Green Engineering

AbschlussStudienformStudiendauerStudienbeginnZulassungSprache
Bachelor of Engineering Vollzeit 7 Semester Wintersemester frei Deutsch

Für eine nachhaltige Welt von morgen heute grün studieren!

Der Bachelorstudiengang Green Engineering - Gestaltung nachhaltiger Prozesse verknüpft Wissensgebiete der Stoffwandlung und der Energietechnik. Ingenieurtechnische Verfahren, die für nachhaltiges Wirtschaften wichtig sind, werden Ihnen vermittelt. Dabei ermöglicht Ihnen der interdisziplinäre Charakter unseres Studienganges eine ganzheitliche Analyse, Bewertung, und Weiterentwicklung von Prozessen der Stoff- und Energiewirtschaft. Zur Onlinebewerbung

Grundstudium

Studieninhalte

1. und 2. Semester

  • Mathematik
  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • Physik
  • Chemie und ingenieurtechnische Grundlagen
  • Einführung in die Verfahrenstechnik
  • Einführung in die Nachhaltigkeit
  • Thermodynamik
  • Anorganische Chemie
  • Werkstoffcharakterisierung
  • Nachhaltige Prozesse

+ Orientierungssemester

Es besteht die Möglichkeit, das BAföG-fähige Orientierungssemester KOMPASS dem eigentlichen Studium vorzuschalten und bereits zum Sommersemester, ab April, zu studieren.

mehr Informationen KOMPASS - Das Orientierungssemester

Ausgewählte Lehrinhalte

  • Definition und Grundsätze von Nachhaltigkeit
  • Green Engineering und deren Bedeutung
  • Einführung LCA - globale Stoffkreisläufe 
  • nachhaltige Materialien, Green Chemistry, nachhaltige Produktentwicklung
  • Energiebedarf, Energiebereitstellung (global, lokal), Potenzial Energiesparmaßnahmen 
  • Potenzial und Herausforderungen regenerativer Energien
  • Potenzial der Energiespeicherung
  • konventionelle und zur dezentrale Elektroenergieerzeugung
  • Transformation der Elektroenergieversorgung zum Smart Grid
  • Potenzial "NaWaros“, Recycling, Power to X
  • Aspekte und Leitlinien für eine nachhaltige, "grüne" Chemie und Verfahrenstechnik
  • Elektrochemie
  • Energiespeicherung
  • Gasspeicher
  • Wärmespeicherung
  • elektrochemische Prozesse
  • Bilanzierung von Energie- und Stoffströmen mit mehreren Elementen und Strömen mit mehreren Komponenten
  • Lösen von Bilanzen mit Hilfe von Matrizenrechnung
  • allgemeine Vorgehensweise bei der Bilanzierung
  • Einführung in die Granulometrie und ihrer Meßverfahren
  • Übersicht über wichtige Partikelmerkmalsverteilungen
  • Bilanzieren der Ströme in einem Windsichter mit Massenausgleich
  • Siebanalyse mit Erstellen und Charakterisieren der Verteilung Werkstoffkunde 
  • Mengen und Abbildungen
  • Logik
  • Reelle Zahlen und die darin enthaltenen Zahlenmengen
  • Komplexe Zahlen
  • Vektoren
  • Analytische Geometrie
  • Matrizen
  • Funktionen einer Variablen
  • Differentialrechnung

Mathematik ist wie eine Sportart, die komplexe Bewegungsabläufe hat

Prof. Dr. Andreas Spillner

Wussten Sie schon in der Schule, dass Sie Mathematiker werden wollen? Nein, Mathe war zwar mein Lieblingsfach, aber ich konnte mir damals noch nicht so richtig vorstellen, was man dann den ganzen Tag so macht als Mathematiker. Während des Zivildienstes habe ich mich dann genauer informiert und festgestellt, dass es um die Entwicklung immer neuer mathematischer Werkzeuge geht und wie spannend das ist - diese Neugierde ist bis heute geblieben.

Welche Fächer gefielen Ihnen noch? Mir lagen vor allem die Fächer, bei denen ich das Gefühl hatte, dass ich mich Stück für Stück in ein in sich logisch strukturiertes Ganzes hineindenken kann. Das war zum Beispiel bei Physik der Fall. Biologie fand ich dagegen in der Schule schwierig. Erst viel später ist mir klar geworden, dass sich auch viele Aspekte biologischer Systeme mathematisch beschreiben lassen und heute ist dies eines der Anwendungsgebiete, für das ich mathematische Werkzeuge entwickle.

