Vom 09. bis 12. Juni 2026 war die Hochschule Merseburg Gastgeberin der 3. Runde des bundesweiten Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ Die Veranstaltung fand im Schülerlabor „Chemie zum Anfassen“ statt. Insgesamt 39 chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie erstmals auch drei Teilnehmende einer deutschen Schule in Shanghai stellten ihr theoretisches Wissen und praktisches Können unter Beweis. Ziel war die Qualifikation für das bundesweite Finale in Leipzig.
Praxisnahe Experimente im Schülerlabor
Im Mittelpunkt der praktischen Arbeiten standen Fragestellungen aus der Chemie. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 analysierten den Gehalt an Essigsäure in handelsüblichem Speiseessig. Die Teilnehmenden der 10. Klassenstufe beschäftigten sich mit der Struktur von Fruchtaromastoffen.
Ergänzend führten alle Klassenstufen Ionenanalysen durch und bestimmten qualitativ, welche Ionen in verschiedenen Proben enthalten waren. Die Experimente setzten die Jugendlichen in Kleingruppen von drei bis vier Personen um, die bewusst aus unterschiedlichen Bundesländern zusammengesetzt waren, um den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern.
„Der Wettbewerb bietet den Jugendlichen die besondere Chance, Chemie nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern auch unter authentischen Laborbedingungen selbst zu erleben. Gerade dieser Praxisbezug macht den Reiz und die Nachhaltigkeit des Formats aus“, hob Dr. Eileen Bette, Koordinatorin des Schülerlabors „Chemie zum Anfassen“ an der Hochschule Merseburg, hervor.
Wissenschaft erlebbar gemacht
Neben dem Wettbewerb bot die Veranstaltung vielfältige Einblicke in die Hochschul- und Wissenschaftspraxis. Ein Highlight stellte die Experimentalvorlesung „Kunststoffe – Fluch oder Segen“ von Prof. Dr. Thomas Rödel dar, die chemische Inhalte anschaulich vermittelte und zur Diskussion anregte.
Im Anschluss an die Wettbewerbsrunden fand die Siegerehrung statt, an der auch Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, kommissarischer Rektor der Hochschule Merseburg, sowie Prof. Dr. Michael Krause, Prodekan des Fachbereichs Ingenieur- und Naturwissenschaften, teilnahmen.
Blick nach Leipzig
Die jeweils drei besten Teilnehmenden jeder Klassenstufe der Regionalrunde sowie weitere Schülerinnen und Schüler, die sich über die bundesweite Punktwertung qualifizierten, werden im Herbst zur Finalrunde des Wettbewerbs nach Leipzig eingeladen.
Mit der Austragung der Regionalrunde setzte die Hochschule Merseburg erneut ein Zeichen für die frühzeitige Förderung naturwissenschaftlicher Talente und unterstrich die Bedeutung des Schülerlabors als Lern- und Experimentierort. Das Schülerlabor leistet damit seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Förderung von naturwissenschaftlichem Nachwuchs in der Region.
Perspektiven eröffnen: Vom Schülerlabor ins Studium
Wer sich intensiver mit chemischen Fragestellungen beschäftigen möchte, findet an der Hochschule Merseburg passende Studienangebote. Im Bachelor stehen unter anderem die Studiengänge Angewandte Chemie sowie Chemie- und Umwelttechnik zur Auswahl. Aufbauend darauf bietet der Masterstudiengang Nachhaltige Verfahrenstechnik und Chemie die Möglichkeit, Kompetenzen in zukunftsrelevanten Themenfeldern weiter zu vertiefen.

