| Abschluss | Studienform | Studiendauer | Studienbeginn | Zulassung | Sprache |
|---|---|---|---|---|---|
| Bachelor of Engineering | Vollzeit | 7 Semester | Wintersemester | frei | Deutsch |
Von Abfall bis Zahnpasta
Im Bachelorstudiengang Chemie- und Umwelttechnik lernen Sie, Kleines im großen Maßstab zu denken und übernehmen mit Ihren Ideen gestalterische Verantwortung für unsere Zukunft und die Welt von morgen. Chemietechnik beschäftigt sich mit der Produktion verschiedener Stoffe, der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren, der Auslegung von Apparaten und der analytischen Kontrolle der Produktqualität. Verfahren und Anlagen zur Reinhaltung von Luft, Wasser und Boden sind wichtige Bestandteile der Umwelttechnik. Ob Klimaschutz oder Umgang mit Energie: hier schließt sich der Kreis. Zur Onlinebewerbung
News und Links
Motivation
Die Übungen und Praktika haben mir besonders gut gefallen: sie waren immer interaktiv, hier habe ich ein breites Wissen über Laborpraxis, Messgeräte und Hilfsmittel bekommen und am meisten gelernt. Das hat mir bei meinem Praktikum in England und natürlich bei den Abschlussarbeiten sehr geholfen.
Technische Themen sind klar und direkt, entweder etwas funktioniert oder es funktioniert nicht. Es gibt immer Möglichkeiten, etwas besser zu machen und darüber zu diskutieren. Ein Aspekt ist mir aber ganz wichtig: wir Menschen nutzen die Umwelt, verschmutzen sie - wir sind verpflichtet, technische Lösungen zu finden, um der Natur etwas zurückzugeben.
Ich mag die Art zu denken: wenn ich weiß, was auf der kleinsten chemischen Teilchenebene passiert, verstehe ich die Prozesse in der Thermodynamik, der Strömungslehre und der Verfahrenstechnik. Diese Komplexität, die hinter der Verbindung aus Chemie und Ingenieurwissenschaft steckt, gefällt mir.
Qualitätsbewertung
- Der Gesamteindruck zur Studienqualität ist sehr gut.
- Der Aufbau des Studiengangs entspricht der bewährten, etablierten Struktur interdisziplinär geprägter technisch-naturwissenschaftlicher grundständiger Bachelorstudiengänge.
- Eine breite, aber dennoch inhaltlich vertiefte Synopse der traditionellen und aktuellen Disziplinen und Spezialisierungen der Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Chemie wird angeboten und vermittelt.
- Es ist zu erwarten, dass Absolventinnen und Absolventen die Anforderungen des Arbeitsmarktes heute und in der Zukunft gut erfüllen.
(Quelle: Zusammenfassende Qualitätsbewertung des Gutachtergremiums der ACQUIN)
Grundstudium
Studieninhalte

Modulplan 1. bis 7. Semester
Beispiel: Vertiefung Chemietechnik
- PDFModulplan CHEMIE- UND UMWELTTECHNIKpdf | 24 KB
Ausgewählte Lehrinhalte
- Physikalische Größen
- Fehlerrechnung
- Kinematik und Dynamik
- mechanische Schwingungen und Wellen
- Grundlagen der Hydrostatik und ‐dynamik
- Grundlagen der Thermodynamik
- Grundelemente einer verfahrenstechnischen Anlage
- Übersicht über verfahrenstechnische Grundoperationen
- Zeichnerische Darstellung von Verfahren durch Fließbilder mit seinen Elementen (Grundfließbild, Verfahrensfließbild)
- Analyse ausgewählter großtechnischer Prozesse
- Einfache Masse-, Stoff- und Energiebilanzen
- Zusammensetzungsmaße von Mehrkomponentensystemen (Anteil, Beladung, etc.)
- Stoff- und Energiebilanzen von Mehrkomponentensystemen
- Stoff- und Energiebilanzen von Anlagen mit mehreren Elementen
- Bilanzierung mit Hilfe von Matrizenrechnungen
- Allgemeine Einführung in die ingenieurtechnischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten
- Grundbegriffe und wichtige physikalische und chemische Größen
- Einführung in den Atombau
- Das Periodensystem der Elemente
- Übersicht wichtiger Element- und Stoffgruppen
- Starke und schwache chemische Bindungskräfte
- Vom Atom zum Werkstoff
- Übersicht und Einführung in wichtige chemische Prozesse und Reaktionen
- Lösen, Mischen und Verdünnen in Theorie und Praxis
- Säuren, Basen und Puffer-Systeme
- Massebilanz, Stöchiometrie und Thermodynamik von chemischen Reaktionen
- Das Massenwirkungsgesetz und das chemische Gleichgewicht
- Die Elektrochemische Spannungsreihe, Korrosion und Energiespeicherung
- Grundstrukturen, Stoffgruppen und Nomenklatur in der Organischen Chemie
- Qualitative und Quantitative Analysemethoden
- Geschichte und Einteilung der Werkstoffe
- Struktur der Werkstoffe
- Zustandsdiagramme
- Verformung und Festigkeitssteigerung von Metallen
- Langzeitverhalten von Metallen
- Korrosion
- Stahl und Gusseisen
- Nichteisenmetalle
- Polymere
Bewerbung · Zulassung · Immatrikulation
- Der Studiengang ist zulassungsfrei.
- Allgemeine Hochschulreife
- Fachhochschulreife
- fachgebundene Hochschulreife
- abgeschlossene Berufsausbildung in Verbindung mit einer dreijährigen Berufserfahrung und einer bestandenen Feststellungsprüfung
- Das Studium beginnt jährlich zum Wintersemester.
- Bewerbung
- bis 30. September mit deutschem Schulabschluss online an der Hochschule Merseburg
- bis 31. August mit ausländischem Schulabschluss über uni-assist
- In Kombination mit dem Orientierungssemester KOMPASS beginnt das Studium jährlich, zum Sommersemester.
- Bewerbungsschluss ist der 31. März, zur Online-Bewerbung
- alle Infos ausführlich auch beim Studierendensekretariat der Hochschule Merseburg und zusammengefasst im Infoblatt BEWERBUNG UND IMMATRIKULATION
Was brauche ich für die digitale Immatrikulation?
- Ein digitales Passbild für die Erstellung der HochschulCard.
- Einen Nachweis über die Einzahlung des Semesterbeitrags.
- Daten zu Ihrer Hochschulreife sowie ggf. Daten zu früheren Studien- und Berufsausbildungszeiten.
- Nur für Nicht-EU-Bürger und -Bürgerinnen: gültige Fiktionsbescheinigung oder gültigen Aufenthaltstitel.
- Die Digitale „M10“-Meldung über Ihren: Krankenversicherungsstatus. Die Meldung wird direkt von der Krankenkasse digital an die Hochschule übermittelt. Kontaktieren Sie bitte Ihre gesetzliche Krankenkasse und erbitten die Übersendung der „M10“-Meldung (Status 1) an die Hochschule Merseburg. Sollten Sie privat versichert sein, kontaktieren Sie bitte ebenfalls eine beliebige gesetzliche Krankenversicherung und bitten Sie um Übersendung der „M10“-Meldung (Status 2) als Nachweis über die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Absendernummer der Hochschule Merseburg lautet: H 0000620.
Wie läuft die digitale Immatrikulation ab?
- Melden Sie sich im Bewerbungs-Portal wie gewohnt an und klicken Sie auf „Angebot annehmen“.
- Danach klicken Sie auf „Immatrikulation beantragen“ und führen die einzelnen Schritte zur Online-Immatrikulation durch.
- Haben Sie alle erforderlichen Angaben gemacht und alle Dokumente hochgeladen, können Sie die Immatrikulation abschließen. Ihr Status ist dann: „Immatrikulation beantragt“.
- Nachdem das Studierendensekretariat Ihre Daten und Dokumente bearbeitet hat, Sie erhalten eine vorläufige Immatrikulationsbestätigung per E-Mail. Dies kann einige Tage dauern. Die endgültige Immatrikulationsbescheinigung können Sie sich später (für Wintersemester ab Ende Oktober, für Sommersemester ab Ende April) aus dem Studierendenportal HIS herunterladen. Sollten Sie für Ihren BAföG-Antrag die Bescheinigung eher benötigen, kontaktieren Sie bitte das Studierendensekretariat.
Kontakt
Allgemeine Studienberatung
Studienfachberatung
Perspektiven
Berufsfelder
- Entwicklung von Materialien und Verfahren
- Optimierung von Produkten und Prozessen
- Analytische Laborarbeit
- Regulatorische Tätigkeiten
- Interdisziplinäre Forschnung
Master
- Wissen und Kompetenzen aus Naturwissenschaft und Technik werden im Masterstudiengang Nachhaltige Verfahrenstechnik und Chemie synergetisch kombiniert, um damit einen notwendigen und wertvollen Beitrag zur Transformation der chemischen Industrie zu leisten.
Promotion
- Am Promotionszentrum IWIT können Sie ohne Kooperation mit einer Universität promovieren.
- Prof. Dr. Mathias Seitz und Prof. Dr. Hilke Würdemann betreuen Arbeiten auf dem Gebiet Chemie- und Umweltingenieurwesen.
