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Hochschule Merseburg eröffnet Maker- und Education Lab für Robotik und assistive Technologien

4 Personen eröffnen feierlich das Maker- und Education Lab in Merseburg
Sabine Faulstich (Dezernentin für Kreisentwicklung und Ordnung im Landkreis Saalekreis), Sebastian Müller-Bahr (Oberbürgermeister der Stadt Merseburg), Prof. Dr. Markus Krabbes (Rektor der Hochschule Merseburg) und Prof. Dr. Patrick Jahn (Professor für Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Halle) freuen sich über die Eröffnung des Maker- und Education Labs / Foto: Linda Rabisch - TPG
Personen schauen sich einen intelligenten Rollator an.
Prof. Dr. Stephan Schmidt (Professor für Mechatronische Systeme) stellte den intelligenten und selbstfahrender Rollator "SmartRoll" vor. Er unterstützt die Frühmobilisation und kann frühzeitig auf Sturzrisiken hinweisen. Solche Technologien zeigen, welches Potenzial in der Verbindung von Digitalisierung, Praxiswissen und interdisziplinärer Zusammenarbeit steckt / Foto: Linda Rabisch - TPG
Dichtes Gedränge und großer Andrang zur Eeröffnung.
Foto: Linda Rabisch - TPG

Ab Ende April ist das MEL immer dienstags von 14:00 bis 16:00 Uhr für Interessierte geöffnet. Für den Besuch während der offenen Sprechstunde ist keine Voranmeldung erforderlich. Alle Interessierten können einfach vorbeikommen. Für spezifische Angebotsformate (z. B. ausführliche Beratungsgespräche oder Gruppenführungen) können in der Sprechstunde Termine vereinbart werden.

Ansprechpartner des MEL-Teams in Merseburg:

Maximilian Werner maximilian.werner@hs-merseburg.de
André Gehrmann andre.gehrmann@hs-merseburg.de
Christian Peine
christian.peine@hs-merseburg.de

Telefon: +49 3461 46-2810
Adresse: Bahnhofstraße 13, 06217 Merseburg

13.03.2026

Wie können Robotik und digitale Technologien künftig dabei helfen, Pflegekräfte zu entlasten und Menschen im Alltag zu unterstützen? Mit dem am Donnerstag, 12. März 2026, eröffneten Maker- & Education LAB (MEL) hat die Hochschule Merseburg einen Ort geschaffen, an dem genau diese Fragen praxisnah erlebbar werden. In den Räumen in der Bahnhofstraße 13 können Besucherinnen und Besucher Zukunftstechnologien aus der Pflege- und Gesundheitsversorgung kennenlernen, ausprobieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren, pflegende Angehörige, Fachkräfte und Auszubildende im Gesundheitswesen sowie an Studierende, Lehrkräfte und Unternehmen.


Technologien erleben und ausprobieren

Im MEL können digitale Innovationen ausprobiert und eigene Erfahrungen gesammelt werden – von 3D-Druck und Therapierobotern bis hin zu Virtual Reality. Schwerpunkt des Labs in Merseburg ist die Anwendungsentwicklung von Robotik und digitalen assistiven Systemen: Vorhandene Technologien werden präsentiert, Nutzerinnen und Nutzer sowie Studierende und Unternehmen zusammengebracht, um neue Lösungen praxisnah zu erproben. Bildung, Austausch und Innovation greifen im Innovationslabor unmittelbar ineinander.


Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringen

Das Besondere am Standort Merseburg ist dabei der partizipative Ansatz: Pflegekräfte, Pflegebedürftige und Angehörige können ihre Erfahrungen und Bedarfe einbringen und so Impulse für die Entwicklung neuer technischer Lösungen geben. Das MEL dient als Ort, an dem unterschiedliche Perspektiven aus Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenfinden. Ergänzt wird das Lab durch einen Werkstattbereich (Maker-Space), in dem sich Besucherinnen und Besucher über den Ansatz des „Making“ experimentell mit technischen Lösungen im kleinen Maßstab auseinandersetzen können.


Teil einer Innovationsregion für digitale Pflege

Das MEL ist Teil der Innovationsregion für digitale Transformation der Pflege und Gesundheitsversorgung (TPG) im Mitteldeutschen Revier Sachsen-Anhalt. Die TPG vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, um digitale Lösungen entlang der gesamten Versorgungskette zu entwickeln, zu testen und in die Praxis zu überführen. Mit fünf Maker- und Education Labs im südlichen Sachsen-Anhalt stärkt die TPG die regionale Gesundheitswirtschaft und macht das Mitteldeutsche Revier zur Modellregion für digitalisierte Pflege- und Versorgungsprozesse. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).


Offen für alle Interessierten

Das Lab richtet sich bewusst nicht nur an Fachpublikum. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier über technische Unterstützungsmöglichkeiten im Pflegealltag informieren und diese ausprobieren – etwa wenn Angehörige nach Lösungen zur Sturzprävention oder nach digitalen Hilfsmitteln für die häusliche Pflege suchen. Gleichzeitig erhalten Hochschule und Unternehmen wertvolle Rückmeldungen von zukünftigen Anwenderinnen und Anwendern. Auf diese Weise trägt das MEL dazu bei, Berührungsängste gegenüber neuen Technologien abzubauen und die Akzeptanz digitaler Lösungen in Pflege und Gesundheitsversorgung zu erhöhen.

„Im Maker- & Education Lab kann jede und jeder in Merseburg erleben, wie Zukunftstechnologien unseren Alltag in Pflege und Gesundheit erleichtern können – zum Anfassen, Ausprobieren und Kennenlernen. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft zeigen diese Innovationen, wie wir Selbstständigkeit, Lebensqualität und eine gute Versorgung für möglichst viele Menschen auch in Zukunft sichern können“, betont Prof. Doreén Pick, Prorektorin für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung an der Hochschule Merseburg.

Bereits zur Eröffnung konnten Besucherinnen und Besucher folgende Technologien ausprobieren: 3D-Drucker, VR-Anwendungen, Therapierobbe Paro, Therapiegerät CRDL, Telepräsenzroboter AV1, Smarter Medikamentenspender, Exoskelett. Ein Großteil der Technologien wird künftig regelmäßig im MEL zu sehen sein. Einzelne Systeme, wie das Exoskelett, stehen als Leihgaben zeitweise zur Verfügung. Das Technologieportfolio des Labs wird kontinuierlich erweitert.

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