Gemeinsamer Austausch zur Zukunft der Mobilität
Wie kann die Mobilität rund um den Campus der Hochschule Merseburg künftig verbessert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen Austauschs Ende März 2026 verschiedener Akteur:innen aus Hochschule, Stadt, Landkreis und Verkehrsplanung. Ziel der Veranstaltung war es, Herausforderungen zu identifizieren, Interessen zu bündeln und erste Ansätze für eine zukunftsfähige Mobilitätsentwicklung rund um das Quartier „Campus Hochschule Merseburg“ zu diskutieren.
Rundgang und Einblicke in aktuelle Entwicklungen
Nach der Begrüßung durch den Rektor der Hochschule erhielten die Teilnehmenden bei einem Rundgang Einblicke in aktuelle Entwicklungen auf dem Campus – darunter die geplanten Neubauten der Hochschule, des Center for the Transformation of Chemistry (CTC) sowie der Pflegefachschule.
Verbesserungen für ÖPNV und Radverkehr
Im Anschluss stellte die Stadt Merseburg mögliche kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität vor. Diskutiert wurden unter anderem eine optimierte Busführung auf dem Campus, bessere Umstiegsbedingungen am Hauptbahnhof, zusätzliche Bike-Sharing-Angebote sowie der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. Besonders im Fokus standen dabei sichere Radwege und eine bessere Querung der B91.
Auch langfristige Perspektiven wie eine mögliche Straßenbahnanbindung sowie die geplante direkte S-Bahn-Verbindung zwischen Leipzig und Merseburg wurden thematisiert. Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) stellte dazu das Infrastrukturprojekt „Großkorbetha-Kurve“ vor, durch das sich die Fahrzeit zwischen Leipzig und Merseburg künftig deutlich verkürzen könnte.
Hohe Bedeutung für den Hochschulstandort
In der Diskussion wurde die hohe Bedeutung einer leistungsfähigen Verkehrsanbindung für den sich rasch entwickelnden Hochschul-, Ausbildungs- und Forschungsstandort hervorgehoben. Grundlage dafür sind auch die Ergebnisse der Mobilitätsumfrage 2025: 83 Prozent der Hochschulangehörigen wohnen außerhalb von Merseburg und pendeln regelmäßig zur Hochschule. Besonders kritisch bewertet wurden dabei die aktuellen Umstiegsbedingungen am Hauptbahnhof sowie fehlende Angebote für die „letzte Meile“.
Weitere Zusammenarbeit geplant
Zum Abschluss vereinbarten die Beteiligten, die Zusammenarbeit fortzuführen und erste Maßnahmen weiter zu konkretisieren.
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