Franziska Warnecke

Einblicke: Ein Masterstudium an der Hochschule Merseburg

Franziska Felizia Warnecke erzählt, wie ihr Masterstudium abläuft und für wen der Masterstudiengang Informationsdesign und Medienmanagement genau das Richtige ist.

Text: Franziska Felizia Warnecke

 

Ich studiere Informationsdesign und Medienmanagement (IDMM) im 3. Semester. Das Hauptaugenmerk des Masterstudiengangs besteht darin, Informationen optimal für die jeweilige Zielgruppe aufzubereiten und darzustellen. Das geschieht multimedial – wir erstellen Bücher und E-Books, Websites, Illustrationen, Apps, 3D-Modelle, Fotografien und Infografiken.

Unter der Woche stehe ich meistens etwa eine Stunde vor Vorlesungsbeginn auf, damit ich noch entspannt frühstücken und Zeitung lesen kann. Gerade in den Corona-Semestern hat das geholfen, etwas Struktur in den Alltag zu bekommen.

Dann kann es losgehen mit den Onlinevorlesungen, denn aktuell befinden wir uns wieder im Homeoffice. Inzwischen haben sich die meisten Dozierenden und Studierenden daran gewöhnt, weshalb wir reibungslos zwischen Präsenz und Online-Vorlesung hin und her wechseln können. Die meisten Dozierenden sind sehr engagiert und an den Bedürfnissen der Studierenden interessiert. Für manche Module organisieren die Dozierenden Firmen, mit denen man dann als Praxispartner in Projekten zusammenarbeitet. Allgemein gibt es in meinem Studiengang wenig stumpfes Auswendiglernen – für die meisten Prüfungsleistungen wenden wir das theoretisch Gelernte umgehend in Projekten in der Praxis an.

Nachmittags schnappe ich mir oft meine Kamera. Ich muss auch nicht weit gehen, bis mir ein paar gefiederte Bewohner von Merseburg oder Rehe vor die Kamera laufen. Direkt vor meiner Haustür befindet sich der Stadtpark mit dem Saaleradweg.

 

Dieser führt 407 km an der Saale entlang, vorbei an zahlreichen Burgen, von Barby bis nach Oberfranken. Bei mir hat es bis jetzt ehrlicherweise nur für Spaziergänge gereicht. Bei denen bin ich aber im Sommer bereits dem einen oder anderen Schlauchbootkapitän begegnet.

Im laufenden Wintersemester beginnt gerade die Prüfungszeit. Das bedeutet, neben Lernen auch Projekte abzuschließen – wie zum Beispiel einen Usabilitytest mit Eye-Tracking Software durchzuführen. Im Sommersemester 2022 freue ich mich noch auf ein paar Module wie 2D- Animation und Virtual Reality Anwendungen, bevor ich mich dann auf die Suche nach einem Praktikum für die Masterarbeit mache.

Ich kann den Studiengang allen empfehlen, die sich schon öfter bei dem Gedanken ertappt haben: „Kann man das nicht verständlicher und ansprechender vermitteln?“

Persönlich habe ich Übersetzen in München studiert. Nach dem Bachelor wollte ich zusätzlich Erfahrungen in einem anderen Gebiet sammeln und mich inhaltlich breiter aufstellen. Ich fand es nicht leicht, im deutschsprachigen Raum einen Studiengang zu finden, der mir die nötigen technischen und gestalterischen Inhalte vermittelt, ohne schon x-fache Module in diesen Bereichen vorauszusetzen. Die Hochschule Merseburg war in diesem Bereich als staatliche Hochschule einmalig und ich war froh, als ich den Masterstudiengang gefunden habe. Das erste Semester vermittelt einem alle nötigen Grundlagen, damit man dann ab dem zweiten Semester richtig loslegen kann.

Allgemein sind die Hintergründe der Studierenden sehr unterschiedlich. Von Geschichte, Betriebswirtschaft bis Jura ist alles dabei. Die Anpassungsfächer sind so vielfältig, dass sich Studierende genau die Module rauspicken können, die sie für ihren späteren Weg brauchen und sich so ihren individuellen Voll- oder Teilzeit-Master zusammenstellen. Nach dem Abschluss kann man eine Karriere im Bereich Technische Redaktion, User Experience Design, Marketing, Grafikdesign, Unternehmens- & Wissenschaftskommunikation, Game Design oder Journalismus starten. Es stehen einem also viele Türen in kreativen Zukunftsbranchen offen.

 

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