Ist Mathematik schwer zu lernen? Meiner Erfahrung nach ist es bei der Mathematik wie mit einer Sportart, die komplexe Bewegungsabläufe erfordert. Man wird diese Bewegungsabläufe nie wie selbstverständlich ausführen und Spaß daran haben, wenn man sie nicht immer wieder übt bis man sich auch die kleinste Nuance angeeignet hat. Es reicht nicht, jemandem zuzusehen, der es schon kann, und auswendig zu lernen, welche Bewegungen diese Person nacheinander gemacht hat. Man muss Mathematik selbst treiben, um ein Gespür für die vielseitigen Werkzeuge zu bekommen, die sie uns bereit stellt.

Worin liegt der Reiz von Mathematikkursen für angehende Ingenieure? Die Kurse zu Beginn des Studiums stellen in kompakter Form einige mathematische Werkzeuge zusammen, die man als Ingenieur benötigt. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass man wirklich das Gefühl hat, jemand zeigt einem einen Werkzeugkoffer, geht dessen Inhalt kurz durch, sagt wozu die Sachen verwendet werden können, aber der größere Zusammenhang der zwischen all den Werkzeugen besteht, wird nicht deutlich.

Für mich liegt der Reiz darin, zumindest ein Grundverständnis für diesen Zusammenhang zu wecken, da es damit später leichter ist, denke ich, selbst neue Werkzeuge in seinen persönlichen mathematischen Werkzeugkoffer aufnehmen und verwenden zu können.

 

Prof. Dr.  Andreas Spillner lehrt seit dem Wintersemester 2017 Mathematik an der Hochschule Merseburg, u.a. im Studiengang Chemie-und Umwelttechnik 

 

"Ich möchte später mit meiner Arbeit aktiv zum Umweltschutz beizutragen."

Paul aus Halle

Was macht Spaß an Deinem Studium? Die gesunde Mischung aus Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Aber auch, dass man mit dem Thema "Nachhaltigkeit" bereits im ersten Semester konfrontiert wird. Das gefällt mir sehr! Normalerweise muss man erst Mal durch das Grundstudium, ehe es zum eigentlichen Kern geht.

Warum hast Du Dich für das Studium entschieden? Für mich ist der Studiengang perfekt. Er verbindet meine fachlichen Interessen und mein Berufsziel: Ich möchte später mit meiner Arbeit aktiv zum Umweltschutz beizutragen.

Welches Modul war für Dich schwer? "Einführung in Elektrotechnik"; da ich keine besonderen Vorkenntnisse hatte, war es nicht ganz einfach für mich. Aber regelmäßiges Üben hat mir geholfen, das Modul zu schaffen. 

Welche Studieninhalte intressieren Dich besonders? Eigentlich alle Themen, die nicht auf den ersten Blick zu lösen sind, sondern Nachdenken erfordern. Aktuell sind das alle Fragestellungen, die im Modul "Einführung in die Nachhaltigkeit" erörtert werden. 

Planvoll in der Regelstudienzeit studieren!

Bewerbung und Zulassung

  • Der Studiengang ist zulassungsfrei.
  • Allgemeine Hochschulreife
  • Fachhochschulreife
  • fachgebundene Hochschulreife
  • abgeschlossene Berufsausbildung in Verbindung mit einer dreijährigen Berufserfahrung und einer bestandenen Feststellungsprüfung  
  • jährlich zum Wintersemester
  • Bewerbungsschluss ist der 15. September des Jahres, in dem die Aufnahme des Studiums beabsichtigt ist. Zur Online-Bewerbung

Kontakt

Allgemeine Studienberatung

Elisa Unkroth
Allgemeine Studienberaterin
Raum: Hg/G/1/17
Telefon: +49 3461 46-2321

Studienfachberatung

Prof. Dr. Mathias Seitz
Professur für Verfahrenstechnik/Technische Reaktionsführung
Raum: Hg/D/2/10
Telefon: +49 3461 46-2104

"Es geht einfach um die Frage: wie wollen wir unsere Zukunft gestalten?"

Prof. Dr. Mathias Seitz

Warum beschäftigen Sie sich mit Nachhaltigkeit? Es wird viel über Nachhaltigkeit gesprochen. Luftschlösser, aber auch gute Ideen, gibt es viele. Ich bin der Meinung, dass man den Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft auch technisch angehen muss und kann.

Was interessiert Sie als Verfahrenstechniker an diesem Thema?  Nachhaltiges Leben erfordert aufwändig hergestellte Produkte wie z. B. Windradflügel und Stromspeicher. Unser bisheriges Wirtschaftssystem basiert überwiegend auf der Nutzung fossiler Rohstoffe. Daraus erklärt sich die Notwendigkeit, darüber nachzudenken, wie stoffwandelnde Prozesse auch sinnvoll nachhaltig gestaltet werden können.

