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Professorinnenprogramm 2030: Hochschule Merseburg überzeugt mit Gleichstellungskonzept

Professorin im Seminarraum mit zwei Studierenden
KI-generiert
12.03.2026

Die Hochschule Merseburg gehört zu den 44 Hochschulen bundesweit, die in der dritten und finalen Auswahlrunde des Professorinnenprogramms 2030 von Bund und Ländern mit ihren Gleichstellungskonzepten überzeugen konnten. Damit hat die Hochschule die Möglichkeit, bis zum 30. September 2027 Anträge für bis zu drei Anschubfinanzierungen zur Erstberufung von Wissenschaftlerinnen auf unbefristete Professuren zu stellen.

„Das Professorinnenprogramm 2030 wird wichtige Impulse für die Gleichstellungsarbeit unserer Hochschule setzen. Es stärkt unser Engagement, Chancengerechtigkeit und Teilhabe in der Wissenschaft nachhaltig zu verankern und die dafür notwendigen Kultur- und Strukturprozesse weiterzuentwickeln“, betont Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der Hochschule Merseburg.
 

Förderprogramm eröffnet neue Möglichkeiten für Berufungen

Über die eingereichten Gleichstellungskonzepte für Parität entschied ein externes, unabhängiges Begutachtungsgremium. Hochschulen, deren Strategien und Maßnahmen überzeugen konnten, erhalten nun die Möglichkeit, Fördermittel für die Berufung von Professorinnen zu beantragen. Die Förderung erfolgt über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. 
 

Professorinnenprogramm stärkt Gleichstellung strukturell

Das Professorinnenprogramm ist seit 2008 das zentrale Programm von Bund und Ländern zur Förderung der Gleichstellung in der Wissenschaft. Ziel ist es, den Anteil von Professorinnen in Richtung Parität zu erhöhen, Wissenschaftlerinnen in frühen Karrierephasen gezielt zu fördern und die Gleichstellung von Frauen und Männern strukturell stärker in den Hochschulen zu verankern. Neben der Förderung von Professuren stehen insbesondere gleichstellungsfördernde Maßnahmen, ein strategisches Berufungsmanagement, die Unterstützung in verschiedenen Qualifikationsphasen sowie Gendercontrolling und institutionelle Verankerung im Fokus. Dafür stellen Bund und Länder bis 2030 insgesamt 320 Millionen Euro über eine Laufzeit von acht Jahren bereit.
 

Hochschule Merseburg baut Gleichstellungsarbeit weiter aus

Die Hochschule Merseburg engagiert sich bereits seit vielen Jahren für Chancengerechtigkeit und hat auch in der vergangenen Förderperiode Mittel aus dem Programm eingeworben. Aktuell liegt der Frauenanteil an den Professuren an der Hochschule bei rund 28 Prozent. Die Teilnahme am Professorinnenprogramm 2030 bietet die Möglichkeit, bestehende Aktivitäten weiter auszubauen und neue Maßnahmen zu entwickeln, die langfristig zu strukturellen und kulturellen Veränderungen beitragen.

„Wir freuen uns sehr über die positive Begutachtung im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030. Damit sind wertvolle Chancen verbunden, die Gleichstellungsarbeit an unserer Hochschule weiterzuentwickeln“, sagt Katja Labow, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte an der Hochschule Merseburg.

Auch auf Landesebene wird die Bedeutung solcher Programme hervorgehoben. Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont, dass Frauen Studium, Forschung und Lehre maßgeblich prägen, bei Professuren jedoch weiterhin unterrepräsentiert sind. Mit einem Anteil von rund 27 Prozent an Professuren im Land besteht weiterhin Potenzial für mehr Geschlechtergerechtigkeit in wissenschaftlichen Spitzenpositionen.

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