Hochschule Merseburg feierte Studiengangsjubiläum mit Alumni, Studierenden und Wegbegleitenden – im Mittelpunkt standen drei Jahrzehnte kreativer und pädagogischer Arbeit sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Berufsfeldes
30 Jahre Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg – das sind drei Jahrzehnte voller kreativer Ideen, künstlerischer Projekte, persönlicher Entwicklungen und vielfältiger beruflicher Wege. Am 16. Oktober 2026 kamen Studierende, Alumni, Lehrende sowie Wegbegleitende aus Wissenschaft, Kultur und Praxis auf dem Campus zusammen, um das Jubiläum des Studiengangs zu feiern. Unter dem Motto „Gemeinsam 30! Wiedersehen. Vernetzen. Feiern“ bot die Veranstaltung Raum für persönliche Begegnungen, gemeinsame Erinnerungen und den Austausch über die Zukunft der Kultur- und Medienpädagogik.
Das Jubiläum machte zugleich deutlich, wie viele Menschen den Studiengang in den vergangenen drei Jahrzehnten geprägt haben und wie vielfältig die Wege sind, die von Merseburg aus in unterschiedliche Bereiche der Kultur-, Bildungs- und Medienarbeit führen. Ehemalige Studierende trafen auf aktuelle Jahrgänge, langjährige Wegbegleitende auf neue Gesichter. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur Erinnerungen an gemeinsame Studienzeiten und Projekte, sondern auch die Frage, welche Rolle Kultur- und Medienpädagogik heute spielt und welche Bedeutung ihr künftig zukommt.
Drei Jahrzehnte – viele Geschichten und Perspektiven
Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat sich der Studiengang Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg kontinuierlich weiterentwickelt. Seine Besonderheit liegt in der Verbindung künstlerischer und medialer Praxis mit pädagogischen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Als bundesweit einziger Vollzeit-Präsenzstudiengang, der Inhalte und Methoden beider Disziplinen miteinander verbindet, eröffnet er vielfältige Zugänge zur kulturellen Bildung und Medienarbeit.
Wie sich das Berufsfeld in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat und welche Herausforderungen damit verbunden sind, war auch Gegenstand einer Podiumsdiskussion mit Alumni und Fachleuten aus unterschiedlichen Praxisbereichen. Zu den Mitwirkenden gehörten u.a. Prof. Dr. Johann Bischoff, der den Studiengang 1996 gründete und bis 2016 leitete, sowie Rosa Preiß, Theaterpädagogin am Schauspiel Leipzig, Studienjahrgang 2021. Gemeinsam mit blickten sie auf die Entwicklung des Studiengangs zurück und diskutierten über aktuelle und künftige Anforderungen an das Berufsfeld.
Kulturelle Teilhabe und Medienkompetenz als gesellschaftliche Aufgaben
Die Bedeutung der Kultur- und Medienpädagogik reicht weit über die Vermittlung künstlerischer und medialer Fähigkeiten hinaus. Sie schafft Zugänge zu kultureller Bildung, fördert gesellschaftliche Teilhabe und befähigt Menschen, sich kritisch und selbstbestimmt mit Medien und ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Gerade in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft, in der Informationen, Bilder und mediale Inhalte den Alltag prägen, gewinnen diese Fähigkeiten weiter an Bedeutung.
Diese Aufgaben werden auch künftig relevant bleiben. Technologische Veränderungen, neue Formen medialer Kommunikation und gesellschaftliche Herausforderungen stellen die Kultur- und Medienpädagogik vor neue Fragen. Zugleich eröffnen sie Möglichkeiten, kulturelle und mediale Bildungsangebote weiterzuentwickeln und Menschen zur aktiven Mitgestaltung ihrer Lebenswelt zu befähigen.
Gemeinsam in die Zukunft
Das Jubiläum war deshalb nicht nur Anlass, auf die vergangenen drei Jahrzehnte zurückzublicken, sondern auch, über die Zukunft des Studiengangs und des Berufsfeldes nachzudenken. Der Austausch zwischen verschiedenen Generationen, wissenschaftlichen Perspektiven und beruflichen Erfahrungen verdeutlichte, wie wichtig die Verbindung von Lehre, künstlerischer Praxis und gesellschaftlicher Verantwortung ist. Mit seinem interdisziplinären Ansatz und der engen Verknüpfung von Theorie und Praxis bietet der Studiengang eine Grundlage, um sich auch künftig mit den Veränderungen in Kultur, Medien und Gesellschaft auseinanderzusetzen. Das Jubiläum zeigte damit nicht nur, was in 30 Jahren Kultur- und Medienpädagogik in Merseburg entstanden ist, sondern richtete den Blick zugleich auf die Fragen und Aufgaben der kommenden Jahre.


