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Internationaler Frauen*Tag

Person lehnt an Wand an, Hintergrund rot, Vordergrund weiß
8. März auf buntem Hintergrund
04.03.2026

Der 8. März ist weit mehr als ein bloßes Gedenkdatum: Er ist ein globaler Aktionstag für die Gleichberechtigung aller Geschlechter und die entschlossene Verteidigung feministischer Errungenschaften.


Fortschritt als Auftrag

Seit dem ersten Frauentag 1911 wurde viel erkämpft: vom Wahlrecht (1918) und der Gleichstellung im Grundgesetz (1949) über die wirtschaftliche Unabhängigkeit (1950/1977) bis hin zur Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe (1997). Aktuelle Meilensteine wie die Verschärfung des Sexualstrafrechts, das Bundesgleichstellungsgesetz und das Selbstbestimmungsgesetz führen diesen Weg fort.

Doch patriarchale Strukturen wirken nach. Ob bei der medizinischen Versorgung, der überproportionalen Gewaltbetroffenheit oder der Last unbezahlter Care-Arbeit – Frauen* und marginalisierte Gruppen erleben nach wie vor strukturelle Benachteiligung.

Fokus Hochschule

Im akademischen Umfeld entfaltet Gleichstellungsarbeit vielfältige positive Wirkungen, bleibt jedoch eine notwendige Daueraufgabe. Ein Indikator ist der Frauenanteil bei Professuren: Dieser liegt deutschlandweit bei 30 % (2024). Die Tendenz ist positiv, aber noch lange nicht zufriedenstellend.

Katja Labow, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Merseburg, unterstreicht die Relevanz:

„Gleichstellung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam lösen können.“

Unsere Vision

Wir fordern eine Welt, in der das Geschlecht weder über die Gestaltung individueller Lebensmodelle, berufliche Perspektiven sowie gesellschaftlicher Teilhabe entscheidet und frei von jeglicher Gewalt ist. Der 8. März ist ein Anlass, Erreichtes zu würdigen – und gleichzeitig lautstark weiterhin Veränderungen zu fordern und dafür gemeinsam einzutreten.

Heute und an jedem anderen Tag im Jahr.

Weitere Informationen zur Gleichstellungsarbeit an der Hochschule

 

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