Portfolio

Das Komplexlabor Digitale Kultur versteht sich als Experimentier- und Erfahrungsraum. Es bündelt verschiedene Forschungs- und Transferprojekte, indem es einen Fluchtpunkt in der Auseinandersetzung mit Digitalität vorgibt. Wir gestalten daher im Komplexlabor experimentelle Anordnungen, um konkrete Praxiserfahrungen zu generieren und diese in vermittelnde Formate zu transformieren. Damit verfolgen wir das Ziel, hinsichtlich Digitaler Kultur zu sensibilisieren und aufzuklären. Neben der Konzeption von Vermittlungsformaten wie Vorträgen und Workshops etc. erkunden wir einzelne Aspekte Digitaler Kultur in unserer begrifflich-theoretischen Forschung. Zudem nutzen wir auch künstlerische Auseinandersetzungen mit Digitalität, um vorbegrifflich einen Zugang zu den relevanten Problemen ermöglichen zu können.

Über Uns

Digitaler Raum ist als dezentralisierte und durch Hyperlinks verbundene Entität organisiert. Deswegen arbeitet das Komplexlabor Digitale Kultur ebenfalls offen, verlinkt und dezentralisiert. Zum einen integrieren wir aus der agilen Softwareentwicklung entliehene Praktiken wie Kanban-Boards oder Team-Kolloboration-Tools in den Laboralltag. Zum anderen öffnen wir das Labor nach außen und teilen mit Experten und Expertinnen aus unterschiedlichen Bereichen wie Softwareentwicklung, Kunst, (Netz-)Aktivismus oder Gestaltung praktisches Wissen und Ressourcen. Dadurch lassen sich Technologien wie Virtual Reality oder empirische Phänomene wie Quantified Self aus einer 360° Perspektive heraus experimentell und ganzheitlich erforschen. In diesem Rahmen untersuchen wir relevante digitale Phänomene und Trends und überprüfen unsere Thesen in der gelebten Praxis.

Logo Innovative Hochschule

Der Aufbau des Komplexlabor Digitale Kultur wurde von 2018 bis 2022 unterstützt im Rahmen des Verbundprojekts Innovative Hochschule TransInno_LSA, einer Bund-Länder-Initiative, die das Ziel verfolgt, den forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer zu fördern.

Inhaltsverzeichnis Portfolio

Ausgewählte Projekte aus dem Komplexlabor Digitiale Kultur

Camp für Digitale Kultur

Im Juli 2022 fand das zweitägige Camp für Digitale Kultur unter dem Motto „Digital ist besser?!“ in der Willi-Sitte-Galerie in Merseburg statt. Ziel des Camps war es, diverse Praktiken der Vermittlung digitaler Kultur sichtbar zu machen, auch um unsere eigene Arbeit im Komplexlabor zu reflektieren. So konnten wir engagierte Akteur*innen, denen wir im Laufe der Arbeit im Komplexlabor Digitale Kultur begegnet sind, zusammenbringen. Theoretiker*innen, Maker*innen, Künstler*innen, Bastler*innen und Pädagog*innen konnten über Aspekte digitaler Kultur ins Gespräch kommen.

Mehr über das "Camp für Digitale Kultur" lesen

Tetris aus Tetrapacks

Das Team des Komplexlabors Digitale Kultur hat, inspiriert von den Creative Coding Workshops von Tetrapix, ein Tetris-Spiel aus Tetrapacks gebastelt und programmiert. Ohne Vorkenntnisse im Programmieren können Alle mithilfe der Anleitung von Tetrapix Lichterkunst aus Tetrapacks basteln.

Mehr über das Projekt "Tetrapix" lesen

Netzbot – Chatbots & Netzpolitik

Das Komplexlabor Digitale Kultur beschäftigt sich schon länger mit Chatbot Prototyping. Anlässlich der Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ 2021 wurde der „Netzbot“ entwickelt, der über das Potenzial von Chatbots als feministisches Werkzeug informiert.

Mehr über den "Netzbot" lesen

Get-Together für Maker*innen

Am 8. Juli 2021 veranstalteten Studierende des 4. und 6. Semesters im Bachelor Kultur- und Medienpädagogik unter Leitung von Prof. Stefan Meißner erstmals eine Get-Together für Maker*innen auf dem Campus der Hochschule Merseburg. Ziel war es, über kreative Konzepte und selbstentworfene Produkte mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und für digitale Kultur zu sensibilisieren. Sprechende Bilder, ein Flipper Marke Eigenbau und ein selbstprogrammierter digitaler Escaperoom – die Gäste hatten jede Menge Möglichkeiten, nicht nur zu staunen, sondern selbst aktiv zu werden.

Mehr zum "Get-Together für Maker*innen" lesen

Praxisbasiert forschen: My HoMe is my BURG

Im Rahmen der Hochschulkooperation My HoMe is my BURG wurden im Seminar Talk to me Sprachassistenten, Smart Speaker und Chatbots unter die Lupe genommen: Warum sind die meisten Sprachassistent*innen weiblich? Warum müssen künstliche Assistenten überhaupt vermenschlicht werden? Warum wohnen sie in Zylindern? Wie sehen gesellschaftliche und politische Dimensionen dieser Technologie aus? Lassen sich Strategien der Spekulation als Werkzeug feministischer Kritik im Umgang mit Sprachassistent*innen nutzen?

Unter der Leitung von Natalie Sontopski und Amelie Goldfuß entwickelten die Studierenden in interdisziplinären Teams mit Hilfe einer Mischung aus experimentellen Formaten, spekulativen Elementen, angewandter Praxis und vertiefter Theorie neue, vielfältige Konzepte. Ziel war es, gängige Annahmen über Technik zu verlernen – und dabei Konzepte von Sprache, Gender und Design zu hinterfragen.

Mehr zur Hochschulkooperation "My HoMe is my BURG" lesen

Let’s Chat: Der Komplexlabor Chatbot

Im Komplexlabor wurde coronoabedingt viel gechattet in den letzten Monaten. Daraus entstand die Idee, Chatbots als Werkzeug der Sensibilisierung für Digitale Kultur zu nutzen. Anhand von Chatbots lässt sich nämlich nicht nur der Umgang mit HTML- und CSS-Code anschaulich einüben, gleichzeitig geht es dabei um Konversations-Design und die Frage, wie wir online kommunizieren möchten.

Mehr über den "Komplex-Bot" lesen

MiauMiau: Eine interdisziplinäre Installation zu Künstlicher Intelligenz und Gender

Die Frage „Wird die Abwertung weiblicher Eigenschaften sowie die Objektifizierung von Frauen bei künstlicher Intelligenz reproduziert?“ war Ausgangspunkt für die experimentelle Installation MiauMiau: Ein Prototyp für eine fiktive feministische Sprachassistenz, mit der Nutzer*innen interagieren können. Die Antworten geben einen ernüchternden Einblick in Beziehung zwischen Mensch und Maschine.

Mehr über "MiauMiau" lesen

When Data becomes Form

Das Projekt „When Data becomes Form“ hat das Ziel, künstlerisch-ästhetische Erfahrung in Zusammenhang mit Technologie zu generieren. Ausgangsbasis war ein Logbuch der Künstlerin Alessa Prossmer, in dem sie Emotionen festgehalten und deren Intensität durch Zahlenwerte bestimmt hatte. Die Daten sollten durch ein 3D-Artefakt visualisiert werden.

Mehr zum Projekt "When Data becomes Form" lesen
Nach oben