Nachhaltige Prozesse

Forschungsschwerpunkt Nachhaltige Prozesse
Gemeinsam Nachhaltige Prozesse etablieren!

Forschungsschwerpunkt Nachhaltige Prozesse

Der Forschungsschwerpunkt zielt auf die Neuorientierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Forschungsvorhaben unterstützen das Engagement in über- und regionalen Initiativen.


Dabei wird ein interdisziplinärer Ansatz zur Umsetzung von Nachhaltigkeit basierend auf den drei Säulen Umweltverträglichkeit, soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit verfolgt.

Umweltverträglichkeit, soziale Gerechtigkeit & Wirtschaftlichkeit

Die Hochschule Merseburg als Zentrum für angewandte Wissenschaften in der Metropolregion Halle-Leipzig gestaltet Transformationsprozesse aktiv und effektiv mit. Dabei werden Fragestellungen aus der Gesellschaft und Praxis, die in inter- oder transdisziplinärer Zusammenarbeit gelöst werden können in den Profillinien Leben, Arbeit und Technologie aufgegriffen und bearbeitet.

Mit Beginn des Jahres 2020 gibt es drei aktive Projekte in den folgenden Bereichen:

► Leben: ELSA (Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer - Angebote der Beratung und Versorgung)

► Arbeit: BioEnergie PLUS

► Technologie: Evaluierung unter Realbedingungen von thermisch-chemischen Depolymerisationstechnologien (Zersetzungsverfahren) zur Verwertung von Kunststoffabfällen

Ausgewählte aktuelle Forschungsprojekte

Projektleiterin: Prof. Dr. Maika Böhm

Mittelgeber: Bundeministerium für Gesundheit

Fördersumme: 328.682,00 €

Kurzbeschreibung: Im Rahmen des Verbundprojekts ELSA leitet Prof. Dr. Maika Böhm das Teilprojekt „Angebots- und Kooperationsstrukturen innerhalb psychosozialer Versorgung“, das eine umfassende Erhebung der psychosozialen Versorgungsangebote im Kontext ungewollter Schwangerschaften durchführt. Zudem werden Analysen zur digitalen Informationsbeschaffung und Unterstützungssuche umgesetzt sowie die Bedarfe der Weiterentwicklung unterstützender Kooperationsstrukturen identifiziert und existierende best practice im Feld dargestellt.

Verbundpartner: Hochschule Fulda, Hochschule Nordhausen, Freie Universität Berlin, Universitätsklinikum Ulm, SOFFI.F

Projektleiter/innen: Prof. Dr. Gundula Barsch, Prof. Dr. Lutz Klimpel, Prof. Dr. Dietmar Bendix, Prof. Dr. Alfred Frei

Mittelgeber: Burgenlandkreis

Fördersumme: 180.000 €

Kurzbeschreibung: Die Chancen im innovativen und zukunftsfähigen Themenfeld nutzen: Anbau und Verwertung von Industriehanf. Eine Modellregion für die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe zu schaffen. Parallel dient das Hanflabor an der Hochschule der Erprobung und Erzeugung von Produkten aus Hanfblüten, -schäben, -fasern, -samen. Damit kann Industriehanf zu 100% genutzt werden. Ziel insgesamt ist die Vermittlung von Impulsen und spezifischem Wissen um frühzeitig den Aufbau einer Wertschöpfungskette in der Region in einer international stark wachsenden Branche zu gewährleisten und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Projektleiter: Prof. Dr. Mathias Seitz

Mittelgeber|Partner: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Fördersumme: 350.897 €

Kurzbeschreibung: Im Gegensatz zu Materialien wie Papier oder Metallen wird im Kunststoffrecycling bisher nur ein kleiner Teil des Kunststoffabfalls wiederverwertet. Ein großer Teil landet weltweit in der Umwelt, was die Dringlichkeit des Themas weiter verstärkt. In Deutschland werden nur etwa 12 Prozent werkstofflich wiederverwertet, ein viel geringerer Anteil wird einer rohstofflichen Verwertung zugeführt und die überwiegende Menge der Kunststoffabfälle wird thermisch verwertet. Bei bestimmten Abfallströmen wird gänzlich auf den Versuch verzichtet, entsprechende Kunststoffe der stofflichen Verwertung zugänglich zu machen.

Ziel der Studie ist es, die Positionierung der Depolymerisation (Zersetzung) von Polyolefinen im Gesamtsystem des Kunststoffrecyclings zu betrachten. Dazu wurde untersucht,

  • welche Mengen und welche Qualitäten von Polyolefinabfällen für die Depolymerisation zur Verfügung stehen, sodass entsprechend der Abfallhierarchie keine Konkurrenzsituation zum werkstofflichen Recycling besteht;
  • wie Pyrolyseprodukte hinsichtlich ihrer Marktfähigkeit als chemischer Rohstoff zu bewerten sind;
  • welchen Entwicklungsstand Depolymerisationstechnologien aufweisen;
  • wie Depolymerisationstechnologien bewertet werden können;
  • welche Chancen und Risiken für die Depolymerisation von Polyolefinen bestehen und
  • welche Rahmenbedingungen und Maßnahmen für Veränderungen bei Verwertungskaskaden und Kreislaufpfaden beim Kunststoffrecycling hinsichtlich der Depolymerisation notwendig wären.

Weitere Links:
Abschlussbericht
Partner

Die hier vorgestellten Forschungsprojekte bilden exemplarisch die Breite der Forschungslandschaft an der Hochschule Merseburg ab.

Weitere interessante Projekte sowie Publikationen finden Sie hier.

        

Ihre Ansprechpartnerin

Kontaktperson
Saziye Aksungur
Forschungsschwerpunktmanagerin Nachhaltige Prozesse
Raum: RZ 37
Telefon: +49 3461 46-2386

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