Vertiefungsstudium Chemietechnik
Studieninhalte

Ausgewählte Lehrinhalte
- Wärmeübertragung (Wärmeleitung, -konvektion)
- Stoffübertragung (Diffusion, Konvektion)
- Anwendung der Grundprinzipien auf Apparate der thermischen Verfahrenstechnik mit deren Darstellung und Modellierung
- Wärmeübertrager verschiedener Bauart ohne Phasenwechsel
- Verdampfung/ Kondensation
- Destillation
- Rektifikation: Trennung von Ethanol und Wasser
- Wärmeübertrager ohne und mit Phasenwechsel
- Trocknung von feuchtem Gut
- physikalisch-chemische Grundlagen für homogene Reaktionen
- Stoff- und Wärmebilanz idealer Reaktoren
- Verweilzeitverteilung in idealen und realen Reaktoren
- Reaktionsführung bei komplexen Reaktionen
- Beispiele für chemische Reaktoren
- Erweiterung der physikalischen-chemischen Grundlagen (Kinetik, Stofftransporteinflüsse)
- Mehrphasenreaktionen (Heterogene Katalyse, Feststoffreaktionen, Fluid/Fluidreaktionen, 3-Phasenreaktionen)
- Reaktormodellierung und Reaktorauslegung für Mehrphasenreaktoren
- Diagnose der limitierenden Teilschritte, Berechnung des kinetischen Regimes; Energieeintrag
- Optimierung der Selektivität durch geeignete Reaktionsführung, Stoffübergang in zwei Flüssigkeiten und Gas/Flüssig
- Rohstoffquellen (Kohle, Erdöl, Erdgas, nachwachsende Rohstoffe)
- Basisverfahren der Chemie (Raffinerie, Synthesegas, Reformieren, Ammoniaksynthese, Salpetersäure- und Schwefelsäureherstellung)
- Herstellung von Basischemikalien (Ethylenoxid, Phthalsäureanhydrid, Ethylbenzol, Styrol)
- Veredelungsprodukte (Polystyrol, Polyester, Perlon)
- Adsorption/Desorptionsprozesse
- Feststoffextraktion
- Grundlagen der Katalyse
- Grundlagen der Anlagentechnik
- Zeichnerische Darstellung von Anlagen (DIN EN ISO 10628, DIN 19227)
- Rohrleitungstechnik zur Förderung von Fluiden (inkl. Wanddickenberechnung)
- Fördertechnik zur Feststoffförderung
- Lagerung von Gasen, Flüssigkeiten und Feststoffen
- Überblick der Mess-, Steuer-, Regelungs- und Prozessleittechnik für den Anlagenbauer
- Grundlagen der Anlagenplanung von der Idee bis zur Inbetriebnahme (Konzept, Basic-Engineering, Detail-Engineering, Inbetriebnahme)
- Sicherheitstechnische Grundlagen
- Sicherheitstechnische Kenndaten von Stoffen
- Sicherheitstechnische Analysen von Anlagen (Risikoanalyse)
- Einführung in Explosionsrichtlinien, Druckgeräterichtlinie
- Vorbeugende, konstruktive und allgemeine Sicherheitskonzepte
Vertiefungsstudium Umwelttechnik
Studieninhalte

Ausgewählte Lehrinhalte
- Grundlegende Anforderungen der Abfallwirtschaft
- Charakterisierung von Abfällen
- Sammlung und Transport von Abfällen
- Abfallaufbereitung und Wertstoffrecycling
- Biologische Abfallbehandlung
- Thermische Abfallbehandlung
- Deponietechnik
- Entsorgung gefährlicher Abfälle
- thermodynamische Grundlagen der Versorgungstechnik
- Thermische Behaglichkeit, versorgungstechnische Strukturen, Berechnung von Heiz- und Kühllast
- Grundbaugruppen der Heizungs- und Lüftungstechnik
- Wasserbedarf und -vorkommen, Wasserverbrauch, Wasserkreislauf, Wassergewinnung und -aufbereitung, Anforderungen an Trinkwasser und Wasserhygiene, Wasserspeicherung und -verteilung
- Prozesse der Trinkwasseraufbereitung
- Grundlegende Begriffe
- Charakterisierung des Zustandes von Luftströmen
- Hauptkomponenten von Abgasreinigungssystemen
- Verringerung der Schadstoffbelastung in Arbeitsräumen
- Partikelabscheidung
- Methoden zur Entfernung gasförmiger Komponenten aus Abluft
- Reinigung von Rauchgasströmen
- Kombinierte Verfahren zur Abluftreinigung
- Aufbau der Atmosphäre – physikalische und chemische Grundlagen (Temperaturgradienten, Schichtungsstabilität, Strahlungshaushalt)
- Natürliche und anthropogene Luftbestandteile – Quellen, Wirkungen von Luftschadstoffen
- Prozesse der Deposition
- Sekundäre Immissionen, photochemische Prozesse in der Troposphäre
- Aktuelle Situation der Luftbelastung, Schwerpunkt: Ozon-, Feinstaubbelastung, Klimagase
- Rechtliche Grundlagen der Luftreinhaltung
- Messung von Luftschadstoffen in Abgasen und der Umgebungsluft
- Bewertung von Messergebnissen – Immissionskenngrößen, Emissions- und Immissionsgrenzwerte





















