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Grüner Campus

Grüner Campus der Zukunft
Wo Wissenschaft, Natur und Mensch zusammenkommen

Gemeinsam den Campus zukunftssicher gestalten

Der Campus der Hochschule Merseburg ist ein vielfältiger Lern-, Lebens- und Naturraum zugleich. Eingebettet in ein Stadtquartier, das sich dynamisch entwickelt und umgeben von Industrietradition sowie angrenzenden Naturräumen wie dem Südpark sowie der Unteren Geiselniederung, bietet der Campus eine besondere Verbindung von Wissenschaft, Natur und industriell geprägtem Stadtraum. Daraus erwächst für die Hochschule Merseburg eine besondere Verantwortung, Klima- und Naturschutz aktiv zu verfolgen und den Grünen Campus nachhaltig und ganzheitlich weiterzuentwickeln. Im Jahr 2020 initiierte die Hochschulleitung einen partizipativen Entwicklungsprozess für den zukünftigen “Campus 2030”, der im Klimaschutzkonzept verankert wurde und seitdem sukzessive vorangebracht wird.

 

Klimaschutzkonzept und Klimaresilienz: Nachhaltige Maßnahmen umsetzen

Intro Grüner Campus

Der Grüne Campus bedeutet weit mehr als sauber gepflegte Grünflächen, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und daraus erwachsender Herausforderungen für Mensch und Natur. Nach der Erstellung des Klimaschutzkonzepts in den Jahren 2022–2023 werden seit 2024 gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt, um den Campus widerstandsfähiger gegenüber zunehmenden Extremwetterereignissen wie Hitzeperioden und Starkregen zu machen.

Im Mittelpunkt stehen naturnahe Pflege, nachhaltiges Flächenmanagement und ein ressourcenschonender Umgang mit Wasser. Ein wichtige Maßnahme ist in diesem Kontext die Nutzung der im Dezember 2024 fertiggestellten Regenwasserzisterne zwischen Hörsaalgebäude und Liegenschaftsgebäude. Das darin gesammelte Niederschlagswasser wird zur Bewässerung der Grünflächen, jungen Bäume und Pflanzkübel auf dem Campus genutzt. Dadurch kann insbesondere in trockenen Sommermonaten Trinkwasser eingespart oder ganz ersetzt werden. Gleichzeitig unterstützt die Zisterne bei Starkregenereignissen die Rückhaltung von Niederschlagswasser und entlastet die Entwässerungsinfrastruktur.

 

 

Unterwegs auf dem Grünen Campus mit Daniel Unger

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Grünflächenpfleger Daniel Unger bei seiner Arbeit

Daniel Unger ist zuständig für die Pflege von Campus und Grünflächen und erfüllt diese Aufgabe mit großem Engagement. Im Video begleiten wir ihn bei seiner Arbeit an der Hochschule Merseburg. Darin zeigt er, wie Klimaschutz praktisch umgesetzt werden kann und warum es manchmal besser ist, weniger zu machen als zu viel.

Biodiversität und Klimaschutz umsetzen

Wildblumen, Insekten, Fledermaus & Co. - Biodiversität fördern, um sie zu erhalten

Die Erhaltung und Förderung der Biodiversität ist ein zentraler Bestandteil des Pflegekonzepts für die weitläufigen, vielfältigen Grünflächen auf dem Campus. Daniel Unger trägt mit seinem Fachwissen, seiner Erfahrung und seinem Engagement maßgeblich dazu bei, naturnahe Bereiche zu erhalten und ökologische Potenziale des Campus zu bewahren und zu stärken.

Eine Maßnahme aus dem Klimaschutzkonzept, die Daniel Unger 2026 umgesetzt hat, war die Anlage von artenreichen Wildblumenwiesen mit insgesamt rund 250 m² Fläche. Die Wildblumen dienen als Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten und erhöhen zugleich die Aufenthaltsqualität. Ergänzend schaffen Fledermauskästen neue Quartiere und tragen als Ausgleichsmaßnahme erfolgreich zum Artenschutz bei. 

Weitere Maßnahmen wie eine naturnahe Grünflächenpflege nach dem Prinzip des No Mow May stärken die ökologische Qualität des Campus. Durch das bewusste Zulassen natürlicher Entwicklungsprozesse wie dem Erhalt von Totholz oder die Bewahrung von Wildwuchs in Form sogenannter Dickungen, entstehen wertvolle Habitate und ökologische Nischen für heimische Wildtiere. Der Grüne Campus veranschaulicht, wie Klimaschutz und Klimaanpassung durch viele kleine Schritte und gemeinsames Handeln ermöglicht werden können. Die Umsetzung der Maßnahmen ist dabei eine Teamaufgabe, die von vielen getragen wird. 

Fotos Grüner Campus Biodiversität

Mehrere Fledermauskästen wurden auf dem Campusareal verteilt und sind innerhalb eines Jahres bereits bewohnt.

Wildblumenwiesen bieten wertvollen Lebensraum für bestäubende Insekten wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die Aussaat erfolgte mit regio-zertifiziertem gebietsheimischem Saatgut.

Naturbelassener Bewuchs erhält wertvolle Habitate für einheimische Wildtiere, z.B. in Form von Totholzhaufen oder wildwachsenden Bereichen mit Büschen und Jungbäumen (Dickungen).

 

Ein Bildungs- und Forschungscampus zum Wohlfühlen für alle

Im ganzheitlich ausgerichteten Klimaschutzkonzept wird der besondere Raum des Grünen Campus als wertvolle Ressource für Hochschulangehörige und die unmittelbare Nachbarschaft in den Mittelpunkt gerückt. Ziel aller Maßnahmen und Pflege ist es, den Campus als zukunftsfähigen Lebens- und Arbeitsraum zu gestalten, in dem Klimaschutz, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität zusammenwirken. Die Bewahrung naturnaher Flächen, eine behutsame Pflege und eine vorausschauende, nachhaltige Campusgestaltung fördern die biologische Vielfalt, verbessern das Mikroklima und schaffen eine wohltuende Umgebung für Studierende, Mitarbeitende und die unmittelbare Umgebung der Hochschule. 

Die Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Campusareals sind im Klimaschutzkonzept im Themenschwerpunkt “Campus der Zukunft” verankert und werden seit 2024 umgesetzt. Die Campusentwicklung stellt dabei einen offenen Prozess dar, an dem Hochschulangehörige und Stakeholder der Hochschule Merseburg eingeladen sind, zu partizipieren und mitzugestalten. Das Entwicklungskonzept für den Campus der Zukunft wird mit Blick auf kommende Herausforderungen wie Strukturwandel, Klimawandel und perspektivisch auch auf die Veränderungen rund um den Campus durch die Ansiedlung des Centers for the Transformation of Chemestry (CTC) und durch den Neubau eines Bildungszentrums für Gesundheitsberufe des Basedow-Klinikums Merseburg weitergedacht und fortgeführt. 

 

Ansprechpersonen

Mehr erfahren & Kontakt

Kontaktperson
Greta Jäckel
Referentin für Klimaschutz
Raum: Rz/A/0/35
Telefon: 03461 - 46 2101
Kontaktperson
Daniel Unger
Mitarbeiter Campus- und Grünpflege

Mehr zum Klimaschutzkonzept und verwandten Themen

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