Wer im Osten lebt, macht ganz unterschiedliche Ost-Erfahrungen. An den verschiedenen Ausstellungsorten in Merseburg wurden bislang weniger sichtbare Stimmen gehört, Sorgen eingesammelt und Erinnerungen spielerisch untersucht.
Im Mehrgenerationenhaus war eine große Karte zu sehen, in der die Stadt aus migrantischer Perspektive gezeichnet wurde. Neben Hör-, Bastel- und Video-Stationen wurden auch die historischen Geschehnisse vom 12. August 1979 in Merseburg thematisiert.
Im Maker- & Education LAB wurden vermeintlich ostdeutsche Identitäten hinterfragt und vervielfältigt. Auf den sogenannten "OSTCARDS" fanden sich Motive in den Kategorien: Zusammenhalt, Orte und Ikonen. Diese Fragen und ein Solidaritätsbarometer lud Besuchende zum Austausch ein.
Zusätzlich gab es mehrere mobile Kummerkästen, die in Merseburg aktuelle Stimmungsbilder anhand von Fragebögen zum Osten einsammelten. Die Ergebnisse gingen an die jeweilig bespielten Orte während der Ausstellungsphase zurück.
Alle Inhalte und Erkenntnisse wurden parallel und nach dem Ende der Ausstellung "Wie solidarisch ist der Osten?" zusammen reflektiert. Auch der Arbeitsprozess und die Finalisierung eines solchen Projekts wurden untersucht. Folglich wurde auch darüber diskutiert, wie eine weiterführende solidarische Praxis in Merseburg durch die Hochschule befördert werden kann.
Projektteilnehmer*innen: Prof. Dr. Daniela Döring, Zora Backhaus, Lisa Belkot, Emilie Christoph, Antonia Elsner, Henriette Heyne, Djanaba Hobrecker, Clara Hofestädt, Michelle Homm, Laura Jüdes, Line Mauersberger, Mara Neumann, Laura Paul, Hannes Paulsen, Emily Rothe
Wir bedanken uns herzlich beim Mehrgenerationenhaus, LAB und allen anderen Akteur*innen, die dieses Projekt ermöglicht und mitgestaltet haben.
Weitere Infos auf Website: https://www.hs-merseburg.de/studium/studiengaenge/kultur-und-medienpaedagogik/30-jahre-kmp/2026-solidaritaet/