Warum ist ein eigener Studiengang zu diesem Thema sinnvoll? Aus meiner Sicht ist es wichtig, die Komplexität des nachhaltigen Wirtschaftens und nicht nur einzelne Teilbereiche zu verstehen.Deshalb ist das Studienangebot sinnvoll.

Was möchten Sie den Studierenden vermitteln? Hauptziel ist für mich, dass die Studierenden ein umfassendes Verständnis für Stoffkreisläufe und die benötigte Energie bekommen. Sie sollen lernen, die Nachhaltigkeit zu beurteilen, um daraus echte Lösungen zu entwickeln.

 

 

Studienschwerpunkte auswählen!

Datenschutzhinweis

Wenn Sie unsere YouTube-Videos abspielen, werden Informationen über Ihre Nutzung von YouTube an den Betreiber in die USA übertragen und unter Umständen gespeichert.

Green Engineering - Vertiefungsrichtungen

Vertiefungsstudium

Studieninhalte 3. bis 7. Semester

  • Thermische Energietechnik
  • Einführung in die Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Umwelttechnik
  • Elektrische Energietechnik
  • Thermische Verfahrenstechnik
  • Messtechnik
  • Reaktionstechnik
  • Lebenszyklusanalyse
  • Prozessleittechnik
  • Ingenieurkommunikation

 + Module aus dem jeweiligen Studienschwerpunkt:

  • Elektrotechnik | Energietechnik | Verfahrenstechnik | Automatisierungstechnik | Prozesstechnik | Umwelttechnik
  • Projektarbeit
  • Industrieprojekt
  • Betriebspraktikum
  • Bachelorarbeit und Kolloquium

Ausgewählte Lehrinhalte

  • Grundlagen, Vorgehensweise und Möglichkeiten zur Erstellung eine Lebenszyklusanalyse (Ökobilanz)
  • Umgang mit ISO 14040/14044
  • Systemanalyse, Sachbilanz, Allokation
  • Systemerweiterung
  • Wandlung von regenerativer Energie zu Endenergie
  • Strategien einer nachhaltigen Gesellschaft
  • Nutzung der Solarstrahlung mittels Photovoltaik und Solarthermie
  • Nutzung der Energie strömender Fluide (Wind- und Wasserkraft)
  • energetische Nutzung von Biomasse
  • Kombination von fluktuierenden und speicherbaren erneuerbaren Energien
  • Grundlagen der Prozessautomatisierung
  • Entwurf von Automatisierungsstrukturen
  • Algorithmen zur Funktionserfüllung
  • Sensorik und Aktorik in der Prozessautomatisierung
  • Engineering von Prozessleitsystemen
  • Industrielle Kommunikation in verfahrenstechnischen Anlagen (Feldbusse) 
  • Einführung in die Problematik der Abwassertechnik
  • Abwasseranfall und Beschaffenheit
  • Gewässergüte und Gewässerschutz
  • Abwassererfassung und Abwasserableitung
  • Reinigung kommunaler und industrieller Abwässer

"Nachhaltigkeit ist von Grund auf interdisziplinär zu betrachten!"

Prof. Dr. Bernhard Reinhold

Was beudeutet für Sie persönlich Nachhaltigkeit?  Von der Natur so viel wie möglich zu lernen. Hier findet sich ein breites Spektrum nachhaltiger und in sich geschlossener Stoff- und Energiekreisläufe, die in ihrer Komplexität und Funktionalität technischen Lösungen oft noch mehr als einen Schritt voraus sind.

Warum ist dafür ein eigener Studiengang nötig? Das Thema Nachhaltigkeit umfasst sehr viele technische und wirtschaftliche Bereiche und ist daher von Grund auf interdiziplinär zu betrachten. Um ein ausgewogenes Lehrgerüst sowohl in der Breite als auch mit einer tiefgründigen Spezialisierung anzubieten, bedarf es geradezu eines eigenen Studienganges.

Was interessiert Sie als Chemiker am Thema Nachhaltigkeit? Mich interessieren in diesem Kontext primär Materialien und Prozesse der solaren Ernergienutzung.

Wofür möchten Sie die Studierenden sensibilisieren? Mit Neugier zu lernen! Ingenieurtechnische Hintergründe industrieller Produktions- und Produktherstellungsprozesse zu analysieren, zu bewerten und in einem ökonomisch-ökologischen Kontext zu hinterfragen. Ich möchte die Studierenden motivieren, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und ihren ganz eigenen Beitrag zu Lösung aktueller Fragestellungen zu leisten.