VTrans

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Verstetigung von Transferprozessen

Entlang des Lebenszyklus von Transfervorhaben arbeiten viele Akteure aus Hochschulverwaltung, Forschung und Partnerorganisationen Hand in Hand mit bislang wenig vernetzten Softwaresystemen - oft sogar noch auf Papier. Neben Transferergebnissen fällt gleichzeitig eine Vielzahl von Daten an, die zur Projektsteuerung sowie in Folgevorhaben genutzt werden können. Für das zielgerichtete Zusammenwirken der Beteiligten, unter Nutzung einer verlässlichen Datenbasis, bedarf es einer stärkeren Systemintegration. VTrans möchte sowohl hochschulintern als auch verbundweit ein Forschungsinformationssystem einführen, das es ermöglicht, Transferprozesse und Daten informationstechnisch zu bündeln. Ziel ist es, die Optimierungsbereiche Prozessstabilität und Servicequalität sowie Steuerbarkeit und Vergleichbarkeit von Transfermaßnahmen aktiv zu unterstützen.

Die Menge und Vielfalt an Informationen steigt, in Bezug auf die Forschungsaktivitäten, kontinuierlich an. Hinzu kommt, dass Forschungsaktivitäten immer öfter in kollaborativen Forschungsverbünden durchgeführt werden, was die transparente Aufarbeitung der auflaufenden Informationen noch relevanter macht. Ein weiterer Schwerpunkt ist mit dem Kerndatensatz Forschung (KDSF) hinzugekommen, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und schon heute häufig von Partnern*innen und Projektträgern als Mittel zur Rechenschaftslegung abgefordert wird.

Bedarfserfassung und Konzeption

Bei der Konzeption des Forschungsinformationssystems sollte die „Person“ als Ausgangspunkt betrachtet werden, da alle anderen Informationen zu Forschungsaktivitäten in Relation zu ihr gespeichert werden. Die genannte „Person“ beschreibt dabei alle Mitarbeitenden der Hochschule, die Forschungsergebnisse erzielen und damit unterschiedliche Beziehungen zu weiteren Informationsobjekten aufweisen. 

Das Prorektorat für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung (PFWE) der Hochschule Merseburg führte im März 2019 eine Online-Befragung der örtlichen Professorinnen und Professoren durch. Die Teilnehmenden lieferten darin Aufschluss zu deren aktuellen Tätigkeitsbereichen und machten Angaben, welche Bereiche sie in den kommenden zwei Jahren gerne ausbauen oder reduzieren möchten. Zudem lieferten die Befragten Daten darüber, welche Art von Unterstützung sie sich in den einzelnen Phasen eines Forschungsprojekts von der Hochschule wünschen. Mit den erhobenen Daten ist das PFWE nun noch besser in der Lage, geeignete Maßnahmen zur Unterstützung seiner professoralen Leistungsträger zu realisieren und zu bündeln.

Zielsetzung

Die Hochschulen innerhalb des Verbundprojektes „TransInno_LSA" haben vollständige Anforderungsprofile an ein Forschungsinformationssystem erarbeitet und die sich daraus ergebenden Ziele abgeleitet. Für die Hochschulen Magdeburg-Stendal und Merseburg ergaben sich dabei relativ viele Gemeinsamkeiten hinsichtlich der gestellten Ziele, welche sich in folgenden Punkten zusammenfassen lassen:

  • Hochschulweite Angleichung und Vereinigung der zahlreichen Informationsbestände zu Forschungsaktivitäten in einem integrierten Forschungsinformationssystem
  • Etablierung des Systems als Werkzeug zur kontinuierlichen Kommunikation und Dokumentation aller Forschungsaktivitäten an der Hochschule
  • Verschlankung des Prozesses der Antragsstellung zur Gewährleistung einer höheren Forschungsleistung und mehr Effizienz bei der Projektakquise
  • Verbesserung der Außenwahrnehmung und Sichtbarkeit des hochschulweiten Forschungsprofils, einschließlich interdisziplinärer Forschungsaktivitäten
  • Unterstützung zusätzlicher Serviceangebote, wie zum Beispiel des Antragsservices

Ein essenzieller Punkt, der Zielsetzung und Anforderung vereint, ist die digitale Einbindung des Kerndatensatzes Forschung, der folgende Inhaltsempfehlungen enthält, welche innerhalb der digitalen Lösung abgebildet werden müssen:

  • Beschäftigte (wissenschaftliches Personal)
  • Nachwuchsförderung
  • Drittmittel und Finanzen
  • Patente und Ausgründungen
  • Publikationen
  • Forschungsinfrastrukturen

Am Markt sind mittlerweile mehrere kommerzielle als auch Open Source Systeme zur Realisierung eines Forschungsinformationssystems verfügbar. Eine der aktuellen Herausforderungen besteht darin, das passende System in Hinblick auf die vorhandene technische Infrastruktur, Funktionen und resultierende Betriebskosten zu untersuchen.

TEILPROJEKTLEITUNG

Prof. Dr. Dirk Sackmann
Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre insbesondere Logistik und Produktionswirtschaft
Raum: Hg/G/2/013

ANSPRECHPERSON

Stefan Sprick
Wissenschaftlicher Mitarbeiter VTrans - Digitalisierungsmanager
Raum: RZ/40
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