Angewandte Informatik

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Angewandte Informatik

AbschlussStudienformStudiendauerStudienbeginnZulassungSprache
Bachelor of Science Vollzeit 7 Semester Wintersemester frei Deutsch

IT steckt überall drin

Das Bachelorstudium Angewandte Informatik macht aus Ihnen einen vielgefragten Generalisten und Alleskönner: Sie haben Spaß daran, analytisch und logisch zu denken? Sie sind neugierig, scheuen vor komplexen Herausforderungen nicht zurück und trauen sich, über den fachlichen Tellerrand zu schauen?  Beste Voraussetzungen!  Kreativ und flexibel wenden Sie mathematisches Können an, um Lösungen zu entwickeln. Für Ihre theoretischen Pläne kennen Sie die richtige Umsetzungsumgebung, die geeignete Programmiersprache und testen die Praxistauglichkeit. Zur Onlinebewerbung

Grundstudium

Studieninhalte

1. bis 3. Semester

  • Mathematik
  • Physik
  • Grundlagen Elektrotechnik
  • Softwaretechnik
  • Datenbanken
  • Programmierung
  • Diskrete Mathematik
  • Rechnerarchitektur
  • Englisch
  • Kryptografie
  • Theoretische Informatik
  • Elektronik
  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • Rechnernetze
  • Stochastik

+ Orientierungssemester

Es besteht die Möglichkeit, das BAföG-fähige Orientierungssemester KOMPASS dem eigentlichen Studium vorzuschalten und bereits zum Sommersemester, ab April, zu studieren.

mehr Informationen KOMPASS - Das Orientierungssemester

Ausgewählte Lehrinhalte

  • Programmierparadigmen: Übersicht über prozedurale und objektorientierte Programmiersprachen, Vor- und Nachteile, Einsatzgebiete
  • Datentypen: elementare Datentypen, komplexe Datentypen, Adressen, Zeiger
  • Steuerstrukturen/Iterationen/Schleifen
  • Dateiarbeit
  • Textdateien
  • Binärdateien
  • Anforderungen an das Softwareengineering
  • Management von Softwareprojekten
  • Vorgehensmodelle
  • Anforderungsanalyse mit UML
  • Entwurf mit UML
  • Benutzerschnittstellen
  • Dokumentation
  • Validierung und Verifikation
  • Grundlagen Qualitätsmanagement

  • Mengen und Abbildungen, Logik
  • Reelle Zahlen und die darin enthaltenen Zahlenmengen
  • Komplexe Zahlen
  • Vektoren
  • Analytische Geometrie
  • Matrizen
  • Funktionen einer Veränderlichen, Differentialrechnung mit diesen Funktionen
  • Grundlagen der Codierung von numerischen und alphanumerischen Daten
  • Aufbau und Funktionsweise eines Von‐Neumann‐Rechners
  • Gegenüberstellung verschiedener Architekturen
  • Aufbau einer x86‐CPU; Registersatz, Maschinenbefehle, Speicherorganisation
  • I/O-Mechanismen: Polling, Interrupt, DMA
  • Mechanismus der Interruptbehandlung
  • Speicherverwaltung, Speichermodelle
  • Peripheriebausteine, Grafikadapter, Schnittstellen, Bussysteme
  • Massenspeicher, Interfaces, Aufbau und Funktion eines Dateisystems

Mathematik ist wie eine Sportart, die komplexe Bewegungsabläufe hat

Prof. Dr. Andreas Spillner

Wussten Sie schon in der Schule, dass Sie Mathematiker werden wollen? Nein, Mathe war zwar mein Lieblingsfach, aber ich konnte mir damals noch nicht so richtig vorstellen, was man dann den ganzen Tag so macht als Mathematiker. Während des Zivildienstes habe ich mich dann genauer informiert und festgestellt, dass es um die Entwicklung immer neuer mathematischer Werkzeuge geht und wie spannend das ist - diese Neugierde ist bis heute geblieben.

Welche Fächer gefielen Ihnen noch? Mir lagen vor allem die Fächer, bei denen ich das Gefühl hatte, dass ich mich Stück für Stück in ein in sich logisch strukturiertes Ganzes hineindenken kann. Das war zum Beispiel bei Physik der Fall. Biologie fand ich dagegen in der Schule schwierig. Erst viel später ist mir klar geworden, dass sich auch viele Aspekte biologischer Systeme mathematisch beschreiben lassen und heute ist dies eines der Anwendungsgebiete, für das ich mathematische Werkzeuge entwickle.

Ist Mathematik schwer zu lernen? Meiner Erfahrung nach ist es bei der Mathematik wie mit einer Sportart, die komplexe Bewegungsabläufe erfordert. Man wird diese Bewegungsabläufe nie wie selbstverständlich ausführen und Spaß daran haben, wenn man sie nicht immer wieder übt bis man sich auch die kleinste Nuance angeeignet hat. Es reicht nicht, jemandem zuzusehen, der es schon kann, und auswendig zu lernen, welche Bewegungen diese Person nacheinander gemacht hat. Man muss Mathematik selbst treiben, um ein Gespür für die vielseitigen Werkzeuge zu bekommen, die sie uns bereit stellt.

Worin liegt der Reiz von Mathematikkursen für angehende Ingenieure? Die Kurse zu Beginn des Studiums stellen in kompakter Form einige mathematische Werkzeuge zusammen, die man als Ingenieur benötigt. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass man wirklich das Gefühl hat, jemand zeigt einem einen Werkzeugkoffer, geht dessen Inhalt kurz durch, sagt wozu die Sachen verwendet werden können, aber der größere Zusammenhang der zwischen all den Werkzeugen besteht, wird nicht deutlich.

