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IST

IST-Stands- und Bedarfsanalyse einer Vernetzungsstelle zur Förderung der Sexuellen Bildung, der sexuellen Selbstbestimmung und der Prävention von sexualisierter Gewalt im Hinblick auf Frauen* und Mädchen* mit Behinderungen im Bundesland Sachsen-Anhalt

Projektinformationen

Abstract

Die Umsetzung der in der Istanbul-Konvention und UN-BRK geforderten Maßnahmen erfolgt in Form eines spezialisierten, ausdifferenzierten Unterstützungs- und Hilfesystems, das in der Hoheit der Länder und Kommunen liegt. Im „Landesaktionsplan 2.0 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" verpflichtet sich das Land Sachsen-Anhalt, das Recht auf Schutz und Unterstützung für Erwachsene mit Behinderung zu gewährleisten. Die bisherigen Maßnahmen sind derzeit noch in größerem Maß unverbunden und bleiben damit punktuell. Entsprechend soll im Rahmen dieses Projektes der IST-Stand und der Bedarf im Land Sachsen-Anhalt hinsichtlich der sexuellen Selbstbestimmung und der Prävention von (sexualisierter) Gewalt im Hinblick auf Frauen* und Mädchen mit Behinderungen recherchiert und analysiert werden und ein Vorschlag für die strukturelle Anlage einer Netzwerkstruktur entstehen. Ziel ist es, die Zugänglichkeit des Hilfe- und Unterstützungssystems für Frauen* und Mädchen* mit Behinderungen zu verbessern.

Ziele und Vorgehen

Eine Übersicht aller relevanten Akteur*innen liefert einen Einblick in bestehende Strukturen zur Förderung sexueller Selbstbestimmung und zur Prävention sexualisierter Gewalt bei Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Ergänzend werden die Selbstdarstellungen insbesondere von Einrichtungen der Behindertenhilfe und Förderschulen auf den Stellenwert sexueller Bildung, Selbstbestimmung und Gewaltprävention analysiert. Zusätzlich werden sowohl Informations- und Zugangsbarrieren als auch bauliche und organisatorische Hürden kritisch betrachtet. In der Eingliederungshilfe werden Betroffenheit von Gewalt, vorhandene Schutzmaßnahmen, Beteiligungsmöglichkeiten – etwa über Frauenbeauftragte –, sowie Angebote sexueller Bildung und die Qualität der Netzwerkarbeit untersucht, ebenso wie Zugänglichkeit und Erfahrungen im Hilfesystem. Ergebnisse und Best-Practice-Beispiele werden schließlich in Fachgesprächen präsentiert und diskutiert, um gemeinsame Perspektiven für Weiterentwicklungen und eine mögliche Vernetzungsstruktur zu entwickeln.


Methodisches Vorgehen

Teil 1: Übersicht aller relevanten Akteur*innen, auf Basis von Internetrecherchen und Gesprächen mit Stakeholdern und Gatekeepern; Analyse der Selbstdarstellungen der Institutionen der Eingliederungshilfe auf Basis von Internetrecherche; Analyse der Selbstdarstellungen des Beratungs- und Unterstützungssystems sowie der Selbstvertretungen auf Basis von Internetrecherche; systematische Erfassung von Hinweisen auf Gewaltprävention, Schutzkonzepte, Sexuelle Bildung sowie auf Barrierefreiheit;

Teil 2: leitfadengestützte Interviews mit Akteur*innen aus dem Hilfesystem, Vertreter*innen der Werkstätten, Wohneinrichtungen und Selbstvertretungen; Interviews mit Akteur*innen anderer Bundesländer i.S.v. Best-Practice;

Teil 3: Vorstellung ausgewählter Ergebnisse vor Fachpublikum mit anschließender Diskussion; Ableitungen von Handlungsempfehlungen und Vorschlag einer Vernetzungsstruktur.

Projekt-Steckbrief

Laufzeit

01.02.2025 - 31.12.2025

Förderung 

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt


 

 

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Projektleitung an der HoMe

Kontaktperson
Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß
Professur für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung
Raum: -
Telefon: --

Mitarbeitende

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