Alter: 27 Jahre
Studium: Bachelorstudium Chemie- und Umwelttechnik an der Hochschule Merseburg (2020-2022),
Masterstudium BWL für Naturwissenschaftler und Ingenieure an der Fernuni Hagen
Beruf: Referentin für Beteiligungsmanagement und Grundsatzfragen
Unternehmen: Stadt Merseburg
Die Hochschule Merseburg ist für mich...
… mehr als ein Ort des Lernens. Die Hochschule Merseburg steht für eine persönliche, familiäre Atmosphäre, in der man sich von Anfang an willkommen fühlt. Kurze Wege, ein offener und unkomplizierter Austausch sowie der enge Kontakt zu Professorinnen und Professoren haben dazu beigetragen, dass ich mich hier schnell „zu Hause“ gefühlt habe – im wahrsten Sinne des Wortes: HoMe.
Mein beruflicher Werdegang …
Mein beruflicher Werdegang ist bewusst nicht geradlinig – sondern vielmehr von Neugier, Weiterentwicklung und dem Mut geprägt, Chancen zu ergreifen. Nach meiner Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim Landkreis Saalekreis habe ich mich einem Themenfeld zugewandt, das mich bereits vor und auch während meiner Ausbildung stark interessiert hat: der Verfahrenstechnik.
In Merseburg eröffnete sich mir die Möglichkeit, dieses Interesse im Studium gezielt zu vertiefen – insbesondere im Bereich der Umwelttechnik. Während meines Studiums war ich als Werkstudentin bei der MUEG tätig und konnte dort meine ingenieurwissenschaftlichen Kenntnisse mit meinen verwaltungsfachlichen Erfahrungen verbinden. Dieser Mix aus technischen und organisatorischen Aufgaben hat meinen Blick für interdisziplinäre Zusammenhänge nachhaltig geschärft.
Nach dem Bachelorabschluss arbeitete ich als Projektleiterin beim Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, wo ich Fördermittelprojekte betreute und wertvolle Erfahrungen im Projektmanagement sammelte. Durch mein damaliges ehrenamtliches Engagement führte mich mein Weg schließlich zur Stadt Merseburg. Dort bin ich aktuell als Referentin des Oberbürgermeisters tätig. Parallel dazu erweitere ich meine fachliche Perspektive im Masterstudiengang „BWL für Naturwissenschaftler und Ingenieure“ an der Fernuni Hagen.
Rückblickend zeigen die einzelnen Stationen meines Lebenslaufs vor allem eines: dass sich Interessen weiterentwickeln dürfen – und dass vermeintliche Umwege oft genau die Erfahrungen liefern, die später besonders wertvoll sind.
Herausforderungen und Anforderungen in meinem Berufsfeld…
Mein bisheriger Werdegang spiegelt auch die Anforderungen wider, die Absolvent*innen zukünftig in vielen Berufsfeldern erwarten. Gefragt sind vor allem Flexibilität im Umgang mit Veränderungen, die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung sowie die Fähigkeit, theoretisches Wissen praxisnah anzuwenden. Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Eine gute Grundlage hierfür bietet bereits das Studium – insbesondere durch Praxisprojekte, Praktika und den engen Austausch mit der Berufswelt. Aber auch das Miteinander, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und sich auszutauschen, fließen hier in einem hohen Maß mit ein.
Die Studienzeit ist die beste Zeit des Lebens…
Meine Studienzeit habe ich als intensiv, herausfordernd und zugleich sehr bereichernd erlebt. Besonders gern denke ich an den Austausch mit Kommiliton*innen, gemeinsame Projekte und die Zeit außerhalb der Vorlesungen zurück. Gleichzeitig war diese Phase auch geprägt vom Arbeiten als Werkstudentin und meinem ehrenamtlichen Engagement – eine Kombination, die zwar fordernd war, mich aber sowohl fachlich als auch persönlich stark geprägt hat.
Meine Lieblingsorte auf dem Campus ...
Einen einzelnen Lieblingsort festzulegen, fällt mir schwer, da es weniger konkrete Räume waren als vielmehr das Gefühl, das die Hochschule insgesamt vermittelt hat. Überall auf dem Campus herrschte eine offene, zugewandte Atmosphäre: Türen standen offen, Gespräche ergaben sich unkompliziert und es gab stets ein offenes Ohr – sowohl unter Studierenden als auch seitens der Lehrenden. Genau dieses Miteinander und die Vertrautheit haben den Campus für mich zu einem Ort gemacht, an dem man sich gerne aufgehalten und wirklich angekommen gefühlt hat.
Meine Kontakte zu den Kommiliton*innen…
Zu einigen ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen pflege ich auch heute noch Kontakt – sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext.
Mein Ratschlag an Studierende…
Nutzt das Studium als Entwicklungsraum: Seid offen für neue Themen, sammelt praktische Erfahrungen, knüpft Netzwerke und traut euch, Fragen zu stellen. Ein Lebenslauf muss nicht geradlinig sein – oft sind es gerade die Umwege und Perspektivwechsel, die den eigenen Weg klarer machen und neue Möglichkeiten eröffnen.
Kontakt zu Romy Richter
Wir danken Romy Richter für das Interview.