Für mich liegt der Reiz darin, zumindest ein Grundverständnis für diesen Zusammenhang zu wecken, da es damit später leichter ist, selbst neue Werkzeuge in seinen persönlichen mathematischen Werkzeugkoffer aufnehmen und verwenden zu können.

 

Prof. Dr.  Andreas Spillner lehrt seit dem Wintersemester 2017 Mathematik an der Hochschule Merseburg, u.a. im Studiengang Angewandte Informatik 

 

Planvoll in der Regelstudienzeit studieren!

Bewerbung und Zulassung

  • Der Studiengang ist zulassungsfrei.
  • Allgemeine Hochschulreife
  • Fachhochschulreife oder
  • fachgebundene Hochschulreife oder
  • abgeschlossene Berufsausbildung in Verbindung mit einer dreijährigen Berufserfahrung und einer bestandenen Feststellungsprüfung  

 

  • jährlich zum Wintersemester
  • Bewerbungsschluss ist der 15. September des Jahres, in dem die Aufnahme des Studiums beabsichtigt ist. Zur Online-Bewerbung

Kontakt

Allgemeine Studienberatung

Elisa Unkroth
Allgemeine Studienberaterin
Raum: Hg/G/1/17
Telefon: +49 3461 46-2321

Studienfachberatung

Prof. Dr. Michael Schenke
Professur für Informatik - Grundlagen und Anwendungen
Raum: Hg/E/4/15

Vertiefungsstudium

Studieninhalte 4. bis 7. Semester

  • Datensicherheit
  • Betriebssysteme
  • Technisches Englisch
  • Programmierung
  • Prozessdatenverarbeitung
  • Mikroprozesstechnik
  • Verteilte Systeme
  • Echtzeit-Betriebssysteme
  • Einführung in Mobile Comupting
  • Wirtschaftsinformatik
  • Digitaltechnik
  • Management von Informatik-Projekten
  • Enterprise Resource Planning Systeme (ERP-Systeme)
  • Logik
  • Wahlpflichtfach
  • Facharbeit
  • Industrieprojekt
  • Bachelorarbeit und Kolloquim

Ausgewählte Lehrinhalte

  • Grundlagen, Begriffe, Gremien, Standards, Zertifizierungen
  • Sicherheitsmanagement auf der Grundlage von BSI Grundschutz
  • Sicherheitskonzept
  • Strukturanalyse, Schutzbedarfsfeststellung, Modellierung, Realisierung
  • Schwachstellen in Netzwerkprotokollen
  • Technische Maßnahmen
  • Grundlagen von angewandter Kryptografie und PKI
  • Kryptografische Protokolle und Objekte am Beispiel von OpenSSL
  • Problemdefinition, Projektplanung
  • Rollenverteilung im Team
  • Arbeitsplan, Aufgabenverteilung
  • Analyse, inhaltliche Abgrenzung, Komplexitätsanalyse
  • Pflichtenheft
  • Entwurf der Systemarchitektur
  • Implementierung im Team
  • Integration und Test
  • Optimierung
  • Querschnittsaufgaben Dokumentation und Qualitätssicherung
  • ERP-Systeme und SAP ERP im Überblick
  • Einführung in ERP-Systeme
  • Fallstudienarbeit, u.a.:Finanzwesen
  • Stammdaten in der Buchhaltung, Belege erfassen und bearbeiten, Sonderfunktionen, Standard
  • Geschäftsvorfälle in der Hauptbuchhaltung
  • Einkauf
  • Arbeiten mit Bestellanforderungen, Sonderfunktionen, Stammdaten im Einkauf, Materialstamm pflegen, Lieferantenstammdaten pflegen, Bestellabwicklung im Einkauf
  • Vertrieb -Stammdaten im Vertrieb, Materialstammdaten pflegen 
  • Debitorenstammdaten bearbeiten
  • Anforderungsdefinition für ERP-Systeme
  • ERP-System-Markt
  • Funktionale und Nicht-Funktionale Anforderungen an ERP-Systeme
  • Prozessorientierte Anforderungsdefinition und -dokumentation
  • Prozessanalyse an ERP-Systemen und im Unternehmen.
  • Grundlagen des Multitasking
  • Zerlegung komplexer Anforderungen in einzelne Tasks
  • Intertask-Kommunikation und Synchronisation
  • Konzept der garantierten Echtzeit
  • Scheduling Methoden zur Einhaltung der Rechtzeitigkeitsbedingung
  • Deadline Monotonic Analysis
  • Analyse von Blockademechanismen: Prioritätsinversionen und Deadlocks
  • Strategien zur Vermeidung / Minimierung der Blockadezeiten

Perspektive Beruf

Angewandte Informatik bietet als zukunftsorientierte Disziplin außerordentlich interessante, vielfältige Perspektiven für Absolventen. Mögliche Arbeitsgebiete und Einsatzfelder sind:

Betreuung und Aufbau von Netzwerken, Aufbau von verteilten Datenbanken, Realisierung von Client/Serveranwendungen, Webprogrammierungen, Unterstützung bei der Darstellung naturwissenschaftlicher Phänomene und/ oder der bei der Auswertung von wissenschaftlichen Daten, Visualisierung von physikalischen, chemischen oder technischen Anwendungsgebieten u.v.m.

Perspektive Masterstudium