schwarz-Weiß-Filmentwicklung, Schwarz-Weiß-Vergrößerungen, Bildbearbeitung und Ausstellungsgestaltung werden in der fotografischen Vermittlung als Bestandteile der Lehre angesehen.
„Didaktische Schleifen“ helfen, den Zusammenhang von Empfindlichkeit (ISOWert), Belichtungs- bzw. Verschlusszeit und die Bedeutung der Blendenöffnung im Zusammenhang mit Schärfentiefe als gestalterische Möglichkeiten in der Fotografie zu verstehen. Die Einführung in die Entwicklung der Kameratechnik befähigt die Studierenden zu unterscheiden und entscheiden, welches Medium für eine bestimmte künstlerische oder medienpädagogische Vermittlungstätigkeit geeignet ist.
Insgesamt stehen den Studierenden analoge SW-Fotolabore und Bereiche der digitalen Fotografie für die curricularen Arbeiten zur Verfügung. Unterstützt wird die traditionelle Lehre durch ein Schwarz-Weiß-Filmentwicklungslabor und analoge Schwarz-Weiß-Vergrößerungslabore. In den analogen Laboren haben Studierende die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Umgang mit lichtempfindlichen Materialien zu erlangen und fotografische Prozesse zu verstehen.
Das professionell ausgestattete analoge und digitale Fotostudio bietet den Studierenden eine breite Möglichkeit zur Umsetzung der künstlerisch-technischen Aufgaben und bereitet sie in hohem Maße auf die zeitgemäßen Anforderungen der Arbeitswelt vor